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Resümee

Gute zwei Wochen sind wir nun wieder zu Hause und gehen wieder unserer Arbeit nach; leider nicht mehr als Almreporter. Dennoch sind wir mit den Gedanken zum größten Teil immer noch am Maltaberg, in unserer schönen S`Standl-Almhütte. Natürlich verfolgten wir nun auf der Internetseite von „Urlaub am Bauernhof“ wie die anderen Almreporter ihren Urlaub gestaltet haben und was sie bei ihrem Aufenthalt erleben durften.

Jetzt, in unserer Urlaubsnachbereitung, bei der wir Fotobücher von unserem Urlaub fertigen und die Wanderberichte für unsere Internetseite schreiben, ist es an der Zeit, ein Resümee über diesen Urlaub zu ziehen.

Für uns war es der 22. Hüttenurlaub und wir können daher nun auf insgesamt 46 Almurlaubswochen zurückblicken. Bei der intensiven Urlaubsvorbereitung haben wir mal wieder bei der Auswahl unserer Hütte ein glückliches Händchen bewiesen. Unsere Ansprüche an eine Hütte sind sehr hoch, wobei wir damit nicht auf Luxus Wert legen. Auf die Lage und Ausrichtung der Hütte sowie die Aussicht liegt bei uns der Schwerpunkt. Natürlich darf ein gewisser Standard auf der Hütte auch nicht fehlen. Alle unsere Ansprüche wurden auf der S`Standl-Almhütte für uns mehr als bestens erfüllt. Und wenn wir nun mitleidsvolle Blicke entgegengeworfen bekommen, wenn unsere Gegenüber erfahren, dass wir in der Hütte keinen Strom hatten (außer für Licht), können wir nur lachen.

Für uns war es in diesem Jahr ein toller Mix aus Wanderurlaub (Blauer Tumpf, Gößfälle,  Faschauner Törl, Loibspitze, Reitereck und Elendtäler-Runde), Kultur (Kirchen im Maltatal einschließlich der „Micky Maus“, mittelalterliche Stadt Gmünd und Burg Hochosterwitz) sowie wundervollen Ruhetagen an und in unserer Almhütte. Das wir dann noch unheimlich nette Menschen wie z.B. Familie Pirker, Notburga Samrock, Sabrina Oberreßl, Karin und Walter kennen lernen durften, rundete diesen Urlaub dann auch noch ab.

Das geniale Wetter setzte allem natürlich noch die Krone auf. Somit können wir sagen, dass es wohl bislang einer unserer schönsten Almurlaube war; wenn nicht sogar der Schönste!

Dann war da ja auch noch die Tätigkeit als Almreporter. Das wäre eigentlich der richtige Traumberuf für uns. Leben auf Almhütten, die Bergwelt genießen, darüber schreiben und wohlmöglich anderen Menschen damit noch eine Freude machen. Das wäre eindeutig auch ein Beruf für uns. Es hat uns auf jeden Fall riesigen Spaß gemacht. Definitiv sind wir jeder Zeit für so etwas wieder zu haben.

Jetzt zehren wir aber noch von diesem tollen Urlaub auf „unser“ S`Standl-Almhütte und fangen bald schon wieder an, die Tage bis zum nächsten Almurlaub zu zählen (es sind übrigens noch etwa 320 Tage :-) ).


Hier noch ein paar Impressionen von unserem Urlaub auf der Alm.

"Unsere" S`Standl-Almhütte
der wunderschöne Blick aus dem Küchenfenster
Almgebiet Perschitz, auf dem Weg zur Loibspitze. (4. Tag)
Alpen-Aster
Gebirgsbach
Nils mit Wettergrenze.
Mannschild.
Udo am oberen Schwarzhornsee. (Tag 6)
Rechts der Faschauner Hof. Von dort stammt die Eva Faschaunerin. An ihr wurde bekanntlich der letzte Folterprozess praktiziert. Der Hof lag direkt unterhalb der S”Standl-Hütte. Geschichtsträchtiger kann man wohl kaum wohnen.
Abendrunde am Maltaberg mit Blick zu den Nockbergen.
Hundeleben auf der Alm. (Smatry)
Wir hatten aber eine Toilette (gesehen an der bewirtschafteten Kamerhütte am Maltaberg).
Die Alpenräter im Garten der S`Standl-Almhütte.

Tag 15: Abschied nehmen

 

Leider war es nun soweit. Die schöne S`Standl-Almhütte musste von uns geräumt werden. Konnten wir nicht einfach mal zu Hausbesetzern werden, um diesen schönen Ort vorläufig nicht verlassen zu müssen?? Leider NEIN!! In zwei Tagen warteten unsere Chefs schon wieder auf uns. :-(

 

Alles verstaut...
Letztmalig geht bei der Abfahrt der Blick ins Maltatal.

 

Sehr früh standen wir daher auf und feuerten zum letzten mal den Holzbadeofen und den Küchenofen an. Schweigend frühstückten wir. Die letzten Sachen wurden im Auto verstaut und die dann die Hütte abgeschlossen.


Das war`s - 14 Tage Traumurlaub auf unserer Traumhütte. Unser 22. Hüttenurlaub war zu Ende. Aber…der nächste Urlaub kommt bestimmt. Und der findet wieder in einer Almhütte statt. Unsere Devise zur Urlaubsgestaltung ist recht einfach: „Almhüttenurlaub oder gar kein Urlaub.“ Wir sind eben hüttensüchtig!

 

Wir wollen hoffen, dass im nächsten Jahr ein freier Termin für uns in der S`Standl-Almhütte zu bekommen ist; denn hier war es einfach super.

Bei Familie Pirker gaben wir schließlich noch den Schlüssel ab und wurden warmherzig verabschiedet.  

Jetzt lagen „nur“ noch knapp 900 Kilometer bis zu unserem Dorf Elleringhausen im schönen Hochsauerland vor uns, das wir 11 Stunden später erreichten.

