Wo Bauer Hannes die Milch herholt

Blogartikel // 18. Jan. 2018
Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Auf Google+ teilen

Johann Bernhardt, den alle nur Hannes nennen, ist Bauer in Heiligenblut. Tochter Rosmarie führt die Landwirtschaft. Der Hof – nicht verwirren lassen! – hat den Vulgonamen Wallner. „Ich geh zum Wallner“, sagen die Leute, wenn sie den Bauern Hannes besuchen.

 

Und hoch oben in den Bergen, dort wo der Himmel bis zum Almboden reicht, steht die Wallner-Kasa. Kasa? So nennt man in manchen Gegenden Oberkärntens die Almhütten. Früher einmal war die Rosi Sennerin auf der Wallner-Kasa und es heißt, sie habe den besten Almkas weit und breit gemacht.

 

Heute ist die Wallner-Kasa eine Almhütte, die man bei Urlaub am Bauernhof in Kärnten mieten kann. Am liebsten würden die Gäste den Bauern Hannes gleich dazu mieten. Er erzählt nämlich die schönsten Geschichten aus der Gegend. Etwa die Sage von der Pasterze, dem größten Gletscher der Ostalpen.

Bauer beim Milchabfüllen im Stall © Daniel Gollner

Den Urlaubern aus der Stadt, die es genau wissen wollen, erzählt Bauer Hannes auch, wo er die Milch herholt: von den Kühen, nicht aus dem Supermarkt. Von der braven Alma, der dicken Berta, der flinken Bunten. Und von der treuen Milka, die natürlich nicht lila ist.

 

Die Menschen könnten dem Bauern Hannes stundenlang zuhören. Aber der muss wieder zurück auf den Hof, muss der Tochter Rosi beim Vieh helfen, beim Melken und später beim Buttermachen.

 

Mädchen mit Kalb im Stall 02 © Tom Lamm
Weitere Magazinbeiträge