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Winter
Oberösterreich
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Oh du liebe Weihnachtsgans!

Am Schnatterhof beim Bauer z`Neundling in Lambrechten tummeln sich über 500 Weidegänse, die den üppigen Auslauf und die frische Luft genießen. Wenn man sich dem weißen Federvieh nähert, wird schon mal um die Wette geschnattert. Ein Räuber hätte hier keine Chance, denn Gänse sind hellhöriger und feinfühliger als ein Wachhund.

Welche spezielle Betreuung die weißen Artgenossen brauchen und was Landwirtin Gitti als Schule am Bauernhof-Bäuerin wichtig ist, erzählt sie uns in folgenden Beitrag:

Das Leben einer Gans

Die Gänse werden ab dem ersten Lebenstag in einem warmen, mit Stroh eingestreutem Stall aufgezogen und bekommen schon mit 3 – 4 Tagen das erste Gras zu fressen.
Ab der 6. Woche verbringen sie den ganzen Tag auf den saftigen Wiesen und können sich in den eigenen Obstgärten frei bewegen. Das Hauptfuttermittel ist das frische Gras und als Beigabe werden hofeigene Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Hafer oder Mais verfüttert.

Nutztierhaltung verstehen und Tiere mit Respekt behandeln

Eine Gans ist ein sehr neugieriges und achtsames Tier – wenn die Ein-Tages-Küken, die sogenannten „Gösseln“, größer werden, sind sie keine Streicheltiere mehr, sondern optimale Grasfresser, die man mit einem Rasenmäher gleichsetzen kann. Mitunter sind sie auch hervorragende Unkrautvertilger.

Bäuerin Gitti ist es wichtig, dass Kinder die Entstehung bzw. Herstellung von Lebensmitteln wie Fleisch, Geflügel, Brot usw. hautnah miterleben können und einen bewussten Bezug dazu entwickeln. Daher ist sie auch gerne Schule am Bauernhof-Botschafterin und macht den Kindern auf spielerische Weise anschaulich, was beim Lebensmitteleinkauf beachtet werden soll. Die kleinen Besucher erhalten auch einen Einblick in das Leben am Bauernhof und wie man in der heutigen, schnelllebigen Zeit ohne Elektronik Spaß in der Natur haben kann.

Der direkte Kontakt mit den Tieren am Hof lässt die Kinderherzen natürlich höher schlagen. Gerade dann ist es schwierig den Kids beizubringen, dass die Gänse als Nutztiere gesehen werden und nach etwa 7 Monaten nicht mehr im Stall oder auf der Weide toben. Hier muss man viel Fingerspitzengefühl beweisen und versuchen, den gesamten Ablauf zu erklären.

Zu diesem Kreislauf gehört es auch, die Gänse achtungsvoll zu verarbeiten und zuzubereiten. In der „Gansl Stubm“ von Familie Doblhamer gibt es überwiegend hauseigene und landwirtschaftliche Produkte aus der Region, die eine wahre Gaumenfreude sind.

Ein typisches Gericht für Weihnachten ist die traditionelle Weihnachtsgans – wie Bäuerin Gitti dieses Schmankerl zubereitet, verrät sie uns in ihrem ganz persönlichen „Gansl-Rezept“:

Rezept zum Downloaden >>