Das ist Elleringhausen. In diesem Dorf wohnen wir die restliche Zeit des Jahres. Ist ja auch ganz schön, oder?

„Wir sind die Alpenräther und führen DICH interaktiv durch die Berge!"

 

 

Blick um 06:30 Uhr aus der Haustür.
Melnik-Wasserfall
Der Maralmbachfall

Tag 14: Kölnbreinspeicher

 

 

Auch am Tag vor der Abreise sollte uns das Wetter mal wieder nicht im Stich lassen. Wir nennen es einfach mal S`Standl-Almhütten-Wetter. Folglich weckte uns auch heute die Morgensonne vom wolkenlosen Himmel.

 

 

 

 

Früh standen wir mal wieder auf, um diesen Tag in vollen Zügen genießen zu können. Zum vorletzten Mal genossen wir vom Frühstückstisch unserer urgemütlichen S`Standl-Hütte das atemberaubende Panorama.

 

 

 

 

Dann machten wir uns auf den Weg zum Kölnbreinspeicher. Wie immer zeigten sich bei der Auffahrt einige schöne Wasserfälle. Wegen der Anhaltenden Trockenheit führten sie allerdings ungewohnt wenig Wasser.

 

Dort oben, auf knapp 2000 Meter Höhe ließ sich der heiße Tag gut aushalten. Gemütlich spazierten wir auf dem Uferweg bis zur Kleinelendbrücke und genossen die Blicke in die Gletscherwelt des Groß- und Kleinelendtales.

Blick über den Kölnbreinspeicher zum Kleineldental.
An der Gedenkstätte für die Verunglückten des Stauseebaus.
Andrea und Udo auf dem Uferweg.
Von der Kleinelendbrücke der Blick zurück.

 

Natürlich musste der höchsten Staumauer Österreichs auch noch ein Besuch abgestattet werden. Der Gang auf den Airwalk, mit seinem grandiosen 200 Meter - Tiefblick, gab dann auch noch den kurzen „Kick“. Als wir mal laut fragten, warum da Risse in der eingelassen Panzerglasplatte sind, hatten wir schlagartig genug Platz, um uns auf dem Airwalk umzuschauen ;-) (zwar gemein, aber funktioniert immer).

Die 200 Meter hohe Staumauer mit dem Airwalk.
Der Airwalk.
Waghalsige Konstruktion 200 Meter über dem Grund.
Vom Airwalk der Blick zum Vorbecken.

 

Auf dem Rückweg zur S`Standl-Almhütte genossen wir mal wieder eine Portion Eis. Mit ein wenig Wehmut saßen wir dann in unserm Garten, denn morgen Nachmittag konnten wir dort nicht mehr sitzen, sondern befanden uns auf der Autobahn mit Fahrtrichtung Norden. :-( Alles wurde nun herausgezögert, denn der Tag sollte bloß nicht enden. Zu vorgerückter Stunde begannen wir dann aber doch mit dem Packen und verstauten schon einige Sachen im Auto.

 

Tag 13: Nocky Mountains

Wieder einmal hatten wir wundervoll in den bequemen Betten der S`Standl-Almhütte geschlafen. Auch heute weckte uns die Sonne mal wieder vom wolkenlosen Himmel. An dieser Stelle muss mal erwähnt werden, dass wir so ein Wetter auch eindeutig verdient hatten. :-)

 

Heute zeigen wir mal ein Bild aus dem Westfenster der Küche, denn wenn man immer nur...
...Bilder aus dem Südfenster zeigt, platzt ihr nachher noch vor Neid! :-P

 

Für mich begann der Morgen gleich mit Anmachholz hacken. Das das hatte ich am Vorabend mal wieder vergessen. :-) Dann konnten die Öfen aber angeheizt werden.

Mit schönem Blick aus dem Fenster hinüber zu den Nockbergen, wurde dann gefrühstückt. Da wir ja täglich diesen fantastischen Blick auf die Nocky Mountains hatten, beschlossen wir kurzerhand, ihnen heute mal einen Besuch abzustatten. Ziel war die Nockalmstraße.

 

Blick hinab auf den Windebensee in den Nockbergen
Aus der Ferne schaut die Hochalmspitze hinüber zu den Nockbergen.
Am Wegesrand.
Blick in die Nockberge.

Diese Mautstraße führt mitten durch die Nockberge und bietet rechts und links des Weges viele Attraktionen, Wandermöglichkeiten und Aussichtspunkte.

Nachdem wir alles erkundet hatten, ging es zurück nach Gmünd, dem “Tor zum Maltatal”. Hier besuchten wir noch die Kalvarienbergkapelle mit der angrenzenden Gruft der Grafen Lodron.

 

Die Kalvarienbergkapelle.
Gruft der Grafen Lodron.
Die “Alpenraether” bei ihrer Abendrunde.

 

Die unbeschreibliche Hitze ließ uns aber recht schnell wieder hinauf zu unserer Almhütte „flüchten“. Im Garten wehte uns dann bei Kaffee und Kuchen ein lauer Wind um die Nase. So ließ es sich aushalten.

 

Am Abend machten wir dann noch einen ausgiebigen Rundgang am Maltaberg und waren wieder einmal fasziniert von der tollen Landschaft die uns umgab. Alles Eindrücke, die einem im Tal verwehrt bleiben.

Tag 12: Wir bekommen Besuch

Heute war ein besonderer Tag. Gegen Mittag hatte sich Frau Samrock bei unserer Vermieterin zur Hüttenkontrolle angemeldet. Als Frau Samrock erfuhr, dass wir als Almreporter zur Zeit die schöne S`Standl-Hütte bewohnen, war sie hellauf begeistert. War die Almreporter-Aktion doch ihre „Erfindung“. Als Begleitung hatte sich dazu noch Frau Oberressl vom Büro „Urlaub am Bauernhof“ angemeldet. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Frau Samrock für uns schon seit Jahren als „Hüttentesterin“ legendär ist. Auf ihr objektives Urteil, das sie zu den verschiedenen Hütten abgab, konnten wir uns immer blind verlassen. Aber…alles der Reihe nach.

