Urlaub auf der Grögernalm

Blogartikel // 13. Jan. 2021
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Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Das ist eine oft zitierte Weisheit. Und wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine andere. Oder es ist eh dieselbe Tür, die sich öffnet, aber dahinter wartet etwas ganz Neues.

Ein paar Jahre bewegte Geschichte hat die Grögernalm schon auf dem Buckel. Anfangs durften die Kühe vom Grögernhof hier ihre Sommer verbringen, sie wurden hier gemolken und die Milch wurde dann auch direkt weiterverarbeitet. Die Almausschank hat sich dann eigentlich so nach und nach ergeben und wurde im Laufe der Jahre zu einer echten Institution in der Region und auch darüber hinaus.

Almsommer im Wandel der Zeit

Gastgeber Christian hat die Landwirtschaft am Grögernhof von seinem Onkel übernommen und beschlossen, neue Wege zu gehen. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft war es dann auch nicht mehr möglich, mit den Kühen in den Sommermonaten auf die Alm zu siedeln. Für Christian und seine Frau Ricky war es naheliegend, die Almhütte Urlaubsgästen für eine kleine Auszeit vom Alltag anzubieten. Damit einem Wohlfühlen nichts im Wege steht, wurde natürlich einiges nachgerüstet, ohne der Grögernalm das Urige zu nehmen, das schon von den Tagesgästen so geschätzt wurde.

„Die Milchkammer haben wir in ein gemütliches Bad verwandelt und die Schlafzimmer mit Zirbenbetten ausgestattet“, erzählt Christian. Dem Zirbenholz wird ja nachgesagt, dass es gesunden, erholsamen Schlaf fördert. Ob dem tatsächlich so ist, das muss jeder ausprobieren. Auf jeden Fall riecht es ausgesprochen angenehm und erinnert an ausgedehnte Spaziergänge durch grüne Wälder. Im Wohn- und Essbereich erinnert noch einiges an die Zeiten, als hier ausgeschenkt wurde und regionale Schmankerl auf den Tisch kamen. Die großen Pfannen zum Beispiel, in denen – wie man in der Region hört – die besten Kasspatzen weit und breit serviert wurden. Und der noch viel größere Holzherd, auf dem früher für hungrige Wanderer, Radfahrer oder Schlittenfahrer gekocht wurde.

Langweilig wird es auf der Grögernalm fix nie. Wanderungen, Mountainbiketouren, in nur 10 Minuten Autofahrt zum Fuschlsee, bei Schlechtwetter in Nullkommanichts in die Stadt Salzburg. Aber eigentlich sollte der Almurlaub ja mal Entschleunigung bringen. Damit der Alltagsstress nicht nahtlos in den Freizeitstress übergeht, gibt es auch rund um die Hütte genügend Möglichkeiten, sich zu beschäftigen und gleichzeitig zu erholen. Ein schönes Grillplatzerl zum Beispiel, Liegestühle für das eigene Stück Alm, das man während des Aufenthalts gleich zur Hütte dazubekommt, ein Brunnen, der friedlich dahinplätschert als Geräuschkulisse. Und für die kleinen Gäste einen schönen Spielplatz, eine Lagerfeuerstelle und seit 2020 erstmals auch einen kleinen Streichelzoo. „Unsere Gäste sind herzlich eingeladen, uns beim Versorgen der Tiere zu unterstützen. Natürlich müssen sie nicht, wenn sie nicht wollen“, erzählt Christian.

Warum nicht auch mal Almwinter?

Ab 2021 wird die Grögernalm auch im Winter als Rückzugsort angeboten und vermietet. Ein echter Geheimtipp für alle, die nicht unbedingt mitten in ein großes Skigebiet müssen. Wer sich vorstellen kann, sich aus eigener Kraft einen Berg rauf und runterzubewegen, ist hier genau richtig. Schneeschuhwanderungen und kleine Skitouren sind direkt von der Hütte weg möglich. „Auf Wunsch können wir auch geführte Touren organisieren“, ergänzt Christian. Zur Rodelbahn runter nach Faistenau sind es auch nur 100 Meter. Was man aus dem ganzen Schnee, der in Faistenau im Winter ausgesprochen zuverlässig fällt, so alles machen kann, ist der Phantasie der Gäste überlassen. Ein Iglu bauen zum Beispiel oder gleich eine ganze Schneemannfamilie.

Die einzige Konstante ist oft die Veränderung

So wie sich die Nutzung der Grögernalm über die Jahre immer wieder verändert hat, darf auch die Landwirtschaft wachsen und sich entwickeln. Die Ideen gehen Christian Frohnwieser jedenfalls nicht aus. „Bio Weideschwein aus der Fuschlseeregion“, lacht er, „das ist unser nächstes Projekt“.