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Wie feiern die Bauersleute Weihnachten?

Bäuerliche Weihnacht

"Sind die Kinder schon schlafen gegangen", fragt mich Bäuerin Katharina lächelnd. Ja, die Kleinen schlafen tief und fest. Nur ein wenig aufgeregt sind sie, schließlich ist morgen Weihnachten. "Wenn ihr wollt, könnt ihr mir beim Christbaumschmücken helfen. Oh ja, da sind wir doch gerne dabei! Nachdem Bauer Sepp den Stamm ins Kreuz geschlagen hat, hängen wir mit Katharina rote Kugeln und selbstgemachte Strohsterne an die Fichte in der Bauernstube. Dann werden die Vorhänge zugezogen und die Türen verschlossen. "Damit wir’s Christkind nicht stören", erklärt uns die junge Bäuerin. 

Fasten am Weihnachtstag

Als ich am nächsten Tag mit meiner Familie zum Frühstück nach unten gehe, begrüßt mich Katharina freundlich. Da fällt mir auf, dass sie heute gar nichts isst. „Zu Weihnachten ist es bei uns Brauch, bis am Abend zu fasten. Wir essen nur mittags ein "Bachekoch". Auf Fleisch oder Süßigkeiten verzichten wir“, erzählt sie. Irgendwie will auch ich heute Morgen nichts essen und einmal hautnah erleben, wie die Bauern Weihnachten feiern.

Meiner Tochter fällt auf, dass die Tür zum Wohnzimmer unserer Gastgeber heute verschlossen ist. „Da ist das Christkind drinnen, das alles für unser Weihnachtsfest vorbereitet“, sagt Katharina zu unserer Anna. Die Augen unserer Tochter werden groß. "Bringt es denn auch Geschenke?", flüstert sie. "Natürlich – die braven Kinder bekommen eine Kleinigkeit", sagt die Gastgeberin. Anna kann es nun überhaupt nicht mehr erwarten.

Die Bedeutung des Räucherns

Am Nachmittag lädt die junge Bauernfamilie zur Jaus’n mit einem Kletzenbrot mit Butter (Rezept der Oma) sowie einem guten Haferlkaffee. Schön, dass wir uns am Griesbauer-Hof die Zeit danach beim Kutschenfahren vertreiben können. Nachdem wir Katharinas Schwiegervater helfen durften, die Pferde in den Stall zu bringen und einzudecken, sagt er: "Jetzt ist es Zeit zu räuchern!" Er holt etwas Glut von drinnen aus dem Ofen und gibt es mit etwas Weihrauch in ein Pfandl. Unsere Kinder bekommen ein Kännchen mit Weihwasser und einen Zweig. Während der Opa einen Rosenkranz betet, müssen die Kinder mit dem Weihwasser alles segnen (Räume, Stall, Geräte ...). Die Familienmitglieder nehmen ihren Hut ab und halten ihn über das Pfännchen – das soll volles Haar bringen.

Am 24. Dezember gehen die Bauern morgens und abends räuchern, um die bösen Geister auszutreiben. Früher dachte man, dass man damit sogar Seuchen und Krankheiten ausräuchern kann.

Das Christkind ist da!

Als es finster wird, ziehen sich alle festlich an und Katharina kocht einen Würsteleintopf mit echter Rindssuppe. Und als wir in gemütlicher Runde noch ein paar selbst gemachte Kekserl als Nachspeise essen, läutet plötzlich ein Glöckchen. Die Augen unserer Kinder strahlen – schließlich kommt das Geräusch aus dem Wohnzimmer. "Das Christkind war da", ruft die Bäuerin und alle gehen in den an diesem Tag so geheimnisvollen Raum – zögerlich, schließlich möchte ja niemand das Christkind erschrecken. Da steht er, der Christbaum in seiner ganzen Pracht. 
Nach einem kurzen "Vater unser" bekommt jedes Kind eine Kleinigkeit geschenkt.

Früher bekamen die Dienstboten immer einen Laib Kletzenbrot. Die Kinder erhielten immer nützliche Dinge, wie Socken oder Schuhe.

Nachdem sich die Aufregung gelegt hat, lädt Katharina nochmal zur Jause – es gibt einen traditionellen Aufschnitt. Beim gemütlichen Zusammensitzen klingt der Abend langsam aus.

Bei diesem Urlaub verstehe ich, warum sich die Menschen am Land so auf Weihnachten freuen – fernab jeglicher Hektik!

         

         

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