Brixentaler Antlassritt

Blogartikel // 01. Aug. 2019
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Tradition ist Trend

Immer mehr Urlauber entdecken ihren Ferienort neu – und möchten mehr erfahren über Bräuche und Geschichte, über Sagen und Mythen, über altes Handwerk und das Leben auf dem Lande. Ideale Entdeckungsorte sind dafür die Bauernhöfe in Tirol.

Während der Frühlingszeit erleben die Gäste regionale und örtliche Bräuche hautnah mit, da viele ihrer Gastgeber das ortstypische Brauchtum leben und pflegen, wie zB. die Brixentaler Bauern ihren „Antlassritt“. Seit 1648 zieht eine der traditionellsten Prozessionen Tirols durch das Brixental. Zu Pferde wohlbemerkt!

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Antlassritt

Bereits seit über 300 Jahren findet im Brixental der bekannte Antlassritt statt. Einheimische und Gäste freuen sich gleichermaßen auf dieses beeindruckende, farbenprächtige Spektakel. Eine Prozession aus ca. 80 Reitern auf geschmückten Pferden zieht durch die Orte Brixen, Kirchberg und Westendorf. Der Antlassritt findet jedes Jahr am Fronleichnamstag statt und führt über die Bundesstraße nach Kirchberg bis zum Rastplatz ("Schwedenkapelle") und zurück. Die örtlichen Musikkapellen, sowie das Glockengeläut der umliegenden Kirchen begleiten den Zug.

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Geschichte

Der eigentliche Grund des Antlassritts ging leider über die Jahre hinweg verloren, es gibt allerdings zwei sehr wahrscheinliche Erklärungen:

Nach Annahme des Heimatforschers Anton Dörrer handle es sich bei dem Ritt um ein Gelöbnis zur Bannung der Schwedengefahr im Dreißigjährigen Krieg. Außerdem sieht er in diesem Brauch auch eine uralte germanische Darstellung vom Sieg des Sommers über den Winter.