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Winter
Kärnten
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Viel Rauch gegen böse Geister!

 

Gemessen am jahrhundertealten Brauch des Räucherns ist der Christbaum in der Kärntner Bauernstube eine geradezu neumodische Sitte. Erst in den 1920er Jahren holte man den Tannenbaum ins Haus. Hingegen wurde die Tradition des Räucherns „immer schon“ von Generation zu Generation weitergegeben.

Dieses „Immer schon“ ist die höchste Auszeichnung für lebendiges Brauchtum. Geräuchert wird zu den Raunächten: Hl. Abend, Silvester und Dreikönig. Es vertreibt die bösen Geister und bringt Glück, Gesundheit und Segen. Es hält gleich siebenerlei Unglück fern und es funktioniert, denn der Glaube versetzt bekanntlich Berge.

Gäste, die „Urlaub am Bauernhof in Kärnten“ machen, sind herzlich zum Räuchern eingeladen! Am Nachmittag, wenn die Arbeit in Haus und Stall getan ist und die Stuben gekehrt sind, holt der Bauer ein wenig Glut aus dem Herd und schaufelt sie in ein Räucherpfännchen. (Auf so manchem Hof tut es auch eine alte Bratpfanne). Auf die Glut kommt ein dürrer Zweig vom Osterpalmbuschen (der wird extra für diesen Zweck aufgehoben) und Weihrauch. Manche nehmen auch noch ein Büschel Kranawett (Wacholder) und ein wenig Speik (Lavendel) dazu. Nun zieht die Familienprozession (von der Uroma bis zum Wickelkind) betend durch Haus und Stall.
Oma Aloisia verrät: „MaN muss sein Kopftuch oder den Hut in den Rauch halten. Das hilft gegen Kopfweh.“ Ein guter Rat! Schließlich gehören Kopfschmerzen zu den bösesten Geistern, die uns plagen können.


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