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Jagt uns nicht und lauft nicht auf uns zu! Manche Kinder finden es lustig, wenn wir davonlaufen, aber es ist nicht fair. Auch die Gänse sind unserer Meinung.
Nicht laut sein und nicht laufen! Keine hektischen Bewegungen, denn das macht uns Angst!
Immer von vorne langsam auf uns zugehen. Wenn ihr von hinten kommt, erschrecken wir uns. Wir Pferde können zum Beispiel bis zu zwei Meter weit treten!
Wenn wir Herdentiere in Bewegung sind, lasst uns vorbeigehen. Stellt euch nie einem Tier entgegen, das eigentlich an euch vorbei will. Es könnte sonst passieren, dass es euch umrennt.
Bitte stört uns Tiere nicht, wenn
wir gerade schlafen oder vom Bauern unser Fressen bekommen. Ich mag es nicht, wenn ihr mich aufhebt und haltet. Mögt ihr dauernd von euren Eltern herumgetragen werden? Nein? Na eben!
Füttert uns Herdentiere nur, wenn wir hinter einer Absperrung sind. Das Füttern macht uns unruhig und wir fangen untereinander zu streiten an. Außerdem ist das viele Futter nicht gesund für uns!
Na ja, so streng will ich es auch nicht sehen. Ich freue mich ja, wenn ich euch am Zaun sehe. Bitte haltet beim Füttern die Hand richtig. Finger in einer Linie, sonst beißen wir noch unabsichtlich hinein.
Hört auf das, was der Bauer oder die Bäuerin sagt. Nur wenn ihr von ihnen die Erlaubnis habt, dürft ihr uns streicheln und füttern. Es könnte sonst ein, dass ihr ein Tier erwischt, das zu den Menschen nicht freundlich ist.
Früher waren nur sehr wenige Wege befestigt, die Schuhe
waren daher ständig schmutzig. Vor dem Eintreten versuchte
man, mit den Wanderstöcken den Dreck von den
Schuhen zu klopfen. Früher bezeichnete die Redewendung
einen Heuchler, der seine schmutzige Vergangenheit
verbergen will, die man aber noch erkennen kann. Heute
meint man damit, dass jemand eine Untat begangen hat.
Die Redewendung stammt aus einer
Fabel, bei der ein Schmied die Höhe
der Bezahlung seiner Dienste seinen
Kunden überlässt. Von dem, was er
bekommt, will er seine Katze ernähren,
die allerdings rasch abmagert
und verhungert: Freiwillig gibt niemand
gern. Ist etwas für die Katz',
so kann man davon ausgehen, dass
es sich um eine unbefriedigende
Entlohnung handelt.
Venezianische Glaswaren wurden früher zum
Transport über die Alpen in Fässern mit Butter
eingelagert. Erst kam eine Schicht Butter, dann
Gläser, dann flüssige Butter und so weiter, bis
das Fass voll war. Erkaltete die Butter, war alles
sicher. Die Redewendung bezeichnet heute eine
Situation, bei der man alles unter Kontrolle hat.
Die Redensart bezieht sich auf die
unter Söldnern weit verbreitete
Verhaltensweise, immer dann, wenn
es ernst wurde, nicht zu kämpfen,
sondern die eigene Haut zu retten
und die Flinte wegzuwerfen. Söldner
kämpften nur für Geld und waren
nicht unbedingt vom Krieg überzeugt.
Die Redewendung erklärt sich aus
der heimischen Landwirtschaft, denn
man legte Ochsen nicht nur ein Joch
über den Nacken, um sie als Zugtiere
zu verwenden, sondern brachte auch
hölzerne Scheuklappen an, um zu
verhindern, dass sie sich vor etwas
erschreckten. Das Brett vor dem
Kopf beleidigt daher doppelt: Man
hält jemanden für kurzsichtig und
sogar für einen Ochsen.