Der Morgen begann wieder sonnig. Es wurde auch heute wieder früh aufgestanden, um die tolle Morgenluft zu genießen.

Das Frühstück fiel heute etwas kürzer aus, denn wir wollten zu unserem Lieblingsplatz laufen; dem Faschauner Törl. In gut einer Stunde wanderten wir daher von der S`Standl-Hütte hinauf zum Törl, dass wir ja bereits am dritten Tag schon einen Besuch abgestattet hatten.

Oberhalb unserer Hütte wanderten wir in Richtung “Faschauner Eck”. Die Wiesen sind von der anhaltenden Hitze schon ausgetrocknet.
Verlaufen unmöglich!!
Langsam wurde an Höhe gewonnen. Am Horizont taten sich auch schon wieder die Julischen Alpen auf.
Heute war es im hinteren Maltatal bewölkt.
Hier oben wehte heute ein kühler Wind.

 

Am frühen Morgen genossen wir dort wieder einmal das 2. Frühstück mit dem schönen Blick hinüber zur Hochalmspitze. Leider waren die Bergspitzen heute teilweise  mit Wolken verhüllt. Aber das war nun am 12. Tag erstmalig der Fall. Da kann man so etwas gerade noch ertragen. :-)

 

Kaum waren wir wieder an unserer Almhütte angekommen, erschien auch schon unsere nette Vermieterin Gerlinde Pirker in Begleitung der “Hüttentesterin” Notburga Samrock zusammen mit Sabrina Oberressl vom Büro „Urlaub am Bauernhof“.

Hocherfreut zeigte man sich über unsere Werbung für die Almreporteraktion an unserm Auto und den tollen Zeitungsbericht aus unserer Westfalenpost (siehe Tag 1).

Selbst bei unsere Visitenkarten machten auf unsere Almreporter Tätigkeit aufmerksam :-)
Unser Besuch in der hinteren Reihe: (v.l.n.r.) Frau Notburga Samrock (“Almhütteninspektorin”), Frau Sabrina Oberressl (Büro Urlaub am Bauernhof), Frau Gerlinde Pirker (unsere nette Vermieterin).

 

Es folgen gute Gespräche, bei denen wir wirklich viel Spaß hatten. Natürlich wurden auch noch Fotos für die Urlaub am Bauernhof Facebook Seite und den heutigen Tagesbericht gemacht.

Interessant war dann für uns, wie eine Hütte bei der Kontrolle „unter die Lupe“ genommen wurde. Neben der Sauberkeit und Ausstattung wurde auch auf Sicherheit großen Wert gelegt (Feuerlöscher, Brandmelder, Verbandkasten etc.).

Nach dem Austausch von Visitenkarten und Telefonnummern verließen uns die netten Damen auch schon wieder.

Besuch am schönen Steinachehof, dem Hof unserer Vermieter.

 

Wir mussten dann auch noch einmal ins Tal, um unseren letzten Einkäufe für diesen Urlaub zu erledigen. :-(

 

Auf dem Rückweg statteten wir noch unseren netten Vermietern auf ihrem schönen Steinacherhof einen Besuch ab, bei dem wir noch leckeren Kuchen essen durften.

 

 

 

Wenn man nachts mal aus dem Fenster der S`Standl-Almhütte schaut, könnte es so aussehen.
Hier unsere S`Standl -Hütte von der Ostseite beim Abmarsch zum Reitereck.
Unsere S`Standl – Hütte zusammen mit der Alm von Walter und Karin. Im Hintergrund der Bartlmann (2428 m).

Tag 11: Reitereck

 

 

In der Nacht war eine Kaltfront und Sturm über uns hinweg gezogen. Aber in der gemütlichen S`Standl-Almhütte konnte uns das Wetter nichts anhaben.

 

 

 

 

 

Am Morgen fing noch ein kräftiger Wind und es hatte sich deutlich abgekühlt. Der Wind hatte die Wolken über dem Maltatal aber auch weggeblasen.

Hier haben wir das Almgebiet “Faschaun” schon durlaufen und blicken zurück.
Pause im Maltinger Alpl vor der Glockwandscharte. Das Reitereck ist rechts zu sehen.

 

 

Es war eindeutig Wanderwetter für unsere Königstour. Früh ging es daher aus den Betten. Nach dem Frühstück starteten wir unsere Wanderung direkt an der Hütte. Zunächst ging es hinauf in die Faschaun, ein schönes Almgebiet.

 

 

 

 

 

 

Weiter ansteigend erreichten wir dann das Maltinger Alpl. Hier schlug unser Herz durch die Blumenpracht der unzähligen Bergblumen höher.

Arnika mit Glockwandscharte im Hintergrund.
Blumenvielfalt im Maltinger Alpl.
Alpen Küchenschelle in der Fruchtreife.
Ochsnerhütte vor der Südwand des Reiterecks (ganz rechts ist der Gipfel), wo wir noch hinauf wollten.
In der Lasörnscharte. Toller Blick in südliche Richtung. Zu Füßen das Maltinger Alpl mit der Ochsnerhütte. Am Horizont die Karawanken und Julischen Alpen.
Zum Gipfel waren es aber noch knappe 300 Höhenmeter.

Unser erstes Tagesziel, das Reitereck, überragte uns zu diesem Zeitpunkt noch um gut 700 Meter. Vorbei an der Ochsnerhütte (2195 m) ging es nun steil hinauf zum Gipfel des Reiterecks (2790 Meter), den wir nach eine Gesamtlaufzeit von 3,5 Stunden erreichten.

