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Bauernregeln im August

Gestern sind wir am Abend mit unserem Bauern auf der Hausbank gesessen und haben über das Wetter geredet. Das war richtig interessant. Denn die Bauern können in ihrer täglichen Arbeit über Jahre Zusammenhänge erkennen. Sie sagen nicht, wie das Wetter am 12. April wird, aber sie sagen, dass der Sommer heiß wird,
wenn es im April kalt ist und umgekehrt. Das muss natürlich nicht immer stimmen, aber doch trifft es häufiger zu, als man glauben würde.

Für die Bauersleute gibt es bestimmte Lostage. Aufgrund der Wettersituation an diesen Tagen, können Sie voraussagen, wie z. B. die kommende Ernte, der Verlauf des Winters u.v.m. sein werden.
Woher die Bauern das wissen? Schon ihre Groß- und Urgroßeltern beobachteten das Wetter an bestimmten Tagen besonders genau und stellten fest, dass Natur und Tiere auf bestimmte Wetterlagen immer ähnlich reagierten. Diese Weisheiten wurden über Generationen hinweg überliefert – man nannte sie die Bauernregeln.

Unseren Bauern, den Karl, beschäftigen diese Beobachtungen ganz besonders.
Er hat auch von seinen Eltern viel Wissen mitbekommen. Und er hat uns ein paar Lostage verraten.
"Fängt der August mit der Hitze an, bleibt a lang die Schlittenbahn". "Der Maria Himmelfahrtstag ist uns Bauern besonders wichtig", erzählt er weiter: "Wie das Wetter an diesem Tag ist, so wird der ganze Herbst".
Kaum zu glauben, dass es tatsächlich so kommt. Doch als uns der Karl seine Wetter-Aufzeichnungen zeigt, kommen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus – schon die Jahre zuvor trafen diese Voraussagen zu.
Wir sehen, dass in seiner Mitschrift ein Rufzeichen beim 7. August ist. Wir fragen nach und der Karl erklärt uns, dass der "Sankt-Afra"-Tag bei den Landwirten gefürchtet ist. "Wenn´s an Sankt Afra regnet, fällt die Ernte eher schlecht aus", verrät uns der Karl noch nachdenklich, bevor er wieder in den Stall geht.

Wir sind schon gespannt, was uns die Regeln im September verraten.
Vielleicht nimmt sich Karl noch einmal Zeit, um uns darüber zu erzählen.

Unterschiedliche Bauernregeln

Es gibt verschiedene Arten von Bauernregeln, die sich grob in vier Kategorien einteilen lassen. Die bekanntesten sind jene, die durch die eigene Beobachtung in der Landwirtschaft oder im ländlichen Bereich geschaffen wurden. Sie setzen oft bestimmte Tage, Wochen oder Monate mit darauf folgenden Ereignissen wie Ernteerträge oder dem Wetter der folgenden Jahreszeit in Zusammenhang.

Die zweite Kategorie sind die sogenannten Windsprüche. Gewitter- und Donnersprüche gehören in diese Gruppe. Durch Beobachtung von Wind an bestimmten Tagen wird auf die Luftbewegung der nächsten Wochen geschlossen. Bei Gewitter wird oft ein Zusammenhang zwischen der geografischen Richtung des Gewitters mit dem Wetter der nächsten Wochen und Monate hergestellt. (z.B. wenn es blitzt vom Westen her, deutet´s auf Gewitter schwer. Kommt von Norden her der Blitz, deutet es auf große Hitz´).

Auch aus der Tier- und Pflanzenwelt sind Bauernregeln bekannt. Sie geben Beobachtungen von der Blütezeit bei Pflanzen und Bäumen wieder, die auf das Wetter der nächsten Jahreszeit Einfluss haben sollen. Auch bestimmte Verhaltensweisen bei Tieren geben Aufschluss über das Wetter der nächsten Zeit.

Die vierte Gruppe  sind die Bauernregeln, die astrologische Ereignisse zum Inhalt haben.

 

 


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