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Palmprozession

Palmprozession

Herkunft

Beim Gottesdienst am Palmsonntag lassen die Bäuerinnen ihre wunderschön gebundenen Palmbuschen weihen. Sie kommen anschließend ein ganzes Jahr auf das Feld oder in den Stall, um Tiere und Ernte vor Unheil zu bewahren. Anstatt von echten Palmen, die bei uns natürlich nicht wachsen, verwenden die Bäuerinnen Buchszweige und Zweige des Weidenbaumes, mit ihren Blüten, den Palmkätzchen.

Es ist den tirolerischen Sennerinnen der 60er Jahre zu verdanken, dass es dieses Brauchtum noch gibt. Früher haben die Bauern in der Fastenzeit Brezeln gegessen. Aus diesem Grund werden sie an den Palmbuschen angehängt – mit bunten Schleifen verziert, die Freude ausdrücken sollen. In manchen Orten bekommen die Mädchen Palmbuschen mit rosa Schleifen und die Buben Palmbuschen mit blauen Bändern.

Bei den Palmbuschen gibt es oft regionale Unterschiede. Im Salzkammergut z.B. muss der Palmbuschen Palmkätzchen, Erika, Wacholder, Buchsbaum, Eichenlaub und Thuje enthalten. Die Bauernfamilie geht gemeinsam zur Weihe. Dabei hält der Bauer den Krampen, einen Weidenstamm, die Bäuerin den Palmbuschen und die Kinder die Stanglpalm, auf dem noch zusätzlich Äpfel stecken.

Zur Palmbuschweihe gibt es noch die Palmprozession. Junge Männer tragen sogenannte Palmlatten, die mit Bändern, Ölzweigen und Brezeln geschmückt sind. Die Latten sind dabei 30 Meter lang und äußerst schwer. Eine Latte wiegt bis zu 300 Kilogramm. Die Träger richten diese auf dem Kirchplatz auf, um am Wettkampf für das längste Exemplar teilzunehmen.

Noch ein wichtiger Punkt gehört zu den österlichen Palmprozessionen – der holzgeschnitzte Palmesel, der auf einem Wagen von Ministranten auf einen Berg gezogen wird, zum wunderschönen Romedi-Kirchlein. Meist sitzt auf ihm noch eine lebensgroße Christusfigur. Das Brauchtum soll an die Leidensgeschichte Christus erinnern.


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