Zurück zur Natur am Aubauernhof

Blogartikel // 22. Apr. 2021
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Am Fuße des Schuhflickers, mitten im Großarltal besuchen wir Barbara und Richard Lainer auf dem Aubauernhof. Zwischen Viehwirtschaft, Almbetrieb, Milchproduktion und vier Kindern meistert das Power-Paar den Alltag in Tal und Berg mit Bravour.

„Natürlich hat mich die Liebe hierher verschlagen, was sonst?“, lacht Barbara Lainer, als wir sie am Aubauernhof besuchen. Die gebürtige Kärntnerin hat in Wien Landwirtschaft studiert und bei einem Sommerjob als Sennerin auf der Alm ihres jetzigen Mannes gearbeitet. Seit 2008 lebt sie nun am Aubauernhof, den ihr Mann von seinen Eltern übernommen hat.

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„Das Schöne bei uns ist, dass wir so viel Platz rundherum haben. Da ist kein Auto weit und breit und die Kinder können unbeschwert herumlaufen und spielen“, schwärmt Barbara vom Hof. Den Kindern gefällt nicht nur die Bewegung an der frischen Luft, sondern auch der Kontakt zu den Tieren. Hasen und Katzen genießen die Streicheleinheiten und auch das Eier holen in der Früh bei den Hühnern ist ein richtiges Highlight für die Kleinen. „Wenn das Ei noch warm ist, sind die Kinder ganz aus dem Häuschen“, erzählt Barbara und ergänzt: „Bei uns am Biobauernhof wollen die Gäste ‚Bio’ auch wirklich erleben. Sie wollen die Produkte sehen und schmecken und nehmen sie den Daheimgebliebenen auch oft mit nach Hause.“

Im Sommer wandert die Milchproduktion auf die hofeigene Alm. „Dort oben wird die Milch zu Butter, Käse, Topfen und mehr verarbeitet. Wir haben jeden Sommer zwei Senner angestellt, die das sehr geschickt machen“, erklärt uns Barbara, während sie uns ein Glas frische Milch anbietet. „Wir produzieren Milchprodukte, Marmeladen, Säfte, Brot und mehr. Mir fällt auf, dass die Leute schon so weit weg sind und Lebensmittel ohne Zusätze oft gar nicht mehr kennen. Besonders bei der Milch merken unsere Gäste einen Unterschied.“ Barbara und ihr Mann wollen deshalb Bewusstsein für natürliche Lebensmittel schaffen und servieren zum Frühstück Brot, Butter, Marmeladen und Milch aus eigener Produktion.

„Ich backe jeden Tag um 5 Uhr in der Früh Brot. Wenn die Gäste um 7 oder 8 Uhr aufstehen, duftet es bereits im ganzen Haus nach frischem Bauernbrot. Den Geruch nimmt man im hektischen Alltag schon gar nicht mehr wahr. Unsere Almbutter ist richtig schön gelb, ganz im Gegensatz zur herkömmlichen Supermarkt-Butter und auch beim Aufstreichen ist es ein haushoher Unterschied“, erzählt die Bäuerin.

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Das Erleben steht am Aubauernhof an oberster Stelle. Einmal pro Woche bieten Barbara und Richard einen Almerlebnistag an, bei dem sie sich Fauna und Flora ganz genau mit den Gästen anschauen und mit den Kindern Butter herstellen. „Da merken sie dann, wie viel Arbeit es ist, Butter zu bekommen. Ziel soll es sein, den Wert der selbstgemachten Produkte zu sehen. Man bekommt auch gleich so viel zurück von den Familien und Kindern. Das taugt mir“, lächelt Barbara während sie in Richtung Berg zeigt. „Auf unserer Alm machen wir auch das so genannte Biodiversitätsmonitoring. Auf drei Wiesenflächen müssen die Gäste bestimmte Tiere und Pflanzen suchen. Wir schauen dann gemeinsam, wie viele Schmetterlinge oder Arnika-Blumen man heute zählen kann. Dadurch wird der bewusste Blick auf die Natur geschult.“

Im Tal vermieten Barbara und Richard drei Ferienwohnungen und ein Familienzimmer. Die Unterkünfte befinden sich bei ihnen im Haus. „Wir sind Bauern-, Wohn- und Gästehaus in einem.“ Oben auf der Alm empfangen sie nicht nur ihre Hausgäste, sondern auch hungrige und durstige Wanderer, die ein gemütliches Plätzchen suchen. Eine nette Gesellschaft, leckere Kost und eine traumhafte Umgebung gibt es bei Familie Lainer jedoch überall – im Tal und am Berg.

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