Wer Ruhe sucht, der findet sie hier - am Bauernhof von Familie Rossegger

Blogartikel // 11. Feb. 2020
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Blickt man aus dem Fenster gibt es weit und breit keine Häuser, keine Autos, keinen Lärm. Einzig das Röhren des Hirsches ist hier auf 1.060 Höhenmetern zu hören. Eine einzigartige Stille, die viele Besucher suchen.

Der Duft von Holz

Vor knapp fünf Jahren renovierte Familie Rossegger das Haus auf ihrem Grundstück in der Hochsteiermark. Aus der ehemalige „Keusche" entstand ein gemütliches Ferienhaus, in dem bis zu vier Personen die Auszeit vom Alltag genießen können. Bereits beim Betreten möchte man das Haus nie wieder verlassen – der Duft von Holz verzaubert ebenso wie die gemütliche Einrichtung aus Zirbenmöbel und dem knisternden Ofen in der Küche. Den Großteil der Unterkunft hat Familienvater Peter Rossegger selbst erneuert und das spürt man in jedem Raum.

Ferienhaus, Familie Rossegger, Hochsteiermark © Katrin Rathmayr

Sterne, soweit das Auge reicht

Doch die wunderbaren Wanderwege und die schöne Unterkunft sind nicht der ausschlaggebende Grund für die Urlaube am Bauernhof in Krieglach: „Die Leute sind da, um einfach nur einmal die Ruhe zu erleben,“ weiß Peter Rossegger „denn sie sind die Stille heutzutage gar nicht mehr gewohnt.“ Die Gäste kommen meist aus der Stadt und genießen hier die Idylle und den klaren Sternenhimmel, den man kaum sonst wo derart klar erleben kann.

Um noch mehr Gästen diesen Urlaub abseits der Hektik zu ermöglichen, arbeitet die Familie gerade an der Renovierung einer zweiten Unterkunft, die diesmal Platz für sechs Personen bieten soll. Die Eröffnung ist im Frühjahr 2020 geplant, doch ein Herzstück des Ferienhauses ist bereits fertig: die Walddusche, bei der man dank einer bedruckten Glasplatte sogar beim Duschen nicht auf die Bäume verzichten muss. Außerdem wird den Gästen hier ab kommenden Jahr eine Sauna zur Verfügung stehen und eine Terrasse, die direkt an das Gehege der Schafe angrenzt.

Ausblick auf Landschaft und Wald © Katrin Rathmayr

Umgeben von Wäldern

Die Fokus am Alpl liegt– wie könnte es in der sogenannten Waldheimat auch anders sein – auf der Forstwirtschaft. Peter Rossegger selbst ist Waldpädagoge und ladet die Gäste stets dazu ein, ihn zu begleiten. Aber auch am Hof freut er sich über Unterstützung von Jung und Alt und nimmt sich gerne Zeit, um den Besuchern den Betrieb zu erklären oder mit ihnen einfach nur zu plaudern: „Gerade bei Stallbesuchen entstehen immer die spannendsten Gespräche“, lächelt der Forstwirt aus Leidenschaft.

Neben Schafen, Ochsen, Hühnern und Rotwild gehören seit kurzem auch drei Enten zur Familie, die fröhlich quakend über den Hof watscheln. „Wir haben nur so viele Tiere, wie wir auch selbst ernähren können“, betont der Hofherr. Bei der Bewirtschaftung wird er nicht nur von seiner Gattin und den zwei Kindern unterstützt, sondern auch sein Onkel und Vater kümmern sich um den Hof.

Blick auf die Schafweide © Katrin Rathmayr

Auf den Spuren von Peter Rosegger

Wie es der Name schon verrät, ist die Familie über Generationen hinweg mit dem Heimatdichter und Schriftsteller Peter Rosegger verwandt. Dessen Geburtshaus ist nur 20 Gehminuten von der Unterkunft entfernt, weshalb sich auch häufig Touristen auf den Hof verirren. Diese ungeplant Besuche nimmt die Familie jedoch mit Humor und zeigt den Gästen gerne den Wanderweg.

Für den Schriftstellers stand die Liebe zu seiner „Waldheimat“ stets im Vordergrund und als Besucher in der Hochsteiermark versteht man auch, wieso. In einem seiner Werke ist zu lesen: „Nur der Einsame findet den Wald: wo ihn mehrere suchen, da flieht er und nur die Bäume bleiben zurück.“ Und dieses Zitat beschreibt den Urlaub inmitten der Wälder wohl am treffendsten.

Hinweisschild Bauernhof Rossegger © Katrin Rathmayr