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Karotte - vom Wachsen und Gedeihen

Einige Zeit ist bereits verstrichen, seitdem Bäuerin Heidi vom Ferienhof "Peter in der Edt" aus St. Konrad die Karottensamen in ihrem Bauerngarten und im Hochbeet gesät hat. Mittlerweile ragen die Karottenstängel samt Blätter schon aus der Erde und lassen auf eine baldige Ernte hoffen. Die Wetterkapriolen der letzten Tage haben sich auf die Pflanzen glücklicherweise nicht negativ ausgewirkt und der Regen hat dem Boden gut getan.

Wie Heidi die Karotten nun hegt und pflegt und mit welchen gesundheitsfördernden Faktoren die Karotte glänzen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag. Ernährungsreferentin Katrin Fischer von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich beschreibt außerdem die „Wunderwaffe“ Karotte aus ernährungsphysiologischer Sicht. 

 

Teil 2: Wachstum, Pflege und Gesundheitsaspekte der Karotte

Infos als PDF-Datei zum Herunterladen

Das Wachsen ist der Karottes Lust!


"Die Karotte hat in den letzten Wochen einen enormen Wachstumsschub gemacht und auch die Wurzeln haben sich bereits unterirdisch ausgebildet", erklärt uns Bäuerin Heidi. Das grüne Blattwerk außerhalb der Erde ist sozusagen das Kraftwerk der Karotte, wo biochemische Prozesse wie die Photosynthese ablaufen. Das Karottenkraut, wie es manchmal auch genannt wird, ist daher essentiell für die Entwicklung dieser Gemüseart. Ebenfalls wichtig ist eine konstante und gleichmäßige Feuchte im Boden.
Ein schubartiger Wasserüberschuss wirkt eher kontraproduktiv und die Möhren können aufplatzen. 

 

Auf das richtige Gießen kommt es an!


Wie bereits im ersten Teil erwähnt, schwört Bäuerin Heidi auf den Rasenschnitt, um dem Austrocknen der Erde entgegenzuwirken. Dazu hat sie die Mulchschicht großzügig über das Karottenbeet verteilt und erspart sich somit häufiges Gießen. "Wichtig ist es allerdings, dass der Rasenschnitt nicht zu faulen beginnt und der Boden nicht zu nass ist", betont Heidi. Ein gesundes Mittelmaß und Gespür sind hier gefragt. Hat man den Boden im Vorfeld mit Kompost oder Mist bearbeitet, brauchen die Karotten auch keine zusätzliche Düngung mehr.

Optional können die Karotten „angehäufelt“ werden, sobald die Köpfe aus der Erde schauen. Sinn und Zweck dieser Arbeit ist es, die Karotten vor der Sonne und damit vor dem „Vergrünen“ zu schützen. Auch ein zeitiges Jäten und die Beseitigung von Unkräutern sind für Heidi wichtige Pflegemaßnahmen. Heidi ist auch ein Freund der Mischkultur und hat sich schon viel darüber informiert. Der nachstehende Tipp hat ihr besonders gut gefallen.

Tipp: Um Karotten-Schädlinge und Krankheiten (Blattlaus, Möhrenfliege, Fäulnis etc.) fernzuhalten, ist es ratsam, günstige Begleitpflanzen wie zum Beispiel Zwiebel, Knoblauch oder auch Lauch zu pflanzen. 

Und so gedeihen die Karotten in Hülle und Fülle. Die Gäste dürfen sich natürlich ab und an am Hochbeet sowie im Bauerngarten bedienen. Auch die ersten Karotten lassen sich bereits ernten und genießen. Sie sind zwar noch etwas klein, aber die Freude der Besucher beim Herausziehen des orangen Wurzelgemüses ist groß.

Liebe Karotte stärke mich! - Ernährungsphysiologische Bedeutung


Damit Heidi auch bestens über die Inhaltsstoffe und die gesundheitlichen Wirkungen der Karotte Bescheid weiß, hat sie sich mit Ernährungsreferentin Katrin Fischer von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich unterhalten. "Das Wurzelgemüse ist sehr beliebt, da es sich in der Küche vielseitig einsetzen lässt und wertvolle Nährstoffe vorweisen kann", erzählt uns Katrin.

  • Beta-Carotin sagt den freien Radikalen den Kampf an

Der bekannteste Nährstoff der Karotte ist das Beta-Carotin – die sogenannten Carotinoide sind Pflanzenfarbstoffe, die sich gesundheitlich positiv auswirken. Neben der Rolle als Vorstufe von Vitamin A, besitzt Beta-Carotin auch antioxidative Eigenschaften. Dadurch werden freie Radikale abgefangen und die Körperzellen vor Oxidation sowie Schädigung geschützt. Eine mittelgroße Karotte am Tag deckt bereits den empfohlenen Bedarf an Beta-Carotin.  
 

  • Den Blick schärfen

Auch die Augen profitieren vom orangefarbenen Wunderstoff. Der Körper wandelt es wiederum in Vitamin A um und stärkt die Sehkraft der Augen. Ein Mangel hingegen führt zu Sehschwäche in der Dunkelheit.

Die wichtigsten Mineralstoffe in der Karotte sind Kalium, Kalzium und in kleineren Mengen Eisen. Auch Vitamin C, sämtliche B Vitamine sowie das Vitamin E sind enthalten.
 

  • „Wunderwuzi“ in der Küche

Frische Karotten werden gerne roh gegessen und schmecken in knackiger Form vorzüglich. Sie sind aber auch in der Küche vielseitig verwendbar. In Suppen, Aufläufen, als Beilage, in Salaten, in Aufstriche, als Getränk oder in süßen Speisen wie Kuchen oder Marmeladen. 

Gelbe Rüben werden oft in verschiedenen Fleischgerichten den Karotten bevorzugt, da sie die Speise nicht so süß machen. Die Karotte lässt sich gut mit Petersilie, Kerbel, Estragon oder Basilikum kombinieren. 

Fotos: © Lukas Gojda – Fotolia.com / © AnnaMoskvina – Fotolia.com

Weitere Tipps & Tricks zur Ernte sowie kreative Verarbeitungsideen und Informationen zur idealen Lagerung der Karotten gibt es von Bäuerin Heidi im 3. Teil!

 

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie die das Saatbeet vorbereitet und die Karotte angebaut wurde,
findet in Teil 1 Informationen dazu!

 Teil 1: Saatbeetvorbereitung, Anbau und Düngung >>