Traditionen zu Ostern auf Salzburger Bauernhöfen

Blogartikel // 17. März 2020
Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen

Palmbuschen binden mit Opa

Beim Löckerwirt im Lungau gibt es viele Osterbräuche und Traditionen. Seitdem aber der Schwiegerpapa zum Opa befördert worden ist, gibt es den Brauch, dass er mit den Enkerln Lorenz & Louis (ganz ohne Mama, Papa, Oma…) Palmbesen bindet! Nur OPA und ENKERL. Dazu werden die Palmkätzchen vom Baum runter geholt, klein gezwickt und nach und nach, gemeinsam mit den beiden zum Besen gebunden! Dabei dürfen auch die Kids dem Opa die Zweigerln zugeben und er fertigt ihn gemeinsam mit den Kleinen aus!

 

Der Brauch ist für die Familie deshalb so wunderschön, da es ihn erst seit der Geburt der Kinder gibt und dies wirklich nur OPA-ENKERL-SACHE ist. Das ganze Jahr über freuen sich die Kinder, vor allem der Große, nun schon wieder auf das gemeinsame Palmbuschenbinden!

Palmbuschen binden mit Opa © der Löckerwirt

Produkte fürs Osterkörberl und die Speisenweihe

Für die Speisenweihe wird im Hause Löcker immer ein großer Korb mit leckeren und selbstgemachten Speisen vorbereitet, der dann am Ostersonntag mitgenommen wird zur Weihe in die Kirche.

Neben den selbstgefärbten Growialach-Eiern (Growialach steht für verschiedene Kräuter) dürfen die selbstgebackenen Germteig-Osterhäschen nicht fehlen. Wirtin Christina liebt es, diese gemeinsam mit den Kindern zu backen. Besonders bei so anschaulichen Backstücken haben Kinder alle Freude dabei, zu kneten, formen und einen eigenen Hasen entstehen zu lassen.

In den Osterkorb kommt neben dem "Weihfleisch" auch noch Butter und selbstgemachtes Brot - alles was man eben für eine gute "Weihjause" braucht. Diese Produkte werden dann auch den Gästen am Abend des "Fleischweihe-Tages" als Vorspeise (Weihfleisch mit Bio Ei, Bauernbutter und hausgemachtem Brot) aufgetischt. Juniorchef Leonhard erklärt den Gästen beim Servieren immer die Bedeutung und den Hintergrund dieser besonderen Vorspeise.

Weihfleisch Vorspeisenteller © der Löckerwirt

Stille und Gebet in der Karwoche

Gedanken zur Karwoche: "Die Stille, das Gebet, das Enthaltsame, die vielen „gratis“ angebotenen Gottesdienste in den Gemeinden, wir wissen es gar nicht zu schätzen. Wir schauen auf die Deko, die schönsten Ostermärkte, den tollsten Osterbrunch und vergessen, worum es zu Ostern eigentlich geht." Das größte Fest der Christenheit und der Schatz des Glaubens an die Auferstehung sollte laut Barbara vom Thurmhof in Flachau wieder mehr wertgeschätzt werden.

Hauskapelle am Thurnhof © Urlaub am Bauernhof - Bernd Suppan

Osterweckerl für die Gründonnerstagsmesse

Renate vom Sinnlehenhof in Leogang backt jedes Jahr Weckerl (dt. Brötchen) für die Gründonnerstagsmesse. Bei der Kommunion wird dann das Brot geteilt und es gibt Wein und Traubensaft.

Weckerl für Gründonnerstag © Sinnlehenhof

Eier färben mit den Gäste-Kindern

Im Lungau werden die Ostereier traditionell zusammen mit Kräutern, Zwiebelschalen, Blumen etc. in Baumwolltücher eingewickelt und dann gefärbt. Zurück bleiben wunderschöne Abdrücke auf den Eiern. Die Gästekinder vom Praschhof im Lungau sind immer voller Freude dabei. Aufregung gibt es dabei schon vorher beim Sammeln der Kräuter und Blumen.

Ostereier © Praschhof - Marion Prodinger