Gesund und vital in den Bergen

Blogartikel // 23. Okt. 2018
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Der Sallerhof im Silbertal

Sie leuchten rot. Sind perfekt gerundet und verlockend wie im Märchen. Die Äpfel, die zu Hunderten an den Bäumen des Sallerhofs hängen. Ich möchte gleich hineinbeißen, genauso wie in die melonengroßen Birnen. Über dem gesamten Grundstück liegt ein betörender Geruch: nach reifem Obst, würzigen Kräutern und frischem Heu. Ich folge dem Heuduft zur Scheune und treffe auf Herlinde Erhard. Die Bäuerin stopft Heu in kleine, rotweiß gemusterte Kissen. Heu spielt beim Wohlfühl-Angebot des Hofes eine große Rolle: Die kleinen Kissen kommen auf Wunsch ins Zimmer und im Keller des Hofes steht ein richtiges Heubett.

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Auf die Zusammensetzung kommt es an

Heu, das erfahre ich, ist noch lange nicht gleich Heu. Die Zusammensetzung der Gräser entscheidet über die Wirksamkeit der Anwendung. Wichtig ist, dass das Heu entweder naturbelassen ist oder aus kontrolliertem Bio-Anbau stammt – und da der Sallerhof ein reiner Biobetrieb ist, lasse ich mich beruhigt in die Halme fallen. Bereits vor Jahrhunderten hatten Bauern nämlich beobachtet, dass sich verspannte Muskeln im Heu lösen. Dass Gelenkschmerzen gelindert und die Durchblutung der Haut gefördert wird.

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Entspannen auf dem Brixnerhof im Zillertal

Auf dem Brixnerhof wartet eine besonders nette Wellness-Anwendung auf mich: meine private Infrarotkabine. Sie steht gleich neben dem gemütlichen Bett und leuchtet in einem warmen Rotton. Rot, so erzählt meine Gastgeberin Elisabeth Hirschhuber, wirkt vitalisierend und kreislaufanregend. Da ich einen chronisch niedrigen Blutdruck habe und morgens grundsätzlich schlapp bin, setze ich mich zu früher Stunde in die Kabine. Sie duftet angenehm nach Fichtenholz und schon nach wenigen Minuten breitet sich eine wohlige Wärme in meinem Körper aus. Als ich 30 Minuten später wieder aus der Kabine klettere, fühle ich mich fit und energiegeladen.

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In der Natur baden

Ich leihe mir ein Fahrrad und fahre zum Schlitterer Naturbadesee, der nur wenige Kilometer vom Brixnerhof entfernt liegt. Unterwegs komme ich an einem großen Kräutergarten vorbei. „Mariengarten“ steht auf einem gußeisernen Schild über der Anlage. Ich schaue mich interessiert um und radele dann weiter zum Naturbadesee. Er ist zwischen Mai und September für Badegäste geöffnet. Und eine schöne Ergänzung zum Wohlfühlaufenthalt auf dem Brixnerhof.

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Eine Auszeit im Gasteinertal

In Bad Hofgastein liegt einer der ersten „Auszeithöfe“ Österreichs. Um in diese Kategorie bei „Urlaub am Bauernhof“ aufgenommen zu werden, müssen die Höfe ganz besondere Kriterien erfüllen: auch die Lage spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle. Und in dieser Kategorie bekommt das Maurachgut von mir zehn Punkte: Der Ausblick ins Gasteinertal ist sensationell. Und die Ruhe auf dem Berg vollkommen! Um den Bauernhof herum gibt es nur noch Wiesen, Weiden und Wälder. In Letzteren findet eine Wohlfühl-Anwendung statt, von der ich noch nie gehört hatte: Waldbaden. Während sie mich in den Wald begleitet, erzählt Auszeit-Bäuerin Rosi Schuster mehr über das Verfahren, dessen Wirksamkeit in vielen Studien bestätigt wird.

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Waldbaden beruhigt den Herzschlag

Überall zwischen den Bäumen liegen wuchtige Steine. Sie sind mit schimmerndem Moos überzogen. Und so groß, dass ich mich frage, wie sie überhaupt hierhin gekommen sind. Wir legen uns auf den weichen Waldboden; schließen die Augen und lauschen den Geräuschen des Waldes. Ich merke, wie sich mein Atem verlangsamt, und meine Gedanken beruhigen. Nach einiger Zeit schlägt auch mein Herz merklich langsamer.

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Arbeit als Therapie

Zum Auszeit-Konzept gehört übrigens noch eine weitere Komponente, die vielen Menschen guttut: die Mitarbeit auf dem Hof. Wer den ganzen Tag am PC hockt und das Produkt seiner Arbeit womöglich nie zu Gesicht bekommt, packt gerne auf dem Hof mit an: Melkt Kühe, hütet Schafe und backt Brot.

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Baden auf dem Torlehenhof

Auf dem Torlehenhof können Urlauber baden: einmal in dem großen Gartenpool, der von alten Obstbäumen umgehen ist – und dann in Freundlichkeit. Bäuerin Waltraud Voithofer ist die personifizierte Herzlichkeit. Sie hat immer ein Lächeln auf den Lippen und führt Gäste geduldig über den Hof. Erklärt dabei kenntnisreich, wie Hühner, Bienen und Kälber auf dem Hof leben. Serviert selbstgemachte Köstlichkeiten und begleitet die Besucher gelegentlich sogar auf die Alm, wo ihre Pferde weiden. Nach dem Wanderausflug geht es dann zurück zum Hof und – je nach Jahreszeit – an den Pool oder in die finnische Sauna.

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Bio Austria Zertifikat

Alles, was auf dem Torlehenhof hergestellt wird, ist bio-zertifiziert. Gedüngt wird nur mit dem eigenen Kuhmist. Alle Tiere sind täglich an der frischen Luft – selbst im Winter. Und zweimal die Woche stellt Waltraud Voithofer Käse und Butter aus eigener Milch her. Die Milchprodukte landen mit frisch gelegten Eiern auf dem Frühstückstisch der Gäste – gratis dazu gibt es dann noch das Panorama.

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Fast wie ein Wellness-Hotel – der Bastlshof

Dass es einen Bauernhof gibt, der den Vergleich mit einem Wellness-Hotel nicht scheuen muss, hätte ich mir nicht träumen lassen. Dann habe ich den Bastlshof in Tirol besucht. Er liegt idyllisch im Sellraintal: ist statt von anderen Häusern von Bergen und Wäldern umgeben. In einem Rundbau, der gleich neben dem Hof liegt, gibt es eine finnische Sauna, eine Infrarotkabine und einen Ruheraum mit direktem Bergblick. Durch die großen Panoramascheiben habe ich die Stubaier Alpen bewundert und den Garten des Bastlshof. Lauschige Sitzgruppen, ein Terrassengarten und ein leise plätschernder Brunnen machen ihn zur Wohlfühl-Oase.

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Das Beste zum Schluss

Wohl jeder kennt diese Orte, an denen einem das Herz aufgeht. Die zugleich beruhigen und beleben. Ein solcher Ort ist der Naturbadesee, der zum Bastlshof gehört. Ich habe hier meine Füße im kristallklaren Wasser baumeln lassen. Das frische Quellwasser fließt direkt aus den Bergen in den See. Im vorderen Bereich ist der Wasserstand so niedrig, dass die Wellness-Gäste im Storchengang durchwaten können – diese Kneippanwendung ist eine meiner liebsten. Danach habe ich mich in eine der Liegen fallen lassen und einfach nur noch entspannt.

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