(von Mag. Monika FALKENSTEINER, Nussdorf am Attersee)

Immer häufiger sind wir als Vermieter damit konfrontiert, dass Gäste buchen und dann leider nicht anreisen (können). Die Gründe sind unterschiedlich - manchmal klar und verständlich, manchmal recht fadensscheinig.

In der Praxis ist ein Buchungsentgang (weil man z.B. oft nichts Gegenteiliges beweisen kann) nur schwer einbringlich. Damit kein ungutes Gefühl zurückbleibt, weil man versucht, Stornogebühren zu verlangen oder weil man keine Storno verlangt, weil man sich nicht traut und die Zimmer/Ferienwohnungen daher frei bleiben, in der Folge einige Tipps:

 

So sind Sie möglichst gut abgesichert
Es gibt die Österreichischen Hotelvertragsbedingungen (ÖHVB.), die allfällige Entschädigungszahlungen im Stornofall beschreiben. Damit diese im Streitfall auch wirksam werden, ist es unbedingt notwendig, dass Sie diese Ihren Gästen auch entsprechend mitteilen. Und zwar schon zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses - d.h. optimalerweise bereits bei der Angebotslegung, spätestens aber mit der Buchungsbestätigung. Auch bei Internetbuchungen ist es unbedingt erforderlich, auf die ÖHVBs hinzuweisen. Bitten Sie Ihre buchungswilligen Gäste immer um eine schriftliche Bestätigung und geben Sie Ihren Gästen auch eine schriftliche Rückbestätigung. Das gibt auf beiden Seiten Sicherheit. Ein Telefonanruf - oft vor allem bei Stammgästen üblich - reicht nicht für einen bindenden Vertragsabschluss.

Anzahlung und Reiserücktrittsversicherung
Immer mehr - auch private Gastgeber - verlangen eine Anzahlung. Teilen Sie Ihren potenziellen Gästen mit, dass ein Urlaub erst dann fixiert ist, wenn ein entsprechender Prozentsatz (10 bis 25 %) des gesamten Buchungsbetrages bis zu einem vereinbarten Termin bei Ihnen eingelangt ist. Dies ist eine weitere Verbindlichkeit, die auch eine etwaige Entschädigungsforderung bei einem Ausfall erleichtert.

Empfehlen Sie Ihren Gästen eine Reiserücktrittsversicherung. Ihre Gäste können heute zu sehr günstigen Preisen Reiserücktrittsversicherungen abschließen. Unter der Internetadresse www.europaeische.at finden Sie einen Partner, der sich auf dieses Thema spezialisiert hat. Machen Sie dem Gast das Angebot. Es bedeutet für ihn nur einen geringfügigen Mehraufwand, und bei einer begründeten Stornierung der Reise springt die Versicherung mit einer Kostenübernahme ein. Auch das macht die Unannehmlichkeiten eines unerwarteten Nichtantritts des Urlaubs sowohl für den Gast, als auch für Sie als Gastgeber um Vieles leichter.

Drei Wochen sind lang ...
Seit über 30 Jahren kommt zu uns ins Haus eine alleinstehende Dame. Sie ist jetzt nicht mehr ganz jung und auch immer wieder etwas kränklich. In den letzten Jahren dachte ich mir bei jeder Buchung: "Hoffentlich kommt nichts dazwischen." Für ein kleines Haus ist ein Ausfall von einer Ferienwohnung für drei Wochen ein ordentlicher Verdienstentgang. Letztes Jahr musste die Dame ihren Urlaub (der in die Hochsaison Mitte Juli fiel) tatsächlich am Tag der Anreise wegen einer schlimmen Grippe stornieren. Da wir uns sehr mögen, suchten wir nach einer Lösung, die für uns beide passt. Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Wohnung noch anderweitig "anzubringen". Die Dame hat sich bereit erklärt, den Entgang auszugleichen. Kurz und gut. Es war zusätzlicher Stress mitten im Sommer. Dieses Jahr hat die Dame wieder gebucht. Um das Risiko abzusichern, habe ich sie gebeten, eine Reisestornoversicherung abzuschließen. War überhaupt kein Problem. Die Dame wäre nur nicht von selbst drauf gekommen.



 
 
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