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Die Bedeutung des Getreides am Bauernhof


Getreide stellt eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel von Mensch und Tier dar. Gesunde, natürliche Lebensmittel zu erhalten, liegt wie so oft in den Händen der Landwirte. Auch hier zeigt sich, wie wichtig die Arbeit der Bauern und das Wissen über den Ackerbau ist.
"Mein Großvater und mein Vater haben mir ihr ganzes Wissen über Weizen, Dinkel, Hafer, Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen), Sonnenblumen, Hirse, Ackerbohnen, Sommerwicken, Buchweizen, Rotklee u.v.m. übermittelt. Ausschlaggebend für einen erfolgreichen Ertrag ist auch eine überlegte Fruchtfolge", erzählt er weiter. Eine sogenannte Fruchtfolge beschreibt ein optimales Nutzen der Nährstoffe im Boden, indem man aufeinanderfolgende Pflanzen abwechselnd auf ein und demselben Feld anbaut. Beim Ertrag der Ernte ist der Bauer aber auch vom Wetter abhängig.
Johann verzichtet auf Düngemittel, um die Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen. In meiner Familie setzt man auf natürliche Abwehrmittel gegen Schädlinge. "Schädlingsbefall verhindere ich mit Hilfe von Knoblauch und Chili. Damit haben auch Wildschweine keine Freude. Außerdem helfen auch Marienkäfer und Schlupfwespen gegen schädliche Insekten", so der Landwirt.

Kleine Getreide-Kunde

Dinkel – der robuste Vorfahre des Weichweizens, der im rauen Alpenklima bestens gedeiht.
Verwendung: Überwiegend wird Dinkel in der Vollwertküche eingesetzt. Das nussige Dinkelbrot sollte rasch gegessen werden, da es schnell hart wird.

Emmer – ist eng mit Hartweizen verwandt und besonders eiweißreich.
Verwendung: Mit anderen Mehlsorten gemischt, wird Emmer beim Backen eingesetzt und besticht durch seinen herzhaften Geschmack. Hauptsächlich wird er aber zum Brauen von Bier verwendet.

Einkorn – besitzt einen hohen Gehalt an Carotinoiden und spielt eine große Rolle für das Immunsystem.
Verwendung: Einkorn wird als Brotgetreide eingesetzt. Aus Einkorn hergestelltes Malz kann auch zu Bier gebraut werden. Einkorn schmeckt eher nussig.

Hafer –  zeichnet sich durch seinen hohen Nährstoffgehalt und seine Bekömmlichkeit aus.
Verwendung: Hafer wird vorwiegend zu Grieß, Mehl oder Flocken verarbeitet, in manchen Regionen auch zu Whiskey. Eine bedeutende Rolle spielt der eher bitter schmeckende Hafer in der Tiernahrung.

Mais – wird heute hauptsächlich zur Weiterverarbeitung als Futter verwendet.
Verwendung: Es gibt unzählig viele Produkte, die zum Teil aus dem süß schmeckenden Maiskorn hergestellt werden. So z. B. Cornflakes, Käse, Polenta, Backpulver, Süßstoffe u.v.m.

Gerste – eine Getreideart, die in vielen Regionen sehr ertragreich angebaut werden kann.
Verwendung: Hauptsächlich verwendet man Gerste heute als Viehfutter. Aber auch zum Bier brauen, in der Vollwertküche oder als Kaffeeersatz (Malzkaffee). Gerste geht im Geschmack in eine würzige Richtung.


Hirse – das älteste Getreide überhaupt. Leistet einen großen Beitrag für die Blutbildung.
Verwendung: Hirse wird nicht zum Backen verwendet, da sie keine Klebestoffe enthält. In der Küche kann Hirse aber statt Reis verwendet werden und weist einen eher bitteren Geschmack auf.

Roggen – den größten Einsatz hat er beim Backen und wird auch als Tierfutter verarbeitet.
Verwendung: Roggen ist auch aufgrund seines kernigen Geschmacks ein klassisches Brotgetreide und hat die angenehme Eigenschaft länger frisch zu bleiben. Als Futterroggen wird das Getreide aber auch zu Viehfutter verarbeitet.

Der Körper braucht’s – das Brot und die Getreideprodukte haben's

Die Schale von Getreide ist reich an Eiweiß, Fett, Mineralstoffen, B-Vitaminen und Ballaststoffen. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Getreidekorns werden erst durch das Backen oder Kochen für den Menschen voll nutzbar und bekömmlich. Der Mehlkörper des Getreidekorns besteht aus Stärkekörnern und die liefern viel Kraft und Energie. Die enthaltenen Ballaststoffe sind essentiell für unsere Verdauung. Brot ist in Österreich ein Stück Kultur – die Landwirte decken unseren Brot- und Getreidebedarf zu 100 % ab.

Was ist der Unterschied zwischen glattem und griffigem Mehl?

Der Ausmahlungsgrad gibt an, wie viel vom ganzen Korn zu Mehl vermahlen wurde. Die Begriffe „glatt“ und „mehlig“  beziehen sich auf die Körnung des Mahlproduktes. Den Unterschied der Körnung merkt man, wenn man das Mehl zwischen den Fingern reibt. Fühlt es sich eher rau und widerspenstig an, handelt es sich um griffiges Mehl. Ist es beim Verreiben weich, sprechen wir von glattem Mehl.

Ist dunkles Brot tatsächlich wertvoller?

Die Farbe des Brotes ist kein zuverlässiger Hinweis auf den Ausmahlungsgrad und den Roggenanteil im Brot. Besonders bei einem sattbraunen Brot ist zu beachten, dass es sich hier auch um die Zugabe von Zuckersirup, Karamelsirup oder Farbmalz handeln kann. Die Inhaltsstoffe des Brotes sind also ausschlaggebend, wenn es darum geht, welches Brot am wertvollsten ist.

Tipp von der Bäuerin zur längeren Brotaufbewahrung
Rasches Einfrieren von frisch gebackenem Brot bei mindestens - 18°C ist eine gute Möglichkeit zur Bevorratung für mehrere Wochen.


Bei einem Urlaub am Bauernhof können Sie die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern direkt verfolgen. Die gastfreundlichen Landwirte informieren natürlich auch gerne und lassen Sie, wenn Sie wollen, am Bauernhof mithelfen: