Nachhaltig Urlauben

Blogartikel // 05. Feb. 2020
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Nachhaltigkeit auf allen Ebenen

Nachhaltigkeit ist wohl das wichtigste Thema unserer Tage – schließlich entscheidet der Umgang mit Ressourcen über unser aller Zukunft. Nachhaltigkeit betrifft sämtliche Lebensbereiche. Sie beginnt am Boden und setzt sich fort über die Luft, die wir atmen, und die Nahrung, die wir essen. Sie beeinflusst unser Freizeitverhalten und den Urlaub, mit dem wir unsere Kraftreserven wieder auffüllen. Am Bauernhof wurde die Nachhaltigkeit quasi „erfunden“, denn hier lebt man schon seit jeher nach den Vorgaben der Natur. Ein Urlaub am Bauernhof ist nicht nur die umweltfreundlichste Art, seine Ferien zu verbringen, er stärkt auch nachhaltig die persönliche Entwicklung.

Guten Urlaub!

Zu einem guten Urlaub gehören viele schöne und bleibende Erinnerungen, Gemeinsamkeit, Spaß und natürlich Erholung. Gesundes Essen, ausreichend Bewegung und eine stimmige Balance zwischen geistiger und körperlicher Anregung. Nicht zu vergessen, ein guter Schlaf in einem Bett aus natürlichen Materialien. Gut – in ethischem Sinn – ist ein Urlaub aber auch, wenn er nachhaltig ist. Urlaub am Bauernhof ist genau das.

Wo das Essen wächst

Bäuerinnen und Bauern leben rund um die Uhr im Zusammenspiel mit der Natur und im Einklang mit den Jahreszeiten. In der Großfamilie ziehen alle an einem Strang. Jeder hat seine Aufgaben und pflegt seine Stärken. Hochwertige Lebensmittel werden selbst produziert und verarbeitet. Bauernhof-Urlauber haben an diesem Leben teil und nehmen wertvolle Erfahrungen mit nachhause. Das ist nachhaltig.

Nachhaltig ankommen

Um ans schönste Urlaubsziel zu gelangen, musst es nicht immer eine Flugreise sein, die Österreichischen Urlaubsbauernhöfe sind allesamt problemlos mit dem PKW zu erreichen – je mehr Leute da in einem Auto Platz finden, umso besser für die Umwelt! Ideal ist es im Sinne der Nachhaltigkeit freilich, ganz aufs Auto zu verzichten. Weil viele österreichische Urlaubsbauernhöfe bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Shuttleservice zu erreichen sind, ist das auch überhaupt keine Hexerei. Man liest ein gutes Buch, lässt sich im Speisewagen verwöhnen und macht zwischendurch ein Nickerchen. Vor dem Fenster verändert sich allmählich die Landschaft und der Urlaub fängt schon beim Einsteigen an. Garantiert staufrei.

Im Takt der Wanderschuhe
Was neben dem gesunden Essen eine große Rolle fürs Wohlbefinden spielt? Bewegung! Wer sich zu Fuß auf den Weg macht, hat viