Teil 1/13 - Aus der Kräuterecke...




Brunnenkresse



Sauerampfer



Hirtentäschel



Gänseblümchen



Huflattich



Bachbunge

Ein Sträußlein bunt, im Wald gepflückt,
das Aug’ und Zung’ zugleich entzückt

Ein Auszug aus einem alten Kräuterbüchlein meiner Oma (Jhrg. 1912) –
Zum Schmunzeln, sich wieder Erinnern, etwas zum Nachmachen,
zum Lernen….

Viel Freude beim Lesen!

Zum Schlusse will ich nun erzählen
von Kräutern, die man sollte wählen,
von Kräutern, wo man sagen kann:
An ihnen ist nur Gutes dran.
An kranken und gesunden Tagen kann jedermann sie gut vertragen.
In guter Mischung und allein, stets werden sie von Nutzen sein.
Sie schmecken alle gut und lecker und sind die wahren Lebenswecker.

Ein Aber ist auch hier dabei, sie haben Namen vielerlei.
In jedem Gau, in jedem Land hat man verschieden sie benannt.
Unendlich ist der Wörterschatz, für wenige ist hier nur Platz.
Auch hier kann Einigkeit nur nützen und uns vor Irrtümern beschützen.
Zum Beispiel heißt die Pusteblume, wächst sie in Schlesiens Ackerkrume,
Maiblümel in dem ganzen Gau. Maiblum’-Salat kennt jede Frau.
Das echte Maiblum’-Blatt indessen hat niemand ungestraft gegessen.
Drum sprichst Du nur von „Löwenzahn“ führst Du die Pusteblume an.
Salat daraus schmeckt delikat, doch achte auf den alten Rat:
Nur junge Blätter laß servieren, die alten wirken auf die Nieren.

Der Huflattich ist auch nicht ohne, wenn er gewürzt ist mit Zitrone.
Vom Hederich die jungen Blätter, sind eine Speise fast für Götter.
Gut schmeckt auch der Portulak.
Und jeder gerne essen mag die Taubnessel, das Immenkraut.
Brunnenkresse wird auch angebaut, damit sich ihrer Vitamine
der Mensch viel leichter noch bediene.
Sie ist zudem auch reich an Jod, empfohlen wird sie sehr zu Brot.

Am Gänseblümchen, Tausendschön soll man nicht schnell vorübergehn.
Die Brennessel schmeckt als Salat, zur Melde sagt man spanischer Spinat.
Sie ist als Unkraut oft sehr lästig, dach als Gemüse schmeckt sie prächtig.
Breitwegerich, das Wegeblatt, macht schneller wohl als anderes satt.
Ihm sehr verwandt und gut bei Hitze ist Wegerich, der schmale, spitze.

Üppig wuchert Vogelmiere, Hopfen taugt nicht nur zum Biere. Wie Spargel werden sein Sprossen in Salaten gern genossen.

Vom Hirtentäschel die Rosette, wenn man davon nur recht viel hätte!
Vortrefflich schmeckt das Geißfußblatt, wenn man es mischt in den Salat.
Die Bachbunge nur gut gedeiht an Stellen mit viel Feuchtigkeit.
Sie ist sehr milde im Geschmack. Das Gegenteil ist Pastinak.
Den Gundermann, die Nelkenwurz laß’ kommen sie nur nie zu kurz.
Rapünzchen ist zwar etwas klein, doch im Geschmack dafür sehr fein.
An sonn’ger und an moor’ger Stelle trifft man sehr oft die Bibernelle.
Und in der Kräuter bunt Gewimmel fehlt selten nur der wilde Kümmel.
Das Lungenkraut als Beigemisch macht die Salate doppelt frisch.
Falls man mit andrem Borretsch paart, bekommt das Ganze Gurkenart.

Weil er so gute Würze spendet, man Sauerampfer gern verwendet.
Doch wollen wir ihn lieber meiden, wenn uns bedrückt ein Nierenleiden.
Die Wegewarte steht am Schluß weil sie ja immer warten muß.
Dieweil sie um’s Vergessen zittert, ist sie wohl etwas schon verbittert.
Man nimmt sie darum nicht allein, doch mit was andrem schmeckt sie fein.

Da ging nun reichlich hin und her, wir sind gesprungen kreuz und quer.
Wir wollten ja nicht „Ordnung schaffen“, nur mal ganz kurz zusammenraffen den hübschen, bunten Kräuterreigen
und mit nur wenig Worten zeigen, wie reich wir sind in Wald und Flur an „gut genießbarer“ Natur.

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