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Die Klöckler vom Gegendtal

Fotocredits: Gemeinde Fresach

Ein Adventbrauch, der garantiert jeden Fernsehapparat in der guten Stube zum Verstummen bringt, ist das Klöckeln im Kärntner Gegendtal. Da sitzen die Menschen gemütlich beisammen, essen und trinken, singen und plaudern. Ein  zwischenmenschliches Hoch im winterlichen Kältetief.
Jeden Donnerstag im Advent, sobald die Dämmerung hereinbricht, machen sich die Klöckler auf den Weg. Sie ziehen von Hof zu Hof und bringen Glück und Segen. Allerdings kommen sie nicht mit engelszartem Glöckchengebimmel, sondern pumpern gar kräftig ans Hoftor. Zum Klopfen (Klöckeln) verwenden sie gerne ein Holzscheit, ein „lerchenes“ (aus Lerchenholz) oder „birkenes“ (aus Birkenholz).
Anfangs verwehrt die Bäuerin den Klöcklern den Eintritt. Etwa Mit so einem Sprüchlein:
 
„Klöckler sind wohl fesche Leut‘,
i hab mit enk a Freud.
Aber kropfat und zahnluckat seid’s mir z’viel.
I wer erst aufmachen, wann i will!“
 
Erst nach allerlei Schmeichel-Sprüchen dürfen die Klöckler in die gute Stube. Dort bedanken sie sich mit dem Klöcklerlied. Das ist eine Litanei an Segenswünschen. Etwa:
 
„Mir wünsch ma da Bäuerin an goldenen Herd,
dass sie kann kochen, was ihr Herzl begehrt!“


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