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Wer ist der "Palmesel"?

Nach guter, alter Tradition besucht man den Sonntagsgottesdienst am Palmsonntag mit einem selbst gebundenen „Palmbuschen“. Der geweihte Palmbuschen wird dann im Herrgottswinkel oder am Feld aufgestellt, um Haus und Hof in diesem Jahr vor Unwetter und Unheil zu schützen.

Übrigens: In Kärnten gibt es den witzigen Brauch, jenem Kind, das an bestimmten Tagen der Osterwoche jeweils zuletzt aufsteht, einen scherzhaften Titel zu verleihen. Am Palmsonntag ist’s etwa der „Palmesel“. Also rechtzeitig aus den Federn Kinder und den selbstgemachten Palmbuschen nicht vergessen!

Palmbuschen selber binden!

Was man dazu braucht?

1 Holzstab, etwa 1m bis 1,20 m lang, Buchsbaum, Thuja, Eibe oder andere immergrüne Zweige, Weidenzweige, Bindedraht

Und so wird’s gemacht:

Aus den immergrünen Zweigen und den Weidenzweigen wird ein hübsches, etwa 20 cm hohes Sträußchen gebunden. Dieses Sträußchen wird mit Bindedraht am oberen Ende des Stabes befestigt. Von oben nach unten wird nun fest und gleichmäßig mit etwas 10 cm langen Zweigen schuppenartig die Hälfte des Stabes umwickelt. Man kann den Palmbuschen noch beliebig mit ausgeblasenen Ostereiern oder bunten Schleifen verzieren.

 

Quelle: Woll, Johanna; Merzenich, Margret; Götz, Theo: „Alte Festbräuche im Jahreslauf“, Verlag Eugen Ulmer, Ulmer Taschenbuch 56, Stuttgart 1991, S. 38