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Kuhdamen bei der Arbeit

Am BAUERNHOF SERNER bei der Familie Klausberger in Molln herrscht reges Treiben im neuen Zubau ihres Laufstalles. Die Kuhdamen Silke, Asta und Co. tummeln sich im Stall, fressen, bürsten sich das Fell bei der Kratzbürste oder relaxen in der großzügigen Wohlfühloase. Die Vierbeiner genießen sichtlich die Bewegungsfreiheit und all diese Faktoren sind wesentlich, um das wertvolle Lebensmittel Milch produzieren zu können.

Wie Milchgewinnung vor sich geht, welche Aspekte dabei berücksichtigt werden müssen und wie das Zuhause der muhenden Vierbeiner aussieht - das möchten wir im nachfolgenden Bericht schildern.

 

Der Kompoststall – eine Wohlfühloase für die Kühe

Bäuerin Ingrid und Bauer Hubert bewirtschaften den 42 Hektar großen Grünlandbetrieb seit 1997 und widmen ihre ganze Leidenschaft ihrem Fleckvieh. Insgesamt leben 100 Rinder am Hof, angefangen von 40 Milchkühen bis zu 60 Jungkälbern.
Erst letztes Jahr wurde ein Kompoststall zum bestehenden Laufstall angebaut, um für die Kühe ein tiergerechtes, neues Zuhause zu schaffen.

Bauer Hubert erklärt uns was für ihn das Besondere an einem Kompoststall ist:
Dieser Stall bietet unseren Kuhdamen den größten Komfort mit ausreichend Auslauf, natürlich ohne Anbindehaltung und bequemen Liegeflächen. Das Konzept eines Kompoststalles sieht so aus, dass natürliche Stoffkreisläufe genutzt werden – sprich als Einstreu werden Säge- und Hobelspäne aus dem regionalem Sägewerk verwendet. Einzigartig daran ist, dass der Stall nur 1-2 mal jährlich ausgemistet und der Kompost direkt auf die Felder ausgebracht wird. Um den anfallenden Kuhmist mit Sauerstoff anzureichern und den Rotteprozess einzuleiten, fährt Hubert täglich 2-mal mit einem sogenannten Grubber durch den Stall.
Eine optimale Tiergesundheit und das Wohlbefinden der Kühe sind die großen Vorteile des Systems, ist Bäuerin Ingrid überzeugt.

Von Ende April bis Mitte Oktober dürfen die Kälber ab dem 6. Lebensmonat auf der angrenzenden Hausweide grasen. Die Jungkalbinnen stärken sich währenddessen auf einer höhergelegenen Gemeinschaftsalm.

 

Fütterung & Ernährung der Kühe

Viele Tierliebhaber fragen sich vielleicht, was eine Kuh den ganzen Tag so frisst und trinkt. Im Endeffekt achtet Familie Klausberger bei den Vierbeinern auf eine ausgewogene Ernährung. Was bei den Menschen die kcal sind, sind bei den Kühen sogenannte Rationen, die sich aus verschiedenen, hochwertigen Futtermitteln zusammensetzten. Ob vorgelegtes Heu, frische Gräser, Silofutter (vergorenes Gras), geschrotetes Getreide oder andere Mineralstoffmischungen, diese Futtergaben schmecken den Tieren ausgesprochen gut und sind auch für die Qualität der Milch ausschlaggebend.

Um den Arbeitsaufwand bei der Fütterung etwas zu minimieren, hat sich Bauer Hubert einen Futtermischwagen angeschafft. Mit Hilfe dieses Gerätes werden die verschiedenen Futtermittel durchgemischt, zerkleinert und für die Tiere exakt dosiert. Dann können die Kuhdamen und Wiederkäuerinnen geschmackvoll schmatzen!

Gut zu wissen: Fast hätte es Bauer Hubert vergessen zu erwähnen! Unglaublich aber wahr: eine Kuh trinkt täglich rund 80-120 Liter Wasser.
Das ist so viel wie eine halbe Badewanne voll! Trinkfreudige Artgenossen diese Kühe!

