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Heuduft liegt in der Luft!

WEIHNACHTLICHE DEKO SELBST GEMACHT


Bäuerin Silke macht sich auf den Weg in den Heustadl. Was sie dort wohl machen wird? Die Eier von der Henne abnehmen
oder das Futter für die Kühe durch die Futterlucke schmeißen? Nein, dieses Mal hat Bäuerin Silke eine andere Mission!
Sie macht sich auf die Suche nach duftendem frischem Heu, um weihnachtliche Heusterne für die Bauernstube zu basteln.
Die Dekoration am Bauernhof zur Weihnachtszeit ist besonders schön und wird mit viel Liebe zum Detail und aus natürlichen
Materialien gestaltet.

 

Der Weg zum aromatischen Heu

Der Weg zum aromatischen Heu ist aber kein einfacher und erfordert viel Arbeitseinsatz erklärt uns Silke. „Und wenn das Wetter nicht mitspielt, dann heißt es abwarten, den Wetterbericht aufmerksam verfolgen und auf viele Sonnenstunden hoffen. „Als Landwirt ist man eben Mutter Erde ausgesetzt“ erklärt uns Bauer Hubert und wir versuchen gemeinsam mit der Natur zu arbeiten, ohne sie auszubeuten oder zu belasten. Auch unsere Tiere erhalten das beste Futter. Im Sommer grasen die Zottelrinder, Ziegen und Schafe auf der Weide und im Winter gibt es für sie das schmackhafte Heu mit vielen wertvollen Kräutern.

 

Um das Heu oder Grummet (so wird der zweite Schnitt genannt) zu erhalten, muss Bauer Hubert zuvor die grüne, saftige Wiese mähen. Das erste Mal macht er das Anfang Juni und das zweite Mal erneut Mitte August. Nach einer gewissen Wachstumszeit finden sich viele verschiedene Gräser und Kräuter in den Wiesen, die für einen harmonischen Pflanzenbestand sorgen. Hin und wieder müssen wir schon den Ampfer - oder auch „Scheißblotschn“ wie sie in der Region umgangssprachlich genannte werden - ausreißen um das Unkraut nicht bei der Ernte dabei zu haben. Das ist zwar mühsam, aber wir achten auf gute Qualität des Futters und bewirtschaften unseren Hof auf bewusste Art und Weise.

Ja und wenn das Gras gemäht ist, dann wird sofort gezettet und gewendet und anschließend zu einer Schwad (Zeile) zusammengeführt, um das Gemähte in der Nacht vor dem Tau zu schützen. Die warme Luft und die Sonne erledigen untertags das ihrige und trocknen das feuchte Gras auf. Bis nach etwa 3 Tagen das Heu in seinem fertigen Zustand mit dem Ladewagen oder in Form von gepressten Ballen eingebracht werden kann.

Die steilen Hänge setzen auch eine gewiss Achtsamkeit sowie Geschick mit den Maschinen und den technischen Hilfsmitteln voraus. Aber jede Arbeit hat so seine Besonderheiten.
Die Landschaftspflege liegt Silke und Hubert eben am Herzen und dafür opfern sie viel Zeit – „ja klar“ meint Silke lachend, „die Gäste sollen ja die schöne Umgebung genießen können“.

 

Tief versunken in ihren Gedanken, füllt Silke ihren geflochtenen Korb mit duftendem Heu und spaziert gut gelaunt zurück in die Bauernstube. Draußen ist es schon frisch geworden -
nur all zu gut, dass Sohn Herwig den Ofen eingeheizt hat. In der gemütlichen Bauernstube macht sich Silke mit viel Freude an die Bastelarbeiten und verrät uns zu guter Letzt, wie sie die schönen Heusterne selbst herstellt.

BASTELANLEITUNG FÜR HEUSTERNE

Man braucht:

  • Heu, am besten Grummet (das ist der zweite getrocknete Schnitt - dieses Heu ist feiner und dadurch leichter zu verarbeiten)
  • Karton, Schere, Blumendraht, Zierdraht (gold oder silber), Heißklebepistole
  • eventuell Haselnussstecken
  • diverses zum Dekorieren wie, getrocknete Apfelscheiben, Zimtrinde, Orangenscheiben, Eicheln, Bucheckerl, Flechten…
  • (Filz-)Band oder Bast


So wird’s gemacht:

Zuerst aus Karton einen Stern ausschneiden, oder ein anderes weihnachtliches Motiv wählen. Die Größe der Schablone kann natürlich variieren. Der Karton kann auch gerne mit der Heißklebepistole auf einen Stecken geklebt werden.

Dann nimmt man den Blumendraht, befestigt ihn an einer Sternseite, legt auf den Karton Heu aus und umwickelt Sternenstrahl für Sternenstrahl mit dem duftenden Material. Jede Ecke wird ganz fest mit dem Draht umwickelt, damit es später auch gut hält.
Bei der letzten Schicht mit Heu, nimmt man einen Zierdraht und umwickelt das Ganze nochmals. Das überstehende Heu kann noch mit der Schere entfernt und in Form gebracht werden.

Nun ist das Verzieren an der Reihe. Je nach Geschmack beklebt man den Stern mit Zimtrinde, Apfelscheiben, Bucheckerl oder Ähnlichem. Hat man einen Stecken angebracht, so gibt man abschließend noch eine Schleife oder einen Bast auf den Haselnussstiel.

Diese Bastelanleitung ist sehr einfach und auch für Kinder bestens geeignet.

Tipp: eine Örtlichkeit wählen, wo Heuabfälle kein Problem sind.

Gutes Gelingen und viel Freude beim Basteln!
Vorweihnachtliche Grüße sendet Urlaub am Bauernhof Bäuerin Silke Antensteiner


Basteln Sie mit!

Der Duft des Sommers bleibt mit Hilfe der Heusternen auch in der stillen Zeit des Jahres erhalten und sie sind weit mehr als nur eine dekorative Augenweide.
Sie versprühen weihnachtlichen Charme und lassen die Herzen von Dekofreunden höher schlagen. Wohlfühlen, in die Bauernhofwelt eintauchen und Kraft tanken – ach tut das gut!
Und wer möchte, kann nach Lust und Laune mit Bäuerin Silke seinen eigenen Heustern für zu Hause basteln.