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Frauentragen

Liebe Freunde von Urlaub am Bauernhof in Kärnten, können Sie sich unter dem Begriff „Frauentragen“ etwas vorstellen? Nein? Dann sind Sie nicht allein. Wer nun googelt, wird auf zwei völlig verschiedene Erklärungen stoßen. Zum einen auf ein garantiert nicht olympiafähiges Wettkampfspiel, in welchem der Partner seine Partnerin über abenteuerliche Hindernisse trägt – und zum anderen auf einen alten Herbergsuche-Brauch, der vor allem noch in Unterkärnten gepflegt wird. Von dem ist hier die Rede.

Die langen Winterabende in der Adventzeit laden dazu ein, sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Beim Frauentragen wird ein Marienbild, wahlweise eine Marienstatue, von Haus zu Haus getragen. Die schwangere Maria sucht symbolisch Herberge. „Wir suchen eine warme Kammer für eine Mutter und ihr Kind…“ Man bittet die Wandermuttergottes herein  und gibt ihr einen Ehrenplatz in der guten Stube. „Maria sei gegrüßet!“ Es wird Andacht gehalten und gebetet. Danach sitzt man gemütlich beisammen, plaudert und isst Kekse. Nach alter Kärntner Tradition sollten die Weihnachtskekse ja spätestens am 8. Dezember gebacken sein. Wer allerding bis heute noch kein Stäubchen Mehl und kein Gramm Butter verbacken hat, mache sich nichts draus – auch Kekse, die erst knapp vor dem Weihnachtsfest aus dem Ofen kommen, schmecken vorzüglich!

Einen Tag lang bleibt Maria nun in dem Haus, ehe sie am nächsten Abend neuerlich auf Wanderschaft geht und um Herberge bei einer anderen Familie bittet.

 

E A T Ä N K R N