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Das Ei und seine Bedeutung zu Ostern

Über den genauen Ursprung der Ei-Symbolik zu Ostern wird immer noch diskutiert. Die Ansätze gehen bis in die Antike zurück. Christliche Theologen sind aber der Meinung, dass das Ei für die Auferstehung steht – ein Sinnbild des Lebens aus dem scheinbar Toten.

Im Mittelalter wurde der Verzehr von Eiern während der Fastenzeit von der Kirche verboten, da man sie damals zu den Fleischspeisen zählte. Der Beginn des Frühlings gehört aber zu besonders guten Legezeiten und so wurden die Eier auf den Bauernhöfen immer mehr. Die Bauern haben sie aus diesem Grund weitergeschenkt und teilweise sogar als Pachtzinsen verwendet. Überlieferungen zeigen, dass die Menschen schon damals die Eier, die sie verschenkten, bemalten und verzierten. Im 12. Jahrhundert gab es dann die Eierweihen. Die Eier, die am Gründonnerstag gelegt wurden, nannte man Antlasseier – diese Überlieferung kennt man bis heute. Die Gründonnerstagseier gelten als heilig und werden auch heute noch von den Bauern auf den Feldern vergraben, um das Wachstum und die Fruchtbarkeit zu fördern. Man vermutet, dass sich so das Brauchtum des Eiersuchens entwickelt hat.

In Österreich ist das "Eier pecken" weit verbreitet. Das Ei, das vom Gegeneinanderschlagen am wenigsten beschädigt wird, gewinnt. Auch als „Eier titschen“ erfreute es sich im 19. Jahrhundert schon großer Beliebtheit – als einfaches Spiel.

Besonders das "Eier ausblasen" gehört zu den bäuerlichen Bräuchen. Die Bäuerin bläst das Ei vorsichtig aus – hier ist besonderes Geschick gefragt, um die Schale nicht zu beschädigen. Anschließend dürfen die Kinder die Eier mit Wasserfarben, Stiften etc. bemalen, um sie dann auf einen Strauch vorm Haus zu hängen.

Eier färbt man gerne im ganzen Land. Dabei benutzt man meist Lebensmittelfarbe, die man in das kochende Wasser schüttet. Die Bedeutung der Farben ist dabei nicht mehr überall bekannt. So steht Rot für den Opfertod Christi, Gelb für Wünsche, Grün für Jugend und Fruchtbarkeit und Orange für Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz.

 


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