Ein Juwel am Fuße des Tennengebirges

Blogartikel // 13. Juli 2021
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„Ein Gast hat einmal zu mir gesagt, sie kann es nicht glauben, dass sie in so einer schönen Gegend Urlaub machen darf“, erzählt Maria Rainer mit funkelnden Augen, als sie uns den Vorderfrommhof in Werfenweng zeigt. „Weil das Tennengebirge so nahe ist, das fasziniert einfach.“

Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt die Bäuerin den Hof in Werfenweng. Insgesamt leben vier Generationen auf dem noch recht jungen Gut. „Das Haus wurde Anfang der 1980er-Jahre gebaut, ich war damals selbst noch ein Bub und habe fest mitgeholfen“, erinnert sich Hermann Rainer an die Entstehungsgeschichte des Hofes. Hermanns Vater war Landwirt in Hallein, wollte aber schon immer in die Berge. Durch den Verkauf eines Gewerbegrundes konnte er sich seinen Traum erfüllen und eine Landwirtschaft in den Bergen kaufen. Genau dort, wo heute der Vorderfrommhof steht. Schon damals wollte er die schöne Lage mit Gästen teilen und begann mit der Viermietung von Zimmern und Ferienwohnungen.

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Der Keller des Hauses ist mit Sauna, Infrarotkabine und Massagetisch ausgestattet. Maria ist gelernte Masseurin, bietet diesen Service auf Wunsch auch den Gästen an und kommt im Gegensatz zu Hermann nicht vom Bauernhof. „Wir hatten immer Pferde daheim, weil mein Vater Berufsjäger ist. Aber auch Hühner und Hunde. Sonst war alles neu für mich. Vor allem mit dem Melken war ich anfangs überfordert. Ich habe sogar ein Training bekommen, weil ich es nicht hinbekommen habe.“ Auch Hermann erinnert sich noch gut: „Ich habe ihr erklärt, dass das schon wird. Und jetzt ist sie besser als ich. In den letzten 20 bis 25 Jahren hat sie mich überholt.“

Die Gäste von Hermann und Maria sind ebenfalls eingeladen, beim Melken zu helfen. Eine Besonderheit am Hof sind die Pinzgauer Kühe, von denen sie fast nur reinrassige besitzen. „Wir haben 20 Milchkühe und die Nachzucht. Die sind jetzt alle auf der Alm, die hier direkt neben dem Hof beginnt.“ Neben den Ferienwohnungen vermietet Familie Rainer wochenweise eine Almhütte für Gäste. Der Großteil der Besucher sind Familien und Paare. Hermann und Maria selbst sind junge Großeltern und haben ihre Kinder und ihren Enkel regelmäßig um sich herum am Hof. „Die Kinder sind gerne beim Melken dabei, wobei man die Burschen oft bei den Traktoren trifft und die Mädels beim Reiten“, erzählt Maria.

„Wir haben zwei Pferde, auf denen die Kinder gerne reiten, Katzen zum Streicheln und Hühner, die uns das Frühstücksei liefern. Ganz neu am Hof sind kleine Lämmer“, zählt Hermann den Viehbestand am Hof auf. „Die Lämmer kommen von einem Milchschafbetrieb, der einen Platz sucht, wo sie aufzogen werden. Wir füttern sie mit Kuhmilch als Ersatz und liefern die Lammmilch für die Produktion von Schafmilchprodukten.“

Der Vorderfrommhof ist seit 1992 Biobetrieb. Familie Rainer wirtschaftet nach höchsten Schutzkriterien für Fauna und Flora. „Obwohl Haus und Stall vor nicht allzu langer Zeit errichtet wurden, haben wir den Stall für die Milchkühle und für die Nachzucht zu deren Wohl nochmal neu gebaut, weil er zu finster war.“ Nicht nur die Tiere, auch die Gäste fühlen sich wohl am Hof, der am Fuße des Tennengebirges liegt. Hier braucht man kein Auto, man ist sofort im Grünen und kann Wandern gehen.

„Den Gästen gefallen auch die Nähe zu Salzburg und die vielen Sehenswürdigkeiten rundherum. Man ist sofort in der Eisriesenwelt oder auf der Burg Hohenwerfen“, erzählt Hermann über die Freizeitaktivitäten rund um den Hof. „Im Sommer wollen viele Gäste beim Melken und am Hof helfen, im Winter ist der Großteil auf der Piste. Vom Hof aus kann man super Winderwandern, Langlaufen, Schneeschuhwandern und Rodeln. Wir haben einfach alles im Angebot“, sagt Herman. Und dabei merkt man, dass er stolz ist, auf seinen Hof.

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