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Der sanfte Duft der Rauen Nächte

Die Advent- und Weihnachtszeit galt früher als die Zeit der Geister. Um sich vor deren Einflüssen zu schützen, haben die Bauern Stall, Hof und Haus mit duftenden Kräuterpfannen ausgeräuchert. In alpinen Regionen wird der Brauch bis heute praktiziert. Wer es selbst probieren möchte, gibt heiße Kohlenstücke in eine Metallpfanne. Darauf werden getrocknete Kräuter wie Salbei, Thymian, Fichtenharzstückchen usw. verteilt. Es gibt auch fertige Räuchermischungen zu verschiedenen Anlässen oder Themen.

Bäuerin Anneliese Stockinger vom Bauernhof Braus erzählt, wie sie und ihr Mann den Brauch praktizieren:

Bei uns am Bauernhof wird grundsätzlich das Brauchtumsräuchern in der Advent- und Weihnachtszeit gemacht. Früher wurde zu den Jahreskreisfesten, aber auch zu besonderen Ereignissen im Leben, wie Geburt, Hochzeit, Krankheit und Tod geräuchert. 

Weit verbreitet waren auch Räucherrituale, die vor Schlechtwetterperioden schützen sollten. So hat sich bis heute die Pflanze Königskerze den Beinamen Wetterkerze erhalten, weil sie in keiner Schutzräucherung vor Gewittern fehlen darf.

Zum Räuchern verwenden wir eine Metallpfanne, in der wir auf eine glühende Kohle die Kräuter legen. Wir gehen damit durchs Haus (jedes Zimmer) sowie auch durchs Ferienhaus und die Stallungen. Wir haben einen gut durchsortieren Kräutergarten, wo ich die verschiedensten Kräuter selber ernte. Die Restlichen suche ich mir in meiner Umgebung auf den Wiesen, Wäldern und entlang des Baches.

Wichtige Kräuter sind zum Beispiel:

Beifuß, Salbei, Fichtenharz, Eisenkraut, Engelwurz, Frauenmantel, Goldrute, Holunder, Johanniskraut, Königskerze, Labkraut, Lavendel, Mädesüß, Minze, Mistel, Rose, Rosmarin, Schafgarbe, Wacholder etc.

Das Räuchern soll Mensch und Tier von "schlechten Energien" befreien. Es soll uns Glück und Segen für den gesamten Bauernhof bringen und uns vor Unheil bewahren.


Hier geht's zum Hof:


Erleben Sie echtes, bäuerliches Brauchtum hautnah von seiner allerschönsten Seite – bei einem Urlaub am Bauernhof: