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Das Erntedankfest – Zeit des Dankes in einer Zeit der Selbstverständlichkeit

Foto: Kürbishof Gartner

Bei einem der ältesten bäuerlichen Feste mit religiöser Tradition werden die Früchte menschlicher Arbeit dankbar als Geschenk betrachtet. Im Herbst füllen die verschiedensten Gaben die Scheunen und Vorratskammern.

"Mit dem Erntedankfest, das wir in den Monaten September und Oktober feiern, bedanken wir uns für die eingebrachte Ernte, für den Schutz vor Unwettern, Trockenperioden, Schädlingsplagen und für die Erhaltung der Bodenqualität, die sich in der Fruchtbarkeit ausdrückt", so Bauer Ernst aus der Steiermark. "In diesen Tagen denken die Bauersleute auch besonders daran, wie angewiesen sie auf den Segen der Natur und auch auf das Wohlwollen der Mitmenschen sind", erzählt der Bauer.

Darum ist auch die Bitte um das tägliche Brot trotz Überfluss und Überproduktion nach wie vor eine stimmige Haltung. Was früher die Hoffnung auf eine gute Ernte war, ist heute für viele Menschen vielleicht auch die Hoffnung auf einen guten Arbeitsplatz, auf ein zufrieden stellendes Schulzeugnis, eine erfolgreiche Berufslaufbahn oder auf Gesundheit und Frieden.

 

Erntedank in der Geschichte

Feste zur Segnung und zum Dank der Ernte waren bereits in der Antike verbreitet und werden auch außerhalb der katholischen Kirche, z. B. das jüdische Laubhüttenfest (Sukkot) bzw. Wochenfest (Schawuot), praktiziert. Die heutigen Erntedankfeiern bei uns finden ihren Ursprung in den 1930er Jahren. Der Ablauf des Erntedankfestes ist seither ähnlich geblieben: Festgottesdienst, Segnung der Erntegaben, Frühschoppen, in manchen Orten Umzug mit der Erntekrone und mit rustikal geschmückten Wagen, Tanz und Unterhaltung.

 

Die Erntekrone

Ein weit verbreitetes Symbol ist die Erntekrone, die aus vier bis sechs Bögen besteht und meist in einem Kreuz endet. Das Gebilde ist dabei mit Getreide umwunden, mit Blumen und Feldfrüchten geschmückt. Dieses Symbol lässt sich auf einen schlichten Kranz zurückführen, der früher von Gutshof- und Saisonarbeitern als Zeichen für die Beendigung der Arbeit angefertigt wurde.

"Heute kümmert sich bei uns die Landjugend und die örtliche Bauernschaft um das Binden der Erntekrone und um das Schmücken der Kirche. Traditionell werden zu Erntedank auch Gabenkörbe mit Obst und Gemüse in die Kirche getragen. Die feierliche Prozession zur Kirche führen die Musikkapellen, Trachtengruppen und die Bauernschaft an. Die Kindergartenkinder tragen die Erntegaben in Strohkörben zum Altar. Sie verkochen und verspeisen die Gaben dann am nächsten Kindergartentag gemeinsam", erzählt Bauer Ernst.

 

Das Schmücken des Hofs

Viele Bauernhöfe werden zum Erntedank besonders geschmückt. „Manche feiern zu Erntedank auch, wenn etwas Schönes auf einem Hof geschehen ist. Wenn a Kind zur Welt gekommen ist oder wenn’s auf einem Hof a Hochzeit gegeben hat“, verrät uns Ernst noch und spricht damit etwas an, was viele gar nicht wissen.

Auf dem Kürbishof Gartner zum Beispiel schmückt die Bäuerin liebevoll das ganze Haus mit Ähren und kleinen Kürbissen. „Meine Gäst’ wissen dann immer, dass die Ernte herinnen ist und es jetzt wirklich Herbst geworden ist“, erzählt Barbara Gartner.

Da der Kürbis auf dem Hof eine große Rolle spielt, kommen Gäste hier, neben Kürbis-Knabberkernen, Kürbiscremehonig und –pesto, auch in den Genuss von echtem steirischen Kürbiskernöl. "Einzigartig "steirisch", dunkelgrün, nach Nüssen duftend und intensiv im Geschmack – dieses Öl gehört zu den Weltspezialitäten", so Barbara. 

         

         

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