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Winter
Österreich
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Ein Erlebnis für alle Sinne - die bäuerlichen Weingärten

Bei einem Urlaub auf einem der urigen oder auch modernen Winzerhöfe wird der Genuss großgeschrieben – das merken wir schnell, als wir mit dem Bauern durch den Weingarten, entlang der Rebstöcke spazieren. Immer wieder dürfen wir dabei von den süßen Weintrauben kosten. Der Winzer Gustav erklärt uns, welche Trauben er bei der Lese bevorzugt. Er hat einen kleinen Korb mitgebracht, indem ein paar Käse-Spießchen, ein Laib Bauernbrot, 3 Weingläser und eine Flasche seines einzigartigen Schilchers liegen. Nachdem wir erste Eindrücke gewinnen konnten, schenkt uns der Weinbauer ein Achterl ein. „Zuerst am Wein riechen, dann das Glas ein wenig schwenken und anschließend einen Schluck vom Schilcher nippen“, erklärt er uns beim Verkosten. Unglaublich fruchtig und frisch schmeckt der Schilcher vom Gustav – einfach herrlich. „Dieser Wein wird aus der blauen Wildbachtraube gekeltert, ein Vorgang, bei dem die Trauben zur sogenannten Maische zerquetscht werden. Daher ist der Schilcher ein steirisches Unikat“, erklärt uns der Winzer. Plötzlich hören wir ein heimeliges Klappern. Als wir aufblicken, zeigt der Gustav auf das Windrad, ca. 30 Meter von uns entfernt. „Das nennt man bei uns „Klapotetz“ – das ist ein Windrad, das die Vögel von den reifen Trauben fernhalten soll“, so der Winzer.



Die 4 Jahreszeiten des Winzers

Als uns der Gustav in seinem Weinkeller von der Winzerarbeit erzählt ,wird uns erst bewusst, wie viel Arbeit hinter dem Wein steckt. „Wenn die Rebe zu Beginn des Sommers blüht, hoffe ich immer auf eine regenfreie und nicht zu kalte Zeit. Weinreben brauchen viel Wärme und Sonne“, erzählt er. Im Spätsommer gegen Herbst beginnt die Lesezeit, in der fleißige Hände mit kleinen Zangen die Trauben von den Reben nehmen. Im Spätwinter werden die Reben am Stock geschnitten und an die Drähte gebunden. Nachdem im Frühjahr die Blätter erscheinen, kommen auch die Blüten hervor, aus denen die Trauben erwachsen. Es gibt unzählig viele Weinsorten. Einige dienen als Tafelobst zum Essen. Die meisten Trauben aber kommen in die Presse, manche auch in die Maische, um danach süßen Traubensaft zu erhalten. Wird der zuckerhaltige Traubensaft in den Fässern vergoren, so erhält man zuerst den sogenannten Sturm. Kann der Traubensaft voll ausgären, entsteht schlussendlich der Wein.   



Buschenschank, Heuriger oder Mostschänke

Der urige Winzerhof vom Gustav hat auch direkt einen Buschenschank angeschlossen – so heißen die kleinen Heurigen in der Steiermark. Hier stehen edle Weinsorten,  traditionelle Kulinarik und die Lebensfreude im Vordergrund. Von der herzhaften Jause, über einen deftigen Schweinsbraten mit Kraut und Semmelknödeln, Pofesen oder einen herrlichen Erdäpfel-Vogerl-Salat mit frischem Kernöl ist für jeden Gusto etwas dabei. Bei der Bestellung erklärt uns die Gastgeberin, welcher Wein zu welchem Gericht am besten passt. Eigentlich ganz einfach. „Zu hellen Gerichten, wie Fisch oder Hendl, passt Weißwein am besten. Wenn es Wild oder ähnliches sein darf, serviere ich einen Rotwein“, erklärt uns die Maria, die für die einzigartigen Schmankerl im Buschenschank zuständig ist. Als wir am Abend ins Bett fallen sind wir glücklich und müde. Die frische Landluft, der edle Wein und das köstliche Essen lassen uns richtig gut schlafen.