In der weihnachtlichen Backstube

Blogartikel // 24. Nov. 2020
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Zu Gast beim "Hoferpeter", wo im Advent nicht nur das Keksbacken eine ganz besondere Tradition hat

Weihnachten ist nicht mehr weit – das verrät bereits die Dekoration am „Hofpeter“. Rund um den großen Hof wurde alles liebevoll mit Tannenzweigen geschmückt und an der Eingangstür empfängt die Besucher und Besucherinnen ein schöner Christbaum, verziert mit Sternen und Herzen aus Holz. Auch beim Betreten der großen Stube der Familie Grabner in Baierdorf duftet es bereits richtig vorweihnachtlich. Ein wunderschöner Adventkranz schmückt den Esstisch, in der Küche wurden schon unterschiedliche Teigsorten bereit gelegt.
Zutaten für Keksteig © Katrin Rathmayr

Besondere Gäste im Advent

Normalerweise füllt sich der Raum statt mit bekannter Weihnachtsmusik allmählich mit Stimmen und Gelächter, denn am Hof ist um diese besondere Zeit im Jahr eine Großfamilie zu Gast. Großeltern, Kinder und auch Enkelkinder aus den verschiedensten Städten und Bundesländern versammeln sich traditionell rund um die Weihnachtszeit in Baierdorf, um an einem besonderen Wochenende im Dezember der Hektik rund um sie zu entfliehen. „Seit unsere ‚Enkel‘ klein sind, kommen wir Jahr für Jahr hierher, um im Advent gemeinsam Zeit zu verbringen und natürlich auch um unsere allseits bekannten Kekserl zu backen“, hat uns voriges Jahr eine der Besucherinnen mit Vorfreude in den Augen erzählt.

Nur heuer - da ist alles ein bisschen anders.

Kinder beim Keks ausstechen © Katrin Rathmayr

Keksproduktion beim "Hoferpeter"

Trotzdem steht auch dieses Jahr die große Weihnachtsbäckerei am Programm. Sabine und Hannes Grabner, die engagierten Vermieter, treffen die Vorbereitungen für die verschiedenen Kekssorten. Unterstützung bekommen sie dabei von den eigenen Kindern – mit großer Vorsicht und viel Leidenschaft stechen sie gemeinsam ein Keks nach dem anderen aus. Besondere Aufmerksamkeit ist bei den Ischlerkeksen gefragt, denn für jedes normale Keks soll auch gleich eines mit „Loch“ folgen, um diese später ausgiebig mit der vorbereiteten Marmelade zu füllen.

Kekse ausstechen © Katrin Rathmayr

Köstliche Tradition

Die geräumige Küche am Hof wird komplett ausgenutzt, an jeder Ecke wartet eine bestimmte Station der Keksproduktion. Während in der einen Ecke die Ischler Kekse ausgestochen werden, nehmen in der anderen die Vanillekipferln im wahrsten Sinne des Wortes ihre Form an.

„Das Geheimnis unseres Rezeptes sind die Mandeln, denn diese reiben wir selbst“, verrät Sabine, während sie ihre Kinder unterstützt. Seit mehr als 21 Jahren werden genau diese ganz besonderen Kekse im Hause der Familie Grabner produziert. Eine Tradition, die weder die Gastgeber noch die Gäste missen möchten. Heuer allerdings bleibt die Bauernfamilie unter sich - die Gäste zehren von den Erinnerungen der vergangenen Jahre.

Vanillekipferl © Katrin Rathmayr

Der Geschmack der Weihnacht

Abwechselnd werden in den zwei Öfen die Backbleche ausgetauscht. Während die noch heißen Vanillekipferl in einem Gemisch aus Staub- und Vanillezucker gewendet werden, müssen die Ischler Kekse noch vervollständigt werden. Fleißig beträufelt Helene ein Stück nach dem anderen mit der hauseigenen Marmelade und ihr Bruder setzt gleich im Anschluss rasch die zwei Hälften zusammen. Das eingespielte Team weiß außerdem, was bei den Ischler Keksen auf keinen Fall fehlen darf: der Staubzucker. Die gezuckerten Kekse werden anschließend verkostet und das Ergebnis ist eindeutig – Weihnachten kann jetzt kommen.

Weihnachtskekse zuckern © Katrin Rathmayr