Der Daniel Düsentrieb unter den Bauern

Blogartikel // 09. Nov. 2017
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Es gibt Menschen, die erfinden (sich) immer wieder neu. Robert ist so ein Mensch. Ist ein Projekt umgesetzt, denkt er gleich ans Nächste. So kommt es, dass der Kohlschnait-Hof ein richtiges Mekka für Abenteurer und Entdecker geworden ist.

Schwer ist es nicht, zum „Kohlschnait“ zu finden. Robert und seine Lisi kennt man im Ort, Pause für unser Navi. Als wir ankommen, versuchen wir uns erstmal einen Überblick zu verschaffen und steuern die Gastwirtschaft an. Vorbei an der Brauerei, dem Bogenpark und dem alten, wunderschön renovierten Haus, in dem die Gäste untergebracht werden, die beim Kohlschnait Urlaub machen.

Eile nur mit Weile.

Bevor wir jetzt aber los dürfen und entdecken, gibt es erstmal eine echtes Kohlschnait-Bier. Frisch gezapft aus dem Fass, so wie es sich gehört. Die Sonne scheint warm auf den Gastgarten, den Stress haben wir im Tal gelassen. Warum Robert eine Brauerei auf den Hof gebaut hat? Weil er ausprobieren wollte, ob er es kann. Am Anfang stand die Frage: „Was ist eigentlich Bier?“ Um eine Antwort zu finden, hat sich Robert durch unzählige Bücher gewälzt, Freunde befragt und keine Ruhe gegeben, bis die Kohlschnait-Brauerei ihre Pforten geöffnet hat. „Ich hab sogar eine Brauerei-Tour gemacht und sämtliche Braumeister ausgefratschelt“, gesteht Robert. Die Hartnäckigkeit hat sich bezahlt gemacht: Das Bier schmeckt herrlich.

Bogenschießen am Bauernhof? Kein Problem!

Von der herrlich warmen Sonnenbank ziehen wir weiter zum Bogenparcours. In der Brucker-Bergwelt haben sich Robert und seine Frau Elisabeth einen gut dreistündigen Bogenparcours eingerichtet. Diesen kann man als Urlaub am Bauernhof-Gast, aber auch tagesmäßig nutzen. Ein großer Einschussplatz hinter der Brauerei erlaubt, sich auszuprobieren und den Bogen auch mal zu überspannen. Wir zielen auf ein 3D-Wildschwein. Der Pfeil fliegt weit daneben zu Boden. Lisi lacht und zeigt uns nochmal genau, wie es besser geht. Das Bogen-Equipment kann man sich übrigens am Hof ausleihen.

So modern die Brauerei und die Bogenparcours sind, so alt ist die Unterkunft, in der man seinen Urlaub am Bauernhof verbringen kann. Die Kohlschnait-Hütte ist ein altes Bergbauernhaus und hat 400 Jahre am Buckel. Betritt man das Haus, merkt man davon allerdings nur die positiven Aspekte. Robert hat die Innenräume eigenhändig renoviert. In jedem der Schlafzimmer finden sich Himmelbetten und Kästen, die Robert selbst gebaut hat. Auf der Terrasse ist ein Hot Pot zu finden. Das ist eine Art Außenpool, der sich einheizen lässt. Der Blick aus der heißen Wanne raus? Über das gesamte Tal. Die Kohlschnait-Hütte ist eigentlich eine Selbstversorgerhütte.

Viel muss man trotzdem nicht selber machen, wenn man seinen Urlaub dort verbringt. Nebenan ist nämlich die die Gastwirtschaft, in der man ordentliche Schmankerl bekommt. Und natürlich ein kühles Kohlschnait-Bräu.

Gasthof Kohlschnaithof © Matthias Gruber

Rodeln - auch wenn’s mal nicht schneit

Brauerei, Bogenparcours, Gastwirtschaft und ein altes Bauernhaus, in dem man übernachten kann. Das ist nicht alles, was der Kohlschnaithof zu bieten hat. Im Winter führt eine Rodelbahn ins Tal. Und diese Rodelbahn war auch der Anfang der Tüfteleien von Robert und seinem Vater. „Als der Schnee Jahr für Jahr weniger geworden ist, haben wir uns eine Schneekanone zugelegt. Da haben alle gesagt, dass wir jetzt verrückt geworden sind. Das war uns aber komplett egal, wir haben uns eine Kanone ausgesucht, sie zwei Wochen getestet und dann unsere eigene gekauft“, erzählt uns Robert ein bisschen von seinem Weg und worüber er beim Experimentieren gestolpert ist. Nach einigen Hoppalas haben die Eders ihre Rodelbahn schließlich in den Griff bekommen. Bis ins Tal hinunter führt die beleuchtete Bahn. Und ist immer eine gute Idee.

Am Kohlschnaithof ist besonders …

… dass man neben einer Brauereibesichtung auch einen Bogenparcours durchmachen kann und danach in der Gastwirtschaft Schmankerl serviert bekommt. Kohlschnait steht eindeutig für Vielfalt.

Am Kohlschnaithof wohnen …

… die Familie Eder gemeinsam mit einigen Tieren.

Am Kohlschnaithof kann man …

… fast alles erleben, was das Herz glücklich macht. Eine Brauerei steht neben dem Start des dreistündigen Bogenparcours, ein Berggasthof serviert g’scheites Essen, das renovierte Bauernhaus ist eine charmante Unterkunft und im Winter verwandelt sich der Weg ins Tal zu einer Rodelbahn.

Am Kohlschnaithof findet man …

 … eine unglaubliche Vielfalt an Aktivitäten und eine sehr kreative Familie mit vielen, guten Ideen, die zum Großteil in die Realität umgesetzt werden.

Familie Eder © Matthias Gruber