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Winter
Almhütten
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TIROLS ALMEN & HÜTTEN

Der Tag geht rund
Die Grate und Schotterhalden sind zum Greifen nahe. Über dem Joch schweben ein paar weiße Wolken. Die Berge darunter wie schwerelos. Die Almhütte duckt sich unter große Felsen und eine Zirbe.
Auch wenn mitten im Sommer über Nacht Schnee fällt, lassen sich die Kühe nicht beirren. Sie stehen frisch unter dem Vordach der Hütte und man sieht wie sie unaufhörlich aus den Gräsern die Milch herausmahlen.
Aber spätestens um elf ist alles wieder grün.

 

Das Leben auf der Alm, ist ein Leben in einer anderen Welt. Das bisschen Geräusch machen die Kuhglocken, das Dieselaggregat abseits der Hütte für die Melkmaschine, das Knistern von Holz im Ofen, wenn es verbrennt, das Schlagen der Buttertrommel, wenn der Wind das Dach rüttelt, ein Fensterladen zuknallt, aber sonst ist es still. So still, dass man das eigene Herz schlagen hört. Aber manche wissen gar nicht, dass sie ein Herz haben. Die Kammer ist so klein, wie ein Vogelnest. Und trotzdem hat die ganze Welt drinnen Platz. So groß ist die Welt also gar nicht.


Ein Bett, ein Stuhl, ein kleiner Tisch und schmaler Kasten. Und an der Wand überm Bett ein Bord für den Wecker, den man aufziehen muss, für den „Alten Mann und das Meer“ und den Bauernkalender. Alles andere bringt einen nur aus dem Gleichgewicht und auf Gedanken, die auf der Alm nicht zu gebrauchen sind. Aber der Tag geht rund. Und wenn sich die Sonne abends eingerollt hat, schläft sie bis zum Morgen unter dem Melkschemel.