 

Mit Ankunft am Gipfelgrat ging der Blick natürlich sofort in Richtung Hochalmspitze, Ankogel- und Reißeckgruppe.
Nils am Gipfelgrat kurz vor Erreichen des Gipfelkreuzes.
Udo auf dem Reitereck.
Schwenk über Faschaun und Maltainer Alpl. Dahinter das Faschauner Eck (2612 m), dass wir bereits im Vorjahr bestiegen hatten. Dem schließt sich nach rechts die Glockwandscharte und das Reitereck (2790 m) an. Am äußersten rechten Bildrand die Lasörnscharte.
Die Chefin in Action. Gleich gibt es vorzügliches Essen. Danke Andrea!!!

1300 Höhenmeter hatten wir schon bewältigt. Der Ausblick von dort oben war beeindruckend. Leider hielten sich im Norden hartnäckig Wolken. Nach der ausgedehnten Gipfelrast, genießen des Panoramas, Stempel ins Tourenbuch drücken und Eintrag ins Gipfelbuch (mit „unserem“ Spruch) stiegen wir zur Scharte zwischen Reitereck und Wandspitze ab. Jetzt folgten wir dem Wegweiser in Richtung Torscharte, die wir mit einem erneuten, zwischenzeitlichen Gegenanstieg dann auch erreichten.

Beim Abstieg zur Torscharte bot sich unter anderem ein wundervoller Blick in die Nockberge. Der weitere Abstieg erfolgte über die Kramerhütte bis hinab zu unserer so lieb gewonnenen S`Standl-Almhütte. Nach 7,5 Stunden wandern wurden die müden Knochen erst einmal im Garten ausgeruht.

Nach dem Anheizen des Küchenofens bereitet uns Andrea erst einmal eine ordentliche, leckere Nudelspeise. Natürlich stand auch Karten spielen wieder auf dem Programm. Müde und zufrieden ging es dann aber ins Bett.

Burg Hochosterwitz, wir kommen!

Tag 10: Burg Hochosterwitz

Heute wollten wir unserer S`Standl-Almhütte mal für ein paar Stunden adé sagen und uns das Wahrzeichen Kärntens, die Burg Hochosterwitz, ansehen. Früh standen wir daher auf und feuerten den Holzbadeofen und Küchenofen an, denn wir wollten auch früh an der Burg sein. Nach dem Frühstück verließen wir gegen 08:00 Uhr die Alm und machten uns auf den Weg. Dieser Burgbesuch war schon Jahre vorgesehen, aber die 100 Kilometer Entfernung schreckten uns dann doch immer wieder ab. Aber nicht an diesem Tag.

Bei wolkenlosen Himmel erreichten wir die imposante Burganlage. Nur wenige Besucher hatten um diese Zeit schon zur Burg gefunden. Bei über 30 °C liefen wir durch die 14 Burgtore zur Burg hinauf. Die Besichtigung der ganzen Tore und der Hochburg war wirklich ein tolles Erlebnis.

 

Durch das erste der 14 Tore, dem Fähnrichtor, betraten wir die imposante Burganlage. Im Hintergrund schon das Wächtertor (Tor 2).
Andrea und Nils vor dem Löwentor (Tor 5).
Nach dem Brückentor (Tor 12) waren wir der Hochburg schon sehr nahe gekommen.
Blick über den Burggarten und die Burgkirche hinweg in die schöne Landschaft Kärntens.
Noch war Ruhe im Burghof.
Hier mal ein Blick in unsere Küche der S`Standl – Almhütte...
...mit Blick hinaus in das Maltatal, wo der Regen auch schon wieder nachgelassen hatte.

 

Als dann langsam der Besucherstrom einsetzte, sehnten wir uns aber schnell nach unserer ruhigen, schönen und gemütlichen Hütte zurück. Kaum trafen wir an der S`Standl-Almhütte wieder ein, zog eine Gewitterfront über uns hinweg.

 

 

Bei einer Runde Rommé lauschten wir dem Donnergrollen und machten es uns bei Kaffee und Kuchen in der Hütte so richtig gemütlich. Immer wieder ging der Blick dabei hinab in das Maltatal, das gut 900 Meter unter uns lag.

 

Der Regen hatte übrigens keine 30 Minuten angehalten. Nach dem Kurzen Schauer war die Luft sehr klar und ließ eine tolle Fernsicht zu. Der 60 Kilometer entfernte Gipfel vom slowenisch / italienischen Grenzberg Mangart (2677 m) wirkte zum Greifen nahe.

Nach dem Regen war die Luft ganz klar...
...und die Julischen Alpen, die immerhin 60 Km entfernt lagen, waren klar erkennbar. Auffällig hier der Gipfel vom Mangart.

Tag 9: bislang heißester Tag des Jahres

Blick vom Bett ins sonnige Maltatal.
Frühstücken von unserem Landschafts-Logenplatz.
Unsere S`Standl-Hütte mit ihrem gemütlichen Garten.

 

 

Im Tal sollten die Temperaturen heute Rekordwerte bis an die 40 °C erreichen. Wieder einmal sind wir froh nicht im Tal zu wohnen und uns das antun zu müssen.Hier oben ist es schließlich etwa 10°C „kälter“ und dazu geht immer der leichte Wind.

 

 

 

 

Bei diesen Temperaturen und der Sonne, die uns vom wolkenlosen Himmel den ganzen Tag begleitete, verzichten wir erneut auf eine Wanderung. Wir "gammelten" im Garten unserer S´Standl Almhütte.

 

 

Nils und Smarty in unserem Garten.

 

Unsere beiden Hunde waren uns für diese Entscheidung bestimmt auch dankbar. Sie versuchten auch ohne Wandern den ganzen Brunnen auszusaufen. Mit den zwei Vierbeinern gibt es auch rund um die Hütte genug zu entdecken.

