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In der Christnacht sprechen die Tiere

In den langen Winternächten, wenn der Wind die Schneeflocken ums Haus wirbelt, ist es drin im warmen Stall ruhig und friedlich. Die Kühe liegen behäbig im StrOh. Es ist still. Das wird sich morgen ändern. Denn zur Heiligen Nacht, so heißt es, sprechen  die Tiere. In unserer Menschensprache. Allerdings ist Zuhören verboten. So sagt die Legende. Denn wer zuhört, erfährt vom eigenen Tod.

Höchste Zeit, diese Legende zu ändern. Es fürchtet sich doch heute ohnehin niemand mehr vor solchen Schauermärchen. Also lassen wir die Tiere sprechen und losn (hören zu), was sie zu erzählen haben: ob es im Sommer auf der Alm schön war, ob der Senner pünktlich mit dem Melken war, ob sie im Herbst gerne wieder in den heimatlichen Stall zurückgekommen sind.

„Urlaub am Bauernhof“ und Tiere – das gehört einfach zusammen. Da ist es doch sehr praktisch, wenn man wenigstens einmal im Jahr vernünftig auf Deutsch miteinander reden kann. Die Kühe bedanken sich für das würzige Futter, die Hühner für viel Auslauf. Der Hofhund will mehr Lob, die Katze möchte die Ofenbank für sich allein haben und sogar die kleinen Mäuse im Stroh piepsen ihre Wünsche: „Gebt der Mieze mehr Futter! Dann lässt sie uns in Ruhe.“

Und alle Tiere zusammen im Chor wünschen den Bauersleuten und ihren Gästen: „Fröhliche Weihnachten!“

T E A N T V A Ä N N E K R O N D A E M B U R H