Das Reich der Kinder

Blogartikel // 09. Nov. 2017
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Verlässt man das geparkte Auto und schlendert Richtung Arnoldgut, fällt eines sofort auf: Platz gibt es hier in Hülle und Fülle. Umschlossen vom Bauernhaus, den Urlaub am Bauernhof-Wohnungen und dem Hof eröffnet sich in der Mitte des Anwesens ein richtiger Innenhof. In diesem spielen Kinder sorglos und ihre sorglosen Eltern sehen ihnen gemütlich dabei zu.

Als uns Maria Mayrhofer empfängt, zeigt sie uns sofort einige Holzhäuser in der Mitte des Innenhofes. Die Häuschen wurden von ihren Söhnen gebaut, als sie noch Kinder waren. Früher waren sie Austragungsort von Übernachtungsparties, heute grasen friedliche Schafe im kleinen Garten, der vor der schmalen Haustüre angelegt wurde.

Familie Mayrhofer © Matthias Gruber

Die Familie als Mittelpunkt von Allem –so könnte man das Arnoldgut in sechs Wörtern beschreiben. Kein Wunder also, dass sich bei dem Hof alles um Babys und Kinder dreht. Als zertifizierter Baby- und Kinderhof genießt man als Vater oder Mutter nicht nur die Annehmlichkeiten vorhandener Hochstühle, Flaschenwärmer und Co. Am Arnoldgut sind die Kleinen sinnvoll beschäftigt und dabei immer nur einen Blick entfernt. „Was den Leuten so gefällt? Dass es bei uns familiär zugeht. Wir sind kein Hotel, sondern ein kleiner Betrieb“ sagt Maria Mayrhofer.

Kaffeejause © Matthias Gruber

Nachdem wir mit Kaffee und einem herrlichen Eisbecher verköstigt wurden, machen wir uns auf und erkunden den Hof auf eigene Faust. Im Stall finden wir eine Menge Katzenbabies. Daneben zwei kleine Urlauberinnen. Die beiden halten die Kätzchen ganz fasziniert in den Armen, streicheln vorsichtig übers flauschige Fell. Wir fragen die zwei Mädels, was es am Hof sonst Tolles gibt und sie nehmen uns mit auf eine kleine Tour: Die Affenschaukel hinter dem Hof ist ein Erlebnis, dann außerdem kann man im Heu hüpfen. Während wir auf Entdeckungsreise sind, sattelt Maria das Pferd und kommt uns damit entgegen. „Pferdereiten kommt eigentlich immer gut an“, erzählt Maria. Als wir die Augen unserer beiden Mini-Guides sehen, wissen wir, dass das stimmt.

Obwohl der Fokus vom Arnoldgut auf Familien mit Babys- oder Kleinkindern liegt, gibt es auch für die Erwachsenen viele Highlights. Das wöchentliche Grillen im Sommer gehört auf jeden Fall dazu. Mitten im Garten ist eine Feuerstelle angebracht, auf der Grillmeister Hans Mayrhofer seine Zangen schwingt. Genauso spannend wie die Kinder ist am Arnoldgut nämlich das Thema „Genuss“. Und das hört nicht bei Grillabenden auf. „Bei uns macht es das aus, dass wir die eigenen Hofprodukte haben. Und die Vielfalt von unseren Tieren. Das ist das Um- und Auf!“ sagt Maria.

Bauernbutter © Matthias Gruber

Maria ist eine richtige Kräuterhexe. Beim Essen und Trinken versucht sie, die passenden Pflanzen zu finden die sowohl schmecken als auch ihre positiven Wirkstoffe entfalten. Um Maria diese Aufgabe leichter zu gestalten, hat ihre gesamte Familie zusammen geholfen und eine Kräuterspirale gebaut. Mit den Pflanzen, die dort wachsen, wird der famose Kräuterdudler gemixt. Was sonst noch auf den Teller kommt? Eier von den eigenen Hühnern und Butter aus der eigenen Kuhmilch.

Maria Mayrhauser © Matthias Gruber

Besonders stolz ist Maria aber auf ihren Bogen, dem entlang wunderschöne Rosen ranken. Auch die Gäste lieben den farbenfrohen Garten. Seit 18 Jahren ist das Arnoldgut bereits ein Urlaub am Bauernhof-Betrieb. Und selbst nach dieser langen Zeit liebt Maria ihre Aufgabe. „Mir macht das Vermieten so viel Spaß, man kriegt von den Leuten so viel zurück. Und kann ihnen so viel noch zeigen.“

Die ganze Welt zu Gast beim Arnoldgut

Einmal waren 21 Mexikaner am Hof. Wie die nach Radstadt kommen? „Übers Internet“, lacht Maria. Auch Urlauber aus Chicago haben sich schon am Hof entspannt. So kommt die große Welt ins Salzburger Land. Die Familie Mayrhofer sieht die Besuche als Bereichung. „Wir sind immer gespannt, was unsere Gäste erzählen, woher sie sind und wie ihr Leben abläuft“, so Maria. Da unterhält man sich schon mal mit Händen und Füßen. Aber verstehen, versichert uns die Bäuerin, tun wir uns immer.