 

Durst...
Sa-ran hatten einen Schattenplatz zum Knochen kauen gefunden.

 

Da derzeit auch keine Kühe auf der Alm sind, können sie auf den Almwiesen schön toben. Bei den kleinen Runden im Hüttenbereich musste mal wieder so manche Blume als Fotomotiv herhalten.

 

Königskerzen
Arnika (geschützt).

Immer wieder zog es uns aber wieder zu unserer gemütlichen S`Standl AlmHütte zurück. Karten wurden natürlich auch wieder gespielt und „Vier gewinnt“ war heute auch angesagt.

Auch zum lesen der mitgebrachten Bücher war heute genug Zeit.

 

Das war einfach mal ein richtiger Gammeltag, da hatte ich selbst zum fotografieren nicht die richtige Lust.

Udo beim schreiben seines Hüttentagebuches im Garten der S`Standl-Hütte.
Rechts ist die Maus zu sehen.

Tag 8: Hitzefrei

Über das Wetter wollen wir uns wirklich nicht beschweren. Auch der 8. Tag auf unserer S`Standl-Almhütte begann wieder wolkenlos und enorme Temperaturen wurden wieder gemeldet. Zum Wandern war es eindeutig zu heiß.

 

Aber an unserer Hütte auf gut 1500 Metern Höhe lässt es sich bei dem leichten Wind immer gut aushalten. Uns treibt ja auch keiner. Wir genossen folglich unser ausgiebiges Frühstück im Garten der Hütte und die Freiheit, die so ein Hüttenurlaub einfach mit sich bringt.

Am Nachmittag ging es dann doch ins Tal. Zunächst wurde die legändere “Micky Maus vom Maltatal” , die sich an der Pfarrkirche Maria Hilf befinden sollte, gesucht. Sie hatte ja weltweit für Aufsehen gesorgt, als sie 2002 bei Restaurierungsarbeiten freigelegt wurde.

Und tatsächlich, an einem riesigen Fresko aus dem 13. Jahrhundert, das den heiligen Christopherus zeigt, war die 700 Jahre alte Maus erkennbar. Unglaublich!

 

 

Dann ging es aber weiter. Die wundervolle, mittelalterliche Stadt Gmünd, die so zu sagen das “Tor zum Maltatal” darstellt, lockte mit ihren tollen Gebäuden und Gassen.

Das “Untere Tor”, die Einfahrt in die schöne Altstadt.
Café am Hauptplatz
Altstadtgasse
Einfach nur gemütlich in diesem Städtchen.
Blick vom Eva Faschaunerin-Museum hinauf zur alten Burg.
Die geteilte Kirche am Kreuzbichl. Wohl einmalig auf der Welt, dass eine Straße mitten durch die Kirche führt.
Ohne Worte
Rommé spielen am Abend muss einfach sein.

 

 

Auch die geteilte Kirch am Kreuzbichl wurde noch aufgesucht. Unter anderem schritten an diesem Kirchlein früher die zum Tode verurteilten Delinquenten, auf ihrem letzten Weg zum Galgenbichl (der Richtstätte), vorbei. Wir sind vorsichtshalber mal nicht zum Galgenbichl gegangen. :-)

 

 

 

So schön dieses Städtchen auch ist, der Aufenthalt war wegen der enormen Hitze nur kurz. Nach dem Verzehr einer großen Portion Eis ging es schnell zurück auf den Berg, zu unserer Hütte.

 

 

Da saßen wir wieder im Garten und genossen mal das schöne Panorama. Wer will da noch wandern?? Wir an diesem Tag nicht!!

 

 

Dafür wurde der Grill mal wieder angeworfen...

 

 

 

...und reichlich Karten gespielt. :-)

 

 

Am Abend besuchten uns dann Walter und Karin von der Nachbarhütte. Neben Villacher Bier, das wie die anderen Getränke auch in unserem Brunnen herrlich gekühlt werden konnte, gab es heute noch leckeren Zirbenschnaps. So erreichten wir auch heute die nötige Bettschwere. :-)

 

Unser Getränkekühlschrank - immer gut gefüllt :-)

Tag 7: Ruhetag auf der Alm

 

Die anstrengende Wanderung vom Vortag ließ uns heute ein wenig länger im Bett bleiben. Doch wenn man vom Bett durch das Fenster in den blauen Himmel schaut und die Berge schon wieder in der Morgensonne strahlen, hält es einem doch nicht mehr im Bett.

 

Unsere S`Standl-Almhütte in der Morgensonne. Schaut sie nicht gemütlich aus?
Andrea beim aussichtsreichen Morgenspaziergang mit unseren Hunden.
Keine 10 Minuten von der Hütte entfernt, bietet sich dieser Blick auf Hochalmspitze...

 

 

 

Wie immer wurde auch heute zuerst der Holzbadeofen und der Küchenofen angefeuert. Bis das Wasser heiß war, machten wir einen Morgenspaziergang mit unseren Hunden.

 

 

 

 

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich hier oben die Aussicht ändert. Schauen wir von unserer Hütte auf die Nockberge, Karawanken und Julischen Alpen, sehen wir schon nach 10 Minuten auf unserem Spaziergang die vergletscherten Hohen Tauern mit der Hochalmspitze.

 

Zurück an der Hütte folgte ein zünftiges Frühstück. Anschließend kümmerte ich mich mal wieder um „neues“ Anmachholz.

Es folgte ein gemütlicher Tag an der Hütte mit Lesen, Kartenspiel, Sonnenbad und Blumenfotografie…….und das alles bei grandioser Aussicht. Übrigens lässt sich bei dem stetigen, leichten Wind die Hitze hier oben viel besser ertragen.

