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Engelchen aus Stoff

Nadel, Faden und Leinen, das ist der Stoff, aus dem die Engelchen der Puppenkünstlerin Elli Riehl gemacht sind. Zauberhafte  kleine Wesen mit verträumten Gesichtern und erstaunten Augen. Kindliche Himmelsboten, bei welchen man das Gefühl hat, sie kämen geradewegs aus sphärischen Gefilden herunter zu uns auf die Erde.

Elli Riehl  (1902 bis 1977) war eine begnadete Kärntner Puppenmacherin. Sie hatte das unglaubliche Talent, Menschen mit Zwirn und Nadel zu portraitieren. Da erkannte sich so mancher aus ihrem Bekanntenkreis in einer Puppe wieder. Und das war eine große Ehre! Die Künstlerin lebte auf einem Bauernhof im Gegendtal, in welchem heute das Elli-Riehl-Museum untergebracht ist. Einheimische und Urlauber, alle klopften an ihre Tür. Doch obwohl sie von ihrer Kunst lebte, war sie keineswegs bereit, jedem, der wollte, eines ihrer „Kinder“ zu verkaufen. Erst musste sie sicher sein, dass die Puppe beim Käufer auch wirklich in die richtigen Hände kam.

Lange vor den Zeiten des Anrufbeantworters hatte Elli Riehl ihr eigenes System, mit Besuchern, die sie nicht antrafen, zu korrespondieren: Neben der Eingangstür hing eine Schiefertafel mit KreiDe – da konnte man der Puppenmacherin eine Nachricht hinterlassen.

 

E A T Ä N K R N D