#WieWirLeben: Ab in die Brotbackstube

Blogartikel // 30. Aug. 2018
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Während die Männer in illustrer Runde zur Wildtiersafari ins Hochgebirge aufbrechen, greift unsereins gemeinsam mit jungen Nachwuchsbäckern zum Teig, um frisches Bauernbrot zu backen. Manche Sitten ändern sich wohl bis zum heutigen Tage nicht, schmecken tut es dafür umso besser. Und das wissen schlussendlich auch g’standene Mannsbilder zu schätzen.

Am Landgut Moserhof kann man nach Herzenslust Urlaub machen. Bauernhof-Flair und 4-Sterne-Komfort inklusive. Kindheitserinnerungen wieder aufleben lassen, das funktioniert hier in Penk, dem Tor zum malerischen Mölltal, genauso prächtig. Beim wöchentlichen Brotbacken beispielsweise. Gerhild Hartweger, Gastgeberin mit Herz und Seele, weiß um die Bedeutung dieser besonderen Erlebnisse Bescheid: „Viele unserer Gäste kommen genau deshalb zu uns, um ihren Kindern zu zeigen, wie Nahrungsmittel produziert werden. Man möchte ihnen veranschaulichen, was an Arbeit dahinter steckt und erkennt dabei in vielen Handgriffen das Erlernte aus Omas Zeiten wieder.“

Familie backt_01 © Daniel Gollner

Wie das duftet

Um diesen besonderen Geschmack der Kindheit am Moserhof wieder zu entdecken, heizt Gerhilds Mann Heinz frühmorgens den Holzofen in der Brotbackstube ein. Eine große Schüssel mit Brotteig wartet bereits. „Im Teig enthalten sind feinstes Roggen- und Weizenmehl, Wasser, Salz, Kümmel, Anis und gerne etwas Fenchel, damit man kein Bauchweh bekommt“, erklärt Gerhild, während sich Groß und Klein, Jung und Alt mit schmucken Schürzen bekleidet um sie versammelt haben. Dann kann es losgehen. Der Teig wird portionsweise verteilt, die Hände mit Mehl anständig eingerieben und schon darf um die Wette geknetet werden. Während die Väter mit Heinz im Gebirge unterwegs sind, füllt sich die warme Brotbackstube Körbchen um Körbchen mit den rund geformten Laiben. Oder wie der kleine Elias es treffend formuliert: „Die Papas sind oben am Berg und die Mamas sind hier beim Arbeiten.“ Da darf eine kleine Pause natürlich nicht fehlen, ein köstlicher Kuchen belohnt die fleißigen Nachwuchsbäcker. Schließlich ist es soweit und das Brot darf endlich in den Ofen geschossen werden. Laib um Laib wird mit Wasser bestrichen, einem Kreuz versehen und im Rohr platziert. Schon bald erfüllt ein heimeliger Geruch den Raum. Während die Kinder neugierig die Nase rümpfen und ungeduldig warten, schwelgen die Erwachsenen in Erinnerungen.

Junge betrachtet Ziege © Daniel Gollner

Botschafter der bäuerlichen Welt

„Wir verstehen uns als Botschafter der bäuerlichen Welt. Am Moserhof finden daher immer ein bis zwei Kochtage wöchentlich statt, wo man mit den Gästen gemeinsam regionale Hausmannskost zubereitet“, erzählt Gerhild. Der Renner sind Buchteln mit Vanillesauce, aber auch Wildspezialitäten aus der Eigenjagd sowie Gerichte vom Biorindfleisch. Viele Erinnerungen an Gerhilds Kindheit fließen mit ein: „Da ich selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, kann ich Erfahrungen teilen und die guten alten Rezepte weitergeben.“ Kulinarik wird hier noch zelebriert, denn schließlich hieß es früher: Nur wenn man gut kochen kann, ist man wer.

Junge mit Teig an den Händen © Daniel Gollner

Raus damit!

Schließlich wird das Brot im Ofen goldbraun und kann herausgeholt werden. Das duftet. Etwas abkühlen lassen und einer Verkostung steht nichts mehr im Wege. Und als ob die Männer den Duft bis in den Wald hinauf vernommen hätten, sind auch sie pünktlich auf die Minute zur Stelle. Ein wunderbarer knuspriger Genuss. Ja, so gesund kann man am Moserhof Erinnerungen wecken und Kraft für die nächsten Abenteuer tanken. Heuhüpfen beispielsweise.