Nils hat den perfekten Logenplatz hier oben gefunden. :-) Beneidenswert!
Pfauenauge auf einer Waldwitwenblume
Glockenblume
Frühlingsenzian
Kriech-Nelkenwurz (Petersbart) in der Blüte
Kriech-Nelkenwurz hier schon mit Fruchtperücke (Petersbart)
Blauer Speik (geschützt)
Zu Besuch bei unseren unheimlich netten Nachbarn Walter und Karin.

 

Am Abend wurden wir noch von unseren einheimischen, netten Nachbarn Walter und Karin auf ein (zwei :-P ) Bier an ihrer Hütte eingeladen. Mit einer leckeren Speck- und Käseplatte wurden wir auch noch kulinarisch von ihnen verwöhnt.

Bis in den späten Abend saßen wir bei guten Gesprächen vor ihrer Hütte und beobachten Gewitter, die über die Karawanken zogen.

Früh am Morgen leuchteten die Kalkgipfel der Julischen Alpen schon in der Morgensonne.

Tag 6: Elendtäler-Runde

 

Schon um 06:00 Uhr sahen wir den strahlend blauen Himmel durch die Fenster unserer S`Standl-Hütte. Die Julischen Alpen leuchteten in der Morgensonne.

 

Was für ein Tagesbeginn! Schnell wurde das Duschwasser und Kaffeewasser erhitzt und die Rucksäcke gepackt. Nach dem Frühstück verließen wir unser Idyll und starteten um 08:00 Uhr am Kölnbreinspeicher unsere gewaltige Tageswanderung.

 

Um 08:00 Uhr starteten wir am Kölnbreinspeicher.
Auf dem Uferweg ging es erst ins Großelendtal.
Kurz vor der Osnabrücker Hütte. Im Hintergrund die Nordhänge der Hochalmspitze mit dem Großelendkees.

 

In knappen zwei Stunden wanderten wir zunächst auf dem Uferweg zur Osnabrücker Hütte. Dann ging es auf einem Steig hinauf Wasserfall des Fallbaches (nicht mit dem großen Fallbach-Wasserfall im Tal zu verwechseln) und weiter über den Fallboden in Richtung Zwischenelendscharte.

 

Die erste Steilstufe musste am Wasserfall des Fallbaches überwunden werden.
Rast am Fallboden, oberhalb des Wasserfalls.

 

Hochalmspitze und Ankogel zeigten sich dabei mit ihren Gletschern immer in der Sonne. Vorbei ging es an den zwei Schwarzhornseen, bis wir gegen 13:00 Uhr nach Überqueren mehrere Schneefelder, die Zwischenelendscharte in einer Höhe von 2676 m erreichten.

 

Der untere Schwarzhornsee wurde kurz zuvor passiert. Er war noch teilweise vereist. Von einem Sprung ins kühle Nass wurde abgesehen. :-)
Kurz vor dem Erreichen der Zwischenelendscharte mussten noch Schneefelder gekreuzt werden.
Blick von der Zwischenelendscharte über den Oberen Schwarzhornsee zur Hochalmspitze.

 

Es folgte ein anstrengender, geröllreicher Abstieg in das schöne Kleinelendtal mit seinen imposanten Gletscherwänden.

 

Steiler Abstieg auf teilweise losem Geröll im Kleinelendtal. Über uns das Kleinelendkees.
Am Talboden des Kleinelendtales angekommen. Im Hintergrund der Große Hafner.
Kuhdemo auf unserem Wanderweg.
Wieder am Uferweg angekommen. Jetzt war es nicht mehr weit...

 

Nach knapp 8 Stunden war die Wanderung beendet und unsere Alm wurde wieder angesteuert. Hier genossen wir dann im Garten beim Abendessen den Blick ins Tal bis zum Sonnenuntergang.

 

Abenddämmerung an unserer S`Standl-Hütte
Blick am Morgen aus dem Küchenfenster.
Smarty
Sa-ran
Wolken bei unserer Morgenrunde, ein ganz neues Gefühl.
Frühstück im Garten.

Tag 5:

 

Man glaubt es kaum, aber am heutigen Morgen waren Wolken am Himmel.

 

 

Nach dem Anfeuern der Öfen (frisches Anmachholz hatte ich ja am Vorabend gehackt) und Duschen, erkundeten wir erst einmal mit unseren Hunden Smarty (Labrador-Rüde) und Sa-ran (Tibet Apso-Rüde) neue Wege im Bereich unserer Hütte.

 

 

Mit toller Aussicht wurde dieser Spaziergang belohnt. Zurück an der S`Standl-Almhütte zeigte sich auch schon wieder die Sonne und wir frühstückten vor der Hütte.

 

 

Da für heute Nachmittag kräftige Gewitter angekündigt wurden und unsere Vorräte langsam zur Neige gingen, fuhren wir zum Einkaufen ins Tal. Ein Einkauf muss als Almhüttenbewohner gut durchdacht sein. Wer hat schon Lust nach der Rückkehr auf der Alm die 900 Höhenmeter wieder ins Tal zu fahren, nur weil das Brot vergessen wurde? Wir haben an diesem Tag übrigens nichts vergessen. :-)

 

Zurück an der Hütte konnten wir das rege Treiben der Bergbauern bei der Heuernte beobachten. Heute war richtig was los auf den Feldern und Wegen.

 

Vor und nach dem Abendessen wurden wieder reichlich Karten gespielt. Diese Zeit nimmt man sich zu Hause viel zu wenig. Gut, dass es hier kein Fernsehen gibt. Die gemeldeten Gewitter blieben übrigens aus. Mit der Wanderplanung für den nächsten Tag ging auch dieser schöne Urlaubstag wieder zu Ende.

 

P.S. Heute sprachen wir mit Urlaubern, die ebenfalls einen Hüttenurlaub am Maltaberg machten. Als sie erfuhren, dass wir zur Zeit die S`Standl-Almhütte bewohnten, wussten sie sofort, dass wir die Almreporter sind. Das hatten sie vor ihrem Urlaubsbeginn noch auf der Internetseite von www.urlaubaufderalm.com gelesen.

