In der weihnachtlichen Backstube

Blogartikel // 04. Dez. 2018
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Zu Gast beim "Hoferpeter", wo im Advent nicht nur das Keksbacken eine ganz besondere Tradition hat

Weihnachten ist nicht mehr weit – das verrät bereits die Dekoration am „Hofpeter“. Rund um den großen Hof wurde alles liebevoll mit Tannenzweigen geschmückt und an der Eingangstür empfängt die Besucher und Besucherinnen ein schöner Christbaum, verziert mit Sternen und Herzen aus Holz. Auch beim Betreten der großen Stube der Familie Grabner in Baierdorf duftet es bereits richtig vorweihnachtlich. Ein wunderschöner Adventkranz schmückt den Esstisch, in der Küche wurden schon unterschiedliche Teigsorten bereit gelegt.
Zutaten für Keksteig © Katrin Rathmayr

Besondere Gäste im Advent

Doch statt bekannter Weihnachtsmusik füllt sich der Raum allmählich mit Stimmen und Gelächter, denn am Hof ist wie jedes Jahr um diese besondere Zeit im Jahr eine Großfamilie zu Gast. Großeltern, Kinder und auch Enkelkinder aus den verschiedensten Städten und Bundesländern versammelt sich traditionell rund um die Weihnachtszeit in Baierdorf, um an einem besonderen Wochenende im Dezember der Hektik rund um sie zu entfliehen. „Seit unsere ‚Enkel‘ klein sind, kommen wir Jahr für Jahr hierher, um im Advent gemeinsam Zeit zu verbringen und natürlich auch um unsere allseits bekannten Kekserl zu backen“, erzählt eine der Besucherinnen mit Vorfreude in den Augen.

Kinder beim Keks ausstechen © Katrin Rathmayr

Keksproduktion beim "Hoferpeter"

Auch an diesem Sonntag stand die große Weihnachtsbäckerei am Programm. Gemeinsam mit dem bemühten Ehepaar Sabine und Hannes Grabner wurden die Vorbereitungen für die verschiedenen Kekssorten getroffen. Unterstützung bekamen sie dabei von den zwei jüngsten Familienmitgliedern der Familie – mit großer Vorsicht und viel Leidenschaft stachen sie gemeinsam ein Keks nach dem anderen aus. Johannes und Helene waren für die Ischler Bäckerei zuständig und wussten genau, was sie taten, denn für jedes normale Keks sollte auch gleich eines mit „Loch“ folgen, um diese später ausgiebig mit der vorbereiteten Marmelade zu füllen.

Kekse ausstechen © Katrin Rathmayr

Köstliche Tradition

Die geräumige Küche am Hof wurde komplett ausgenutzt, an jeder Ecke wartete eine bestimmte Station der Keksproduktion. Während Sabine Grabner ihre Kinder unterstützte, rollten ein Ehepaar der angereisten Gäste Vanillekipferl aus – die Routine in dem Handwerk war nicht zu leugnen: Während sie einheitliche Stücke von einer dicken Teigrolle schnitt, formte ihr Gatte gleichmäßig große und verführerisch duftende Kipferl. „Das Geheimnis unseres Rezeptes sind die Mandeln, denn diese reiben wir selbst“, verriet die leidenschaftliche Köchin. Seit mehr als 21 Jahren werden genau diese ganz besonderen Kekse im Hause der Familie Grabner produziert. Eine Tradition, die weder die Gastgeber, noch die Gäste missen möchten. Denn obwohl ihre Enkelkinder bereits erwachsen sind, freuen sich alle auf diesen gemeinsamen Familienurlaub im idyllischen Baierdorf.

Vanillekipferl © Katrin Rathmayr

Der Geschmack der Weihnacht

Abwechselnd werden in den zwei Öfen die Backbleche ausgetauscht. Während die noch heißen Vanillekipferl in einem Gemisch aus Staub- und Vanillezucker gewendet werden, müssen die Ischler Kekse noch vervollständigt werden. Fleißig beträufelt Helene ein Stück nach dem anderen mit der hauseigenen Marmelade und ihr Bruder setzt gleich im Anschluss rasch die zwei Hälften zusammen. Das eingespielte Team weiß außerdem, was bei den Ischler Keksen auf keinen Fall fehlen darf: der Staubzucker. Die gezuckerten Kekse werden anschließend im geräumigen Frühstücksraum verkostet und das Ergebnis ist eindeutig – Weihnachten kann jetzt kommen.

Weihnachtskekse zuckern © Katrin Rathmayr