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Die saligen Frauen

In der Abenddämmerung, wenn in der wohlig warmen Almhütte (über 200 solche heimeligen Wohlfühlhütten hat „Urlaub am Bauernhof in Kärnten“ im Angebot) die Kerzen flackern und der Duft von Zimt und Orangenschalen in der Luft liegt, dann ist es Zeit für eine schöne Geschichte. Hier lesen Sie die Kärntner Sage von den saligen Frauen, jenen guten Geistern, die in Berghöhlen wohnten und den Menschen bei der Arbeit halfen:


„Es war einmal eine fleißige, herzensgute Bäuerin im malerischen Mölltal. Sie hatte viel Arbeit, aber sie beklagte sich nie. Jeden Freitag wurde auf dem Hof Brot gebacken. Am Abend zuvor richtete die Bäuerin Sauerteig, und Mehl im Backtrog her. Einmal jedoch, als sie am Freitagmorgen in die Küche kam, lagen bereits die fertigen Brotlaibe auf dem Küchentisch. Da wusste die Bäuerin: Das war eine salige Frau!
Fortan kam die gute Fee jede Woche und schon vor dem Aufstehen war das Brot fertig. Manchmal beobachtete die Bäuerin heimlich die Salige bei ihrem Tun – denn, anders als bei den Heinzelmännchen, vertrieb man die Saligen dadurch nicht. Allerdings galt es ein anderes Gebot einzuhalten: Man durfte eine salige Frau niemals für ihre Arbeit entlohnen oder beschenken.
Doch die Bäuerin war so glücklich über die Hilfe, dass sie darauf vergaß und der Saligen eines Tages ein schönes neues Gewand und gutes Essen neben den Mehlsack stellte. Daraufhin verschwand die hilfreiche Fee und ward fortan nie mehr im Mölltal gesehen.“


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