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Mariä Lichtmess – ein stimmungsvolles Fest im Jahreskreis

Mariä Lichtmess
Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon


Biblische Herkunft - Lukasevangelium

Vierzig Tage nach der Geburt Jesu begaben sich Maria und Josef in den Tempel. Nach jüdischem Brauch sollte eine Segnung die Frau von der Niederkunft reinigen. Die Opferdarbringung von zwei Tauben galt als Auslöse für den erstgeborenen Sohn, der dem Glauben nach Gott gehörte. Während der Darstellung des Kindes im Tempel erkannte der Prophet Simeon in Jesu Gottes Sohn und besang das Kind mit den Worten "ein Licht, zu erleuchten die Heiden", woran die heutige Bezeichnung "Lichtmesse" erinnern soll.


Historische Tradition der Bauernhöfe

An Lichtmess wurde der Jahresbedarf an Kerzen geweiht. Die gesegneten Kerzen sollten vor allem in der dunklen Jahreszeit das Gebetbuch beleuchten, oder als "schwarze Wetterkerzen" Unwetter abwehren. Als "Schlenkeltag" war Lichtmess ein wichtiger Termin für Dienstboten: an Lichtmess wurde der Jahreslohn ausgezahlt und oft der Dienstherr gewechselt. Die Bauernhöfe erwachten aus dem Winterschlaf.


Brauchtum heute

Noch heute wird Mariä Lichtmess in vielen Regionen Österreichs mit stimmungsvollen Lichterprozessionen, Räucherritualen, Hofsegnungen und Gottesdiensten gefeiert. Die Kerzen für den Jahresbedarf werden als Symbol für das Licht Gottes geweiht und sollen noch heute Haus und Felder bei Gewitterstürmen beschützen.
Der 2. Februar ist deshalb auch ein Wetterlostag, um den sich zahlreiche Bauernregeln ranken. Wer bereits von sonnigen Frühlingstagen träumt, sollte sich für Mariä Lichtmess besser nebeltrübe Stimmung wünschen, denn: "Wenn's an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit!"

 

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