Kärntnerland ist Bauernland

Blogartikel // 18. Jan. 2018
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In Kärnten heißt es, dass jeder Städter, vom Klagenfurter bis zum Villacher, zumindest einen Onkel auf dem Land hat, einen Bauern, von dem er sich regelmäßig ein paar Eier oder ein Stück vom köstlichen Schinkenspeck holt. Kein Wunder, reicht doch in Kärnten das Bauernland oft bis weit ins Stadtgebiet hinein – in Klagenfurt treffen Sie aufwogende Maisfelder, in Villach beim Spaziergang entlang der Drau auf blökende Schafe. So selbstverständlich wie in Kärnten Stadt und Land aufeinandertreffen, so selbstverständlich vermischen sich im bäuerlichen Betrieb Fortschritt und Tradition. In der guten Stube steht der Computer, hilft beim Managen des Betriebs und vernetzt die Bauersleute mit der Welt. Aber das Wissen darüber, wie ein ordentlicher Bauerngarten (von Stangenbohnen bis Krausminze) angelegt werden soll, wann die beste Zeit ist, das Holz zu fällen (immer beim richtigen Schein des Mondes!), welche Gewürze die Kärntner Selchwürsteln besonders schmackhaft machen (da hat jede Bäuerin ihr gut gehütetes Hof- und Küchengeheimnis) – dieses Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben. Ob landwirtschaftlicher Großbetrieb oder Nebenerwerbsbauer: In beiden Fällen ist die bäuerliche Arbeit Familienarbeit. Hier gibt es sie nämlich meistens noch, die vielzitierte Großfamilie. Der Opa hilft im Stall, die Oma beim Krendeln  der Kärntner Kasnudeln. Und wenn du Urlaub am Bauernhof in Kärnten machst, darfst du, wenn du das möchtest, gern ein wenig mithelfen.

 
Kinder laufen mit Hund an der Leine © Tom Lamm