Frühlingsgefühle mit Sumsi im Mühlviertel - Oberösterreich

Blogartikel // 19. Feb. 2019
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"Summ, summ, summ...Bienchen summ herum..."

… ertönt es bei den ersten warmen Sonnenstrahlen, wenn Blumen und Büsche zu blühen beginnen. Nach dem langen Winter werden die Flügel geputzt, gestreckt und die ersten Ausflüge zum „Bienenbuffet“ gestartet.

Hast du Lust, die fleißigen Bienchen bei der Nektar- und Pollensammlung zu beobachten? Grundlage ist eine vielseitige Nahrungsquelle von Frühling bis Herbst. Pflanze ein Stück „Wildblumen“-Wiese an oder verschönere deinen Balkon mit Blühpflanzen. Nimm auch einige Kräuter, so hast du gleichzeitig G´schmackiges für deine Küche! Hier ein paar Bienen-Feinschmecker-Tipps: Weide, Himbeere, Kapuzinerkresse, ungefüllte Rosen, Efeu, Fingerkraut, Bartblume, Hungerblümchen, Vergissmeinnicht, Lavendel, Ysop, Oregano, Salbei...

Lass dich von unseren Urlaub am Bauernhof Bienenkennern inspirieren und verbring ein paar summende Tage im Mühlviertel - frag gleich an am Biohof Stadler bei Opa Otto oder am Wittinghof (in Kooperation mit der nahen Erlebnisimkerei)!

Bauerngarten am Arnoldgut © Matthias Gruber

Hast du das gewußt?

Wie Ameisen und Wespen gehören Bienen zur Ordnung der Hautflügler. Bienen unterteilen sich wiederum in Honigbienen und Hummeln. Ein einzelnes Bienenvolk beherbergt ca. 40.-60.000 Mitglieder: allen voran steht die Königin – nur sie alleine legt die Eier für die Nachkommenschaft. Neben wenigen Drohnen (=männliche Bienen) gibt es hauptsächlich noch Arbeitsbienen, die im Laufe ihres Lebens immer wieder neue Aufgaben übernehmen. Zum Beispiel kümmert sich eine Biene zu Beginn ihres Lebens um die Wabenzellen, in die die Königin die Eier legt. Nach 4 Tagen werden diese zu Larven (= Bienenkinder) und von den Ammen gefüttert. Tag 9: die Wabenzellen werden verdeckelt, aus der Larve wird durch die Metamorphose die Puppe, aus der nach 21 Tagen die „Arbeiterin“ schlüpft. Und die hat ihr kurzes Leben lang mächtig viel zu tun!

Biene mit Pollensäckchen auf Wabe © Simone Lengauer

Sumsi und die goldene Nahrungskette

Als eines der ersten Insekten beginnt die Biene im Frühling mit der Bestäubung von Blütenpflanzen. Im Gegensatz zu anderen Bestäubern ist die Biene blütentreu – nur so können sich Wild- und Kulturpflanzen vermehren bzw. Früchte hervorbringen wie z.B. Äpfel, Beeren, Tomaten, Gurken etc., die wir gerne verzehren.

Was wir natürlich sofort mit den Sumsis in Verbindung bringen ist das BIENENGOLD, der Honig, der auf einem knusprigen Bauernbrot mit Butter besonders lecker schmeckt! Ob Blüten-, Wald- oder Tannenhonig – die Zutaten werden in mühseliger Arbeit gesammelt und verarbeitet.

Hast du schon einmal so ein fleißiges Bienchen – die „Sammlerin“ beobachtet? Stell dir das vor: 3-5 Mio. Blüten müssen besucht werden, um Nektar für 1 kg Honig zu sammeln!

Zurück im Stock übergibt sie den Nektar der Stockbiene. Nach einer „hausinternen“ Umwandlung ist der Honig reif und die Vorratszellen werden von den Bienen mit einem luftdichten Wachsdeckel verschlossen. Ein Bienenvolk benötigt ca. 50 kg Honig für sich selbst – die „Überproduktion“ darf sich der Imker abholen - Mahlzeit!

Die Sumsis schmieren uns aber nicht nur den Honig um den Mund! Welch altbewährtes Hausmittel noch so in einem Bienenstock versteckt ist, erfährst du im nächsten Magazinbeitrag!

Biene-auf-Blume © Ursula Schwarzgruber

Schau den Urlaub am Bauernhof Bienen-Kennern über die Schulter!

Biohof Stadler: Opa Otto und seine Leidenschaft

Dass Honig mehr ist als nur ein köstlich schmeckender Brotaufstrich, das weiß man am Biohof Stadler ganz genau. Hier steht der Bio-Honig, der von Opa Otto liebevoll hergestellt wird, täglich am Frühstückstisch.

Gleichzeitig wird das Bienengold als Hausmittel sehr geschätzt, da Honig antimikrobielle Stoffe enthält, die Bakterien und Viren abtöten können.
 
Regina, die Hof-Bäuerin und Mutter von fünf Kindern, verrät uns einige Tipps:
  • Warme(r) Milch/Tee mit Honig: kann hilfreich sein bei Erkältungen und Halsschmerzen, aber auch bei Einschlafschwierigkeiten. Wichtig: Tee oder Milch dürfen nicht zu heiß sein, denn ab 40 Grad verliert der Honig seine heilende Wirkung!
  • Honig kann auch beim Abnehmen helfen. Er  löst - im Gegensatz zum Zucker - keine Heißhungerattacken aus. Wer täglich etwas Honig genießt, dem fällt es leichter, auf Süßes zu verzichten. Gleich probieren: 1 Glas Wasser mit Zimt und einem Löffel Honig auf nüchternen Magen.
Opa Otto vom Biohof Stalder mit Honigsortiment © Biohof Stadler_Thomas Stadler

Sumsi auf der Spur

Am Wittinghof in Julbach bietet Familie Auberger den Gästen in Kooperation mit der Erlebnisimkerei Hüttner ein ganz besonderes Urlaubsangebot.

Ziel einer gemütlichen Wanderung ist die Nachbarfamilie Hüttner, die sich seit vielen Jahren den eifrigen Bienen verschrieben hat und diese mit Liebe und Leidenschaft pflegt. Gemeinsam mit der "Bienenhüterin" Agnes Hüttner taucht man in die summende Welt ein und erfährt viele interessante Details rund um die Tiere, die Produkte und etwas ganz Spezielles: eine Bienenluftkur. Diese verspricht nicht nur heilende Wirkung auf Atemwege und -organe, sondern kann auch Allergien, Asthma oder Bronchitis lindern. Wie das Ganze abläuft, bekommen die Besucher im großen Bienenluftkurhaus bestens erklärt. Eine Verkostung der verschiedenen Honigarten in geselliger Runde inklusive bildet den perfekten Ausklang.