 

Gewinnung des weißen Lebensmittels

Bäuerin Ingrid erklärt den Gästen gerne alles zum Thema Milchgewinnung. „Vielen Besuchern ist oft nicht bewusst, dass eine Kuh nur Milch gibt, nachdem sie ein Kälbchen zur Welt gebracht hat. Die sogenannte „Birst-Milch“ ist die erste Nahrung für das Jungtier und stärkt es mit allen wichtigen Immun- und Nährstoffen. Nach der Geburt beginnt der Körper der Kuhmutter wieder Milch herzustellen und das Vieh kann nach einer gewissen Ruhephase wieder gemolken werden.

Durchschnittlich gibt eine Kuh etwa 20-30 Liter Milch pro Tag und wird zu regelmäßigen Zeiten morgens und abends gemolken. Insgesamt produzieren die Kuhdamen rund 300 Tage im Jahr kostbare Milch. Die restlichen Tage „stehen sie trocken“, wie die Landwirte in ihrem Fachjargon sagen – anders genannt: die Kühe stoppen die Milchproduktion, wenn sie ein Kälbchen erwarten.

Dass die Tiere am Bauernhof Serner keine Hochleistungstiere sind und eine hohe Lebenserwartung haben, zeigt Kuh Silke. Sie ist bereits 12 Jahre alt und hat Familie Klausberger 100.000 Liter Milch geschenkt!

Melkstand

Klick aufs Bild führt zum Video rund um die Milchproduktion am Bauernhof Serner!

Das Euter ist die Milchzentrale und besteht aus vier Zitzen, aus denen die weiße Flüssigkeit durch Zugbewegung gewonnen wird. Der Melkvorgang kann mit verschiedenen automatisierten, technischen Hilfsmitteln wie einer Melkmaschine, einem Melkstand oder auch einem Melkroboter erfolgen. Händisch wird kaum bis gar nicht mehr gemolken, da die Hygienestandards dabei nicht eingehalten werden könnten.

Am Sernerhof wird mit dem System eines Melkstandes gearbeitet. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Tiere rund einen Meter höher stehen als die Arbeitspersonen und das Anbringen des Melkgerätes am Euter einfacher ist. Und so fließt sie die wertvolle Milch und wird in einem Milchtank auf 6 Grad abgekühlt, um keimfrei zu bleiben, ehe sie von der Molkerei jeden zweiten Tage abgeholt und weiterverarbeitet wird.

Augen auf beim Einkauf - Qualität, die man schmeckt!


Käse, Schlagobers, Buttermilch, Molke oder auch Joghurt – das Sortiment an Milchprodukten ist sehr vielfältig. Was den Milchbauern besonders am Herzen liegt, erklären uns Ingrid und Hubert in ein paar Worten: „Der Einkauf von regionalen Milchprodukten!“. Hinter einem Liter Milch steckt viel Fleiß, Mühe, Leidenschaft und Sorgfalt der Landwirte.
„Das Lebensmittel Milch ist daher kostbar und dafür sollte man bereit sein, einen angemessen Preis zu bezahlen“, sagt Bäuerin Ingrid. Auch die strengen Qualitätskontrollen, die nachvollziehbare Herkunft und ein unverkennbarer Geschmack der Milch sprechen für das heimische Lebensmittel.


Bäuerin Ingrid verrät uns auch noch ihr Lieblings-Erfrischungsgetränk für heiße Sommertage: 

Erdbeer-Minze-Milchshake

 

Zutaten:

  • 0,5 l Milch
  • 20 g Erdbeeren
  • frische Minze
  • 3 EL Staubzucker


Zubereitung:
Alle Zutaten in einen Mixer geben und pürieren. Erdbeeren nur so lange mixen bis die Früchte zerkleinert sind. 
Zu langes Mixen zermahlt auch die gelben Kerne, dies kann das Getränk bitter machen. 


Rezept als PDF downloaden

 

Butter-shaken (Butterschütteln)


Als Botschafterin der bäuerlichen Welt möchte Ingrid den Gästen auf einfache Weise zeigen, wie schnell Rahm durch rasches Schütteln zu Obers umgewandelt werden kann.

Wenn Sie die Kuhdamen einmal „live“ ansehen möchten, dann buchen Sie doch Ihren Urlaub am Bauernhof Serner und tauchen Sie ein in die Welt der Milchviehhaltung.
Familie Klausberger freut sich auf Ihren Besuch!