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Winter
Oberösterreich
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Fleißige Bienchen am Werk

Mhhh so ein Honigbrot zum Frühstück schmeckt wirklich lecker. Es gibt ihn in verschiedenen Geschmacksrichtungen, angefangen vom Waldhonig, Blütenhonig bis hin zum Cremehonig.

Im Mühlviertel kann man den Bienen ganz nahe sein. Am Wittinghof in Julbach bietet Familie Auberger den Gästen in Kooperation mit der Erlebnisimkerei Hüttner ein ganz besonderes Urlaubs-Angebot. Und am Biohof Stadler in Oberkappel wird Honig selbst hergestellt und spielt eine große Rolle als Hausmittel.

Ein Sommer-Urlaubsangebot mit audienz bei der königin

Alles beginnt mit einer gemütlichen Wanderung. Die bäuerlichen Gastgeber Eva und Michael vom Wittinghof erklären die Wanderroute so, dass man das gewünschte Ziel nicht verfehlen kann - das Zuhause der Nachbarfamilie Hüttner, die sich seit vielen, vielen Jahren den eifrigen Bienen verschrieben haben. Dort angekommen, kann man gemeinsam mit Chefin Agnes Hüttner in die Welt der Bienen eintauchen und versuchen die Arbeit sowie die Sprache dieser Lebewesen zu verstehen. Frau Hüttner hütet ihre Bienenstöcke wie einen wertvollen Schatz und hegt und pflegt die einzigartigen Insekten mit viel Liebe und Leidenschaft. Eifrig erzählt sie uns, dass sobald es schön wird, sich die fleißigen Bienen auf die Reise machen und nach den besten Nektarquellen weit und breit suchen. Nebenbei bestäuben sie viele andere Pflanzen und sind maßgeblich daran beteiligt, so manche Lebensmittel und die Landschaft zu erhalten.

Ein Bienenvolk besteht im Schnitt aus ca. 60.000 arbeitenden Bienen und kann rund 20 bis 30 Kilogramm Honig im Jahr
produzieren – dazu muss eine Biene mehr als 200 Blüten anfliegen, bis ihre Nektarblase gefüllt ist.

Aus den sechseckigen, erntereifen Waben wird in den Sommermonaten dann der Honig entnommen. Das „Honig-schleudern“ ist ein wichtiger Schritt in der Honiggewinnung. Bevor die Holzrahmen in die Schleudertrommel kommen, müssen die Waben aber noch von der feinen Wachsschicht befreit werden, das sogenannte „Entdeckeln“ wird durchgeführt. Und dann fließt er der bekömmliche, goldige Honig – direkt hinein ins Glas, um für die Urlaubsgäste am Wittinghof bereit zu stehen.

Auch das „Bienenluftatmen“ ist ein sehr gesundheitsförderliches Angebot mit erstaunlichen Erkenntnissen, berichtet uns Frau Hüttner. Eine Bienenluftkur verspricht nicht nur heilende Wirkung auf Atemwege und -organe, sondern kann auch Allergien, Asthma oder Bronchitis lindern. Wie das Ganze abläuft, bekommen die Besucher im großen Bienenluftkurhaus bestens erklärt.

Eine schmackhafte Honigjause in geselliger Runde, inklusive Verkostung der verschiedenen Honigarten, bilden den perfekten Ausklang.

Zum Abschluss bekommen wir noch einen Tipp mit auf den Weg:

Was tun, wenn der Honig kristallisiert?

Die Hauptkomponenten im Honig sind Fruchtzucker und Traubenzucker. Wenn diese Bestandteile zu Kristalle werden, bekommt der Honig eine feste Konsistenz. Ist dies der Fall, gibt es eine simple Methode den Honig wieder in einen flüssigen Zustand zu bringen. Einfach im Wasserbad schonend erwärmen! Unbedingt zu berücksichtigen ist, dass der Honig nicht über 40 °C erhitzt werden sollte, da ansonsten wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen. Beeindruckend ist es auch, dass der Honig kein Ablaufdatum hat. Diese Eigenschaft können wirklich nur wenige Lebensmitteln vorweisen!

Urlaub am Bauernhof Bäuerin Eva ist auch sehr überzeugt von den kleinen, fliegenden Lebewesen. Sie haben nicht nur eine sehr gute Koordinationsfähigkeit, sondern besitzen auch einen enormen Teamgeist und kommunizieren auf faszinierende Art und Weise. Der Honig, der dank Familie Hüttner daraus entsteht, schmeckt einfach wunderbar. 

Dieses besondere Angebot am Wittinghof ist für all jene geeignet, die den gelb-schwarz gestreiften Tierchen gerne einen Besuch abstatten möchten. Nebenbei können Sie in den gemütlichen Ferienwohnungen nach Herzenslust entspannen und die Natur rund um den Bauernhof genießen. Ein Urlaubsmoment der besonderen Art und sicher eine „unvergessliche, süße G´schicht“!

Bienenprodukte - die Apotheke der Natur

Imker Otto mit seinen Honig-Produkten

Dass Honig mehr ist, als nur ein köstlich schmeckender Brotaufstrich, das weiß man am Biohof Stadler ganz genau.
Hier steht der Bio-Honig, der von Opa Otto liebevoll hergestellt wird, täglich am Frühstückstisch und wird am Hof auch als Hausmittel sehr geschätzt. Da Honig antimikrobielle Stoffe enthält, also solche, die Bakterien und Viren abtöten und deren Vermehrung verhindern, wird er auch gerne in der Naturheilmedizin genutzt.

Das wohl bekannteste Hausmittel ist warme Milch mit Honig. Die Mischung wird vorwiegend bei Erkältungen und Hals-schmerzen eingesetzt, aber auch bei Einschlafschwierigkeiten schwört mancher darauf. Noch effektiver ist Tee mit Honig.
Wichtig: Tee oder Milch dürfen nicht zu heiß werden, denn ab 40 Grad verliert der Honig seine heilende Wirkung!

Auch bei Herpes kann Honig als Hausmittel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Da er die Stellen auch verschließt, reduziert er die äußerliche Verbreitung der Viren und damit auch das Ansteckungsrisiko.

Regina, die Bäuerin am Biohof Stadler und Mutter von fünf Kindern, verrät uns ihr Hausmittel gegen Husten, das bei den Kindern am Hof besonders beliebt ist:

Hustensaft mit Honig:
Einen Winterrettich (schwarze Schale) aushöhlen und am besten mit kristallisiertem Honig  füllen. Mit einer Stricknadel ein Loch in den Boden bohren und den Rettich auf eine kleine Schüssel stellen. So kann der süße, schmackhafte Hustensaft aufgefangen werden. Davon 2 mal am Tag einen Teelöffel verabreichen. Dieser Saft hilft sehr gut gegen Reizhusten.


Um die köstlichen und heilenden Bienenprodukte herstellen zu können, verbringt Imker Otto viel Zeit mit der Pflege und Betreuung seiner Bienenstöcke. Seit einiger Zeit stellt er auch „Honigschnaps“ her, der bei den Gästen am Biohof Stadler sehr beliebt ist!