Blick gegen 06:00 Uhr aus dem Schlafzimmerfenster.
Pause am Faschauner Törl mit Blick in die Ankogelgruppe.
Links die Ankogel-, rechts die Hafnergruppe. Unser Tagesziel ist auch schon am rechten Bildrand zu sehen.

Tag 4: Loibspitze

 

Ich möchte niemanden langweilen, aber auch der heutige Tag begann wieder mit strahlendem Sonnenschein und wir genossen das Frühstück mit dem tollen Ausblick ins Maltatal.

 

 

 

Selbst die Julischen Alpen (sowohl slowenische als auch italienische Gipfel) konnten wir von unserer S`Standl – Almhütte ausmachen. Das war der perfekte Tag für eine Vater-Sohn-Wanderung.

 

 

An der Hütte ließen wir Andrea und die Hunde zurück und liefen wieder hinauf zur bewirtschafteten Kramerhütte. Nach gut einer Stunde passierten wir erneut das Faschauner Törl mit seiner wundervollen Aussicht.

 

 

 

Wie bereits am Vortag, legten wir hier vis-à-vis der Hochalmspitze eine Brotzeit ein. Weiter ging es dann in das schöne Almgebiet „Perschitz“, wo wir an der Mitterberger Alm eine interessante Beobachtung machen konnten.

 

Nils im Almgebiet Perschitz.
Von der Perschitz zeigt sich sich unser Ziel, die Loibspitze.
Butterfass mit Wasserradantrieb an der Mitterberger Alm.

Hier wurde gerade Butter gemacht. Das Butterfass war über eine Welle mit einem Wasserrad verbunden und wurde so angetrieben.

 

Dieses Bild soll die Steilheit des Anstieges zeigen. Rechts ging es hinauf.

 

Dann folgte ein einstündiger, steiler Aufstieg zum Gipfel der Loibspitze, der mit einer grandiosen Aussicht belohnt wurde.

 

In unser Tourenbuch drückten wir natürlich den Gipfelstempel und trugen uns in das Gipfelbuch ein. Es folgte eine ausgiebige Gipfelrast.

Udo am Gipfel der Loibspitze. Im Hintergrund die Hochalmspitze.
Von der Loibspitze geht hier die Blick gute 1400 Meter in die Tiefe. Im Hintergrund die Ankogelgruppe.
Nils auf der Suche nach neuen Zielen. Im Hintergrund das Reitereck, das in diesem Urlaub auch noch bestiegen werden soll.
Schönheiten am Wegesrand.

 

Übrigens…..wer einmal in einem Gipfelbuch den folgenden Spruch findet, kann davon ausgehen, das wir bereits da waren:

„Ehre sei Gott, dem Schöpfer der Welt,

 

dass er die Berge so hoch hat gestellt.

 

Damit tut er seine Weisheit kund,

 

damit nicht jeder Lumpenhund,

 

womit die Täler so reichlich gesegnet,

 

hier oben dem fröhlichen Bergwanderer begegnet.“

 

 

Es folgte der Abstieg und der lange Rückweg zu unserer Hütte, wo wir nach insgesamt 7 Stunden und knappen 1000 Höhenmetern wieder eintrafen.

 

 

Die müden Knochen mussten allerdings noch ein wenig auf eine Pause warten.Ich hatte am Vorabend vergessen Anmachholz zu hacken. Also wurde diese „Arbeit“ dann auch erst noch erledigt. Nach einer ausgiebigen Dusche wurden wieder einmal die Karten gemischt.

 

Udo beim Anmachholz hacken.


Egal, wie Andrea und ich uns anstrengten. Wir hatten heute immer das Nachsehen. Nils gewann ein Spiel nach dem Anderen. Bei dem herrlichen Wetter wurde auch heute wieder der Grill angezündet. Leckere Steaks hatten wir uns heute auch wirklich verdient. Spät am Abend ging es dann müde ins Bett.

Nils saugt die wundervolle Landschaft förmlich in sich auf.
Vorbei geht es an der Kramerhütte.
Blick auf die Tendelspitze, die bereits in der Reißeckgruppe liegt.
10 Minuten vor dem Ziel geht der Blick hinab ins vordere Maltatal.

Tag 3: Faschauner Törl

 

 

Vogelgezwitscher und das Plätschern des Brunnens weckt uns gegen 06:30 Uhr. Der Blick aus dem Schlafzimmerfenster unserer S´Standl-Almhütte lässt uns wieder einen tollen Tag vermuten.

 

 

 

Wolkenloser Himmel; es kann nur ein schöner Tag werden. Also.....Holzbadeofen anfeuern, Küchenofen anfeuern und Wasser aufsetzen, denn so ein toller Morgen muss genutzt werden.

 

Nur unsere Hunde sehen dass ganz anders. Scheinbar genießen sie die gute Atmosphäre der Hütte für einen absoluten Tiefschlaf.

 

 

Nach einem kurzen Frühstück wird der Rucksack gepackt. Direkt von der Hütte laufen wir los und passieren nach etwa 15 Minuten die bewirtschaftete Kramerhütte, an der man auch gut zu Mittag oder Abend essen kann.

 

 

Wir folgen der Beschilderung „Faschauner Törl“; unserem Ziel. Nach einem kurzen Gefällestück, geht es in angenehmer Steigung den bewaldeten Berghang hinauf.

 

 

Zeitweise bieten sich dabei immer wieder geniale Blicke ins vordere Maltatal.

 

Nach gemütlichen 90 Minuten ist das Faschauner Törl erreicht. In Gesellschaft der schneebedeckten Hohen Tauern schmeckt nun ein ausgedehntes zweite Frühstück viel besser. Das sind die Momente, bei denen man alles um sich herum vergisst. Froh sind wir, dass wir so weit oben wohnen und eine solche Aussichtsloge in kurzer Zeit erreichen können.

