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Kräuterbuschen binden

Kräuterbuschen binden

„Bei uns am Hof ist das Kräuterbuschen binden zu Maria Himmelfahrt am 15. August noch Brauch“, erzählt uns Maria, unsere Vermieterin aus dem Salzburger Land. „Wir binden 7 Kräuter zusammen, was auf die heilige Zahl 7 zurückgeht. Auf den meisten Bauernhöfen bei uns werden Himmelbrand (Königskerze), Hartheu (Johanniskraut) und Marienbettstroh (gelbes Labkraut) eingeflochten. Die anderen 4 Heilpflanzen suchen wir aus unseren Bauerngärten zusammen. Das sind oft Rosmarin, Thymian und Salbei.“

Die Kräuterbuschen werden dann feierlich in der Kirche geweiht. Nach der Kräuterweihe werden sie getrocknet und dienen im Winter als Hausapotheke. Sie sollen angeblich Heilkräfte besitzen, die sich die Bauersleute früher zunutze machten: Unter dem Dachboden aufgehängt soll der Kräuterbuschen vor Blitzschlag schützen, unter dem Kopfkissen das Eheglück bewahren, im Viehfutter die Gesundheit der Tiere hüten und im Kochtopf die des Menschen aufrecht erhalten. Manche Bauern nehmen die heute eher kleinen Sträußchen zum Ausräuchern von Haus und Stall in den Rauhnächten. Auf anderen Bauernhöfen werden sie dem Vieh zum Dank gefüttert.

Die bäuerliche Tradition geht auf die christliche Marienlegende zurück: Am dritten Tag nach dem Begräbnis Marias besuchten die Apostel ihr Grab und fanden statt des Leichnams verschiedene Heilkräuter. Ab dem 15. August gelten die Kräuter als besonders heilkräftig – dieser Tag ist somit der Beginn der wichtigsten Kräutersammelzeit des Jahres.

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