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Winter
Niederösterreich
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Weinviertel. Im Rhythmus der Gelassenheit.

Weingarten im Weinviertel
© Weinviertel Tourismus/Mödl
Radfahren in Mailberg (Weinviertel)
© Weinviertel Tourismus/Wurnig

Es muss kein „Feita“ (Feiertag) sein, um ein „Schlipfö“ (einen kleinen Schluck) zu trinken: Das Getränk, das dieser Region den Namen gab, prägt nicht nur die Landschaft, sondern auch seine Bewohner.

Das größte Weinanbaugebiet von Österreich, westlich von Wien und an der tschechischen bzw. slowakischen Grenze gelegen, besticht natürlich durch die breit angelegten Weingärten, aber auch durch Hügel, Wälder und Ackerflächen. Mit Leidenschaft – quasi Erbgut der Weinviertler – pflegt man hier die Weinkultur. Jeder kennt sich aus, egal ob es sich u.a. um einen Grünen Veltliner, Riesling, Müller-Thurgau, Weißburgunder oder Zweigelt handelt. Unverkennbar ist dies nicht zuletzt auch in den Baulichkeiten und Betrieben: Winzer und Weinstraßen, Kellergassen, Heurige und Presshäuser sind die sogenannten landmarks dieser Region.

Wie überhaupt die traditionelle geschlossene Bauweise eines typischen Weinviertler Dorfes ausserhalb der Städte noch erlebbar ist – komprimiert und historisch fundiert nachgestellt etwa im Museumsdorf Niedersulz, das auch mit Festen und Vorführungen alte Volkskulturen pflegt. Neben dem reizvollen Ort Retz bieten auch Korneuburg oder Hollabrunn kulturelle Sehenswürdigkeiten. Sucht man das Besondere wird man etwa im Nonseum (einem im wahrsten Sinne des Wortes Nonsens-Museum) in Herrnbaumgarten oder im Guckkastenmuseum in Hardegg fündig.

Dass die Weinviertler eher rau und stur sind – so zumindest eine Zuschreibung von „aussen“ – zeigt sich in der Volkskultur nicht. Viele Chöre in den Land- und Stadtgemeinden zeugen von einer lebfrischen und volksnahen Mentalität.