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Was ist im blühenden Mai im Bauerngartl zu tun?

Bauerngartl im Mai

Bauerngärten dienten ursprünglich der Selbstversorgung mit Gemüse, Kräutern, Obst und Heilpflanzen. Aber auch prächtige Blütenpflanzen zogen immer mehr in die bäuerlichen Beete ein und sind heute nicht mehr wegzudenken.


Prächtige Blütenpflanzen mit „heilenden Kräften“

Die Pfingstrose hat schon seit Jahrhunderten ihren Platz im Bauerngartl – damals hat man sie bei Hautkrankheiten als Heilmittel verwendet. Sie öffnet ihre traumhaft schönen Blüten im Mai. 

Tipp:
Pfingstrosen lieben tiefgründige und nährstoffreiche Böden. Zu beachten ist, dass man die langlebigen Stauden so selten wie möglich verpflanzt. 


Eine Pflanze, die Gäste bei einer interessanten Führung durchs Bauerngartl ebenfalls sehr wahrscheinlich antreffen können, ist die Ringelblume. Sie zählt noch heute zu den traditionellen Heilpflanzen und wird besonders bei oberflächlichen Wunden verwendet.

Tipp:
Im Mai erfolgt die Aussaat der Ringelblumen-Samen, sobald kein Bodenfrost mehr zu befürchten ist. Die Bäuerin wählt dabei einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort und setzt die Samen mithilfe eines Setzholzes im Abstand von 10 cm ca. 3 cm tief in die Erde.


Die wahren „Bienenmagneten“ Borretsch, Kapuzinerkresse und weitere Kräuter pflanzt die Bäuerin gerne in Hausnähe an, um sie direkt bei der Hand zu haben. Nach den Eisheiligen, ca. Mitte Mai, werden sie im Bauerngartl ausgesät. Sie sind nicht nur ein wahrer Augenschmaus, von dem man schnell etwas sieht, da sie schnell wachsen – sie werden auch in der Küche eingesetzt. 

Tipp:
Für die Ernte und Begehbarkeit der Beete legt man am besten Steinplatten. 


Lavendel und Salbei
schneidet die Bäuerin im Mai zurück.
Tipp: Dabei werden alle frisch ausgetriebenen Zweige um ein Drittel zurückgenommen. 


Verschiedenes Gemüse

Kohl, Kohlrabi, Porree, Salate und Sellerie werden in diesem Monat ebenfalls ausgepflanzt. Zucchini, Gurken, Erbsen und Bohnen besitzen Klettertriebe und ranken sich in die Höhe. Die Früchte bekommen so auch mehr Sonne.

Tipp:
Diese Gemüsesorten klettern sehr selbstständig – nur die Gurken brauchen etwas Hilfe, indem man die Ranken immer wieder nach oben bindet.

Gurken, Tomaten und Paprika werden aber erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) angesät.


Tipps zur Pflanzengesundheit und zum biologischen Düngen von Bäuerin Sabine vom Örglwirt’s Gut:

Die Beete am Bauernhof werden so angelegt, dass sich die Pflanzenarten gegenseitig vor Schädlingen schützen (Beispiel Zwiebeln und Lauch neben Karotten oder Kohlgewächse neben Sellerie sowie Salat neben Radieschen). Außerdem werden zum Beispiel alle zwei Jahre Pferdemist, Kompost und Steinmehl zur Jungpflanzenaufzucht gegeben. 

Jetzt ist auch die richtige Zeit, um den Komposthaufen neu aufzusetzen. Durch die Wärme arbeiten die Mikroorganismen wieder fleißig. 


Tipp Kraterbeet – die Vorteile:

Ein Kraterbeet ist ein rundes, trichterförmig vertieftes Beet für Gemüse und Kräuter. Außen gedeihen die robusten Arten, in der geschützten Mitte die wärmebedürftigen Pflanzen.


Die optimale Fruchtfolge
 

Pflanzen haben einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf. Das kann man sich im Garten zunutze machen. In dem einen Jahr wachsen zum Beispiel „Fresser“ wie Kohlgewächse und Paradeiser. Diesen Zehrern folgen Gemüsesorten mit „mittleren Ansprüchen“ (z. B. Mangold, Karotten, Zwiebeln und Radieschen). Im dritten Jahr ist der Boden dann schon nährstoffarm, was „Schwachzehrern“ wie Salat und Bohnen aber vollkommen ausreicht. Danach kann sich die Erde ein Jahr lang unter einer angebauten Gründüngung erholen. Pflanzen wie Luzerne, Studentenblume oder Perserklee lockern das Erdreich. Nach dem Winter werden sie geschnitten, liegen gelassen und nach drei Wochen in die Erde eingearbeitet. 

         

         

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