 

Am Faschauner Törl- Wolkenloser Himmel; die Hochalmspitze direkt gegenüber.
Udo beim Blick in den Gößgraben mit dem Säuleck (rechts der Bildmitte), das er bereits 2006 bestiegen hat.
Der Gößgraben. Das Faschauner Törl ist wirklich ein Logenplatz erster Klasse.
Auch Pilze erweisen sich als Fotomotiv.

 

Zurück an unserer wundervollen S´Standl-Hütte rasten wir jedoch nicht lange. Am Nachmittag wandern wir noch die Gößfälle hinauf. In der wildromantischen Granitschlucht stürzt sich der Unterlauf des Gößbaches über mehrere Felsstufen, durch Gumpen und einem beeindruckenden Wasserfall in die Tiefe. Sehenswert ist hier auch die Hängebrücke am Ende des Weges.

 

Der untere Gößfall.
Der Gößbach tief in der Schlucht.
Nils blickt hier zum mittleren Gößfall.
Der obere Gößfall.
Wassermassen fallen hier in einen Gump (Strudeltopf).
Auf dem Rückweg von den Gößfällen.
Blick aus der Haustür unserer S`Standl-Almhütte.

 

 

Der Abend wurde wieder im Garten der S´Standl-Hütte bei Sonnenschein, Grillenzirpen und Kartenspiel genossen.

Tag 2: Blauer Tumpf

Von der Sonne wurden wir geweckt und es begann die morgendliche Almhüttenroutine. Holzbadeofen anfeuern, um warmes  Duschwasser zu haben und Küchenofen anfeuern, um Kaffeewasser zu kochen. Strom gibt es hier oben nur für das Licht. So etwas sollte man natürlich wissen, wenn man seinen Urlaub auf der Alm genießen will. Und wir wissen das, wir wollen das und wir mögen das. Es ist schließlich unser 22. Hüttenurlaub!

 

Der Duft des frisch aufgesetzten  Kaffees erfüllt die Hütte bis in den letzten Winkel und bei grandioser Talsicht schmeckt das Frühstück richtig gut. Vogelgezwitscher, das Zirpen der Grillen und das Plätschern unseres Brunnens begleitet uns beim Frühstück. Aus dem Tal kann man die Kirchenglocken gerade noch wahrnehmen. Idylle, wie wir sie Jahr für Jahr genießen.

 

Blick von unserer Almhütte hinab ins Maltatal. Na, werdet ihr langsam neidisch? :-)

 

Den Urlaub lassen wir auch ganz ruhig beginnen. Nur ein kleiner Ausflug steht heute auf dem Programm. Verbunden mit einer kleinen Wanderung geht es zum „Blauen Tumpf“. Der Wasserlauf der Malta hat hier im Laufe der Jahrtausende den Fels rundlich ausgefräst und erinnert an eine große Lagune (allerdings mit eiskaltem Wasser).

 

Andrea mit Smarty, unserem Labrador, auf dem Weg zum Blauen Tumpf.
Der Blaue Tumpf. Die Malta fällt als kleiner Wasserfall in diesen Kessel.
Andrea mit Sa-ran, unserem Tibet Apso, am Blauen Tumpf.
Familienbild unserer kleinen Familie am Blauen Tumpf. Andrea, Udo, Nils und unsere Hunde Sa-ran und Smarty. Wir sind die Apenräther!

 

Zurück an unserer schönen S`Standl - Almhütte stand dann erst einmal ein Sonnenbad an, bevor wir den Abend beim Grillen und Karten spielen ausklingen ließen. Schön, wenn man kein Fernsehen hat, da können wieder stundenlang Gesellschaftsspiele gespielt werden. Das kommt zu Hause viel zu selten vor. Aber hier hat man die Zeit.

 

Nils beim Sonnenbad im Garten.
Blumenschmuck vor einem unserer Küchenfenster.
Hauswurz blüht in unserem Almgarten.
Der Grill wurde heute "nur" mit Würstchen bestückt. Ohhhh...ungleiche Hitze; da müssen schnell die Würstchen gewendet werden. :-)

Tag 1

 

 

Am Tag unserer Abreise nach Kärnten berichtete bereits die hier erscheinende Westfalenpost über unsere Tätigkeit als Almreporter. Eine ¾  Seite war es der Redaktion wert, über diese ungewöhnliche Aktion von Urlaub am Bauernhof zu berichten. Toll!

 

 

 

 

Unser Auto wurde natürlich auch noch würdig ausgestattet, damit die Almreporter-Aktion auch ins Land getragen werden konnte.

Dann ging es los. Knapp 900 Kilometer reisten wir an, um in das gemütliche Maltatal zu gelangen.

 

 

 

Es war uns schon aus zwei zurückliegenden Urlauben bestens bekannt. Hoch am Maltaberg wartete die freundliche Familie Pirker schon an ihrem "Steinacherhof" auf unser Eintreffen.

 

 

 

 

 

Nach der Schlüsselübernahme ging es weiter den Berg hinauf, bis wir unsere S`Standl-Almhütte erreichten. Bewusst war diese Alm ausgewählt worden. Neben der sonnigen Lage bietet sie nämlich einen faszinierenden Blick ins Tal.

 

 

 

 

Familie Pirker hatte uns zur Begrüßung ein Käse-Speck-Wurst-Brett, Marmelade und ein Brot bereit gestellt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie lecker das alles schmeckte.

 

 

 

 

Nach dem Beziehen der Hütte wurde der Grill angeworfen. Steaks und Kaskrainer warteten auf ihre Zubereitung. Nach zwei Bier war dann auch schon die nötige Bettschwere erreicht und zufrieden vielen wir in den gemütlichen Betten in den Schlaf.