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Blogartikel // 29. Jan. 2021
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Hofgeschichten aus einem etwas anderem Winter

Was für ein Winter: Schnee, Sonnenschein … und Lockdown. Die Gastgeber vermissen ihre Gäste! Wie haben die bäuerlichen Vermieterinnen und Vermieter eigentlich die letzten Monate verbracht?

Urlaub am Bauernhof-Betriebe zeigen sich persönlich.
Eine Serie quer durch die Bundesländer von Elisabeth Freundlinger

Mädchen mit Helm am Pferdehof Pfaffenriegel im Burgenland  © Ludwig

„Mit der Landwirtschaft, unseren zehn Pferden und den vielen Kleintieren ist bei uns immer was los“, erzählt Margit Ludwig vom Pferdehof Pfaffenriegel im südburgenländischen Neuhaus am Klausenbach. „Nicht zu vergessen, unsere drei Kinder! Die sorgen schon dafür, dass uns nicht langweilig wird.“ Der Älteste, Vincent, ist elf und geht in die Schule, die anderen beiden, Thorin 5, und Enya 4 besuchen noch den Kindergarten. Trotz Lockdown läuft das Leben am Pferdehof Pfaffenriegel ganz normal weiter.

Aber was ist schon „normal“? – 2020 war ein hartes Jahr für Familie Ludwig, und die Pandemie hat damit nur am Rande zu tun. Im Jänner wurden alle von einer schweren Grippe gepackt (möglicherweise war es eh schon das damals noch namenlose Virus). Bei der kleinen Enya schlug sich die Krankheit auf die Lunge, und das Mädchen musste ins Spital. Bis Mai hieß es für die ganze Familie besonders achtsam zu sein, Ansteckungen zu vermeiden und sich dabei trotzdem nicht zu isolieren. Im August verstarb dann Margit Ludwigs Mutter. Neben Heuernte, Reitstunden und Gästebetreuung schafften es Margit und ihre Schwester, die Mama daheim zu betreuen. „So etwas macht was mit einem“, sagt Margit Ludwig, die trotz allem immer positiv denkt. „Die schweren Zeiten haben uns darin bestätigt, den Fokus auf das zu richten, was uns stärkt. Wir passen auf, aber wir schotten uns nicht ab, wir halten als Familie zusammen. Gute Luft, gesunde Ernährung und eine bewusste Einstellung zum Leben spielen für uns eine besondere Rolle. Diese Einstellung wollen wir gern weitergeben! Auch deshalb haben sich mein Partner und ich für die Omnipathie-Ausbildung entschieden.“

Omnipathie ist eine ganzheitliche Methode der Cranio-Sacralen-Osteopathie, bei der die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Mit sanften, schmerzfreien Griffen werden Blockaden energetisch auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene korrigiert. Der Energiefluss wird reguliert, das Wohlbefinden steigt – eine tiefe Entspannung stellt sich ein. Die Omnipathin rät zu zwei Behandlungen pro Woche als ideale Urlaubs-Ergänzung: „Urlaub ist der perfekte Zeitpunkt, durch eine Behandlung wieder zu sich und seinem Körper zu finden und ins Gleichgewicht zu kommen. Zur Gesundheitsvorsorge ist Omnipathie auch mit anderen alternativen oder schulmedizinischen Methoden gut kombinierbar. Übrigens sprechen auch Tiere gut auf diese Therapie an.“

In diesem Winter haben Margit Ludwig und ihr Partner Thomas ihre Ausbildung abgeschlossen und gleich einen tollen Behandlungsraum eingerichtet. Sobald der Lockdown vorbei ist, können die Gäste vom Pferdehof Pfaffenriegel ihren Erholungsurlaub mit Omnipathie-Behandlungen aufpeppen. „Klar! Natürlich werden wir unser Programm entsprechend erweitern“, bestätigt die Vermieterin. „Wir sind gerade dabei, die Angebote zu erstellen.“

Kind füttert Pony am Pferdehof Pfaffenriegel im Burgenland © Ludwig

Das Südburgenland - sowieso ein Geheimtipp

Ohnehin bietet das Südburgenland mit seinen sanften Hügeln, den malerischen Weinhängen und dem milden Klima die besten Voraussetzungen, um sich zu erden und seelisch wieder in Form zu bringen. Hier ticken die Uhren eben langsamer. Davon profitieren nicht nur die gastfreundlichen Einheimischen, das hat schon so manch gestressten Städter beim Urlaub auf dem Bauernhof wieder „heruntergeholt“.

Auf dem Pferdehof Pfaffenriegel kann man sich seit 30 Jahren davon überzeugen. Familie Ludwig vermietet zwei schön eingerichtete Ferienwohnungen für je 2-5 Personen. Der Pferdestall, der Streichelzoo (mit Minischweinen!), der tolle Spielplatz und die wunderschöne Umgebung schaffen viele Möglichkeiten für Auszeiten. Margit Ludwig schwört vor allem auf den heilsamen Kontakt mit Tieren. „Das seelische Gleichgewicht von Menschen und Tieren liegt uns am Herzen. Wir erleben immer wieder, wie die Gäste aus der Begegnung mit den Pferden lernen, nicht nur die Kinder. Auch den Erwachsenen tut das gut! In unserem kleinen Streichelzoo finden alle die perfekte Entspannung. Auch für uns sind die Tiere wertvolle Begleiter. Sie brauchen das ganze Jahr über Betreuung und sie vermitteln so viel Lebensfreude, da überwindet man Krisen rasch.“

Sonnenuntergang im Südburgenland © Franz Fartek

Nach vorne schauen!

Familie Ludwig, die in drei Generationen mit zwei Haushalten unter einem Dach lebt, hat die vergangenen Wochen gut genützt. „Im Winter vermieten wir nicht so viel, wir liegen ja nicht im Schigebiet oder in unmittelbarer Thermennähe. So verwenden wir diese ruhige Zeit immer dafür, unseren Hof weiterzubringen. Wir renovieren, wo es nötig ist und bringen Haus und Hof wieder für die Gäste auf Vordermann.“

Bub auf einem Pferd am Pferdehof Pfaffenriegel im Burgenland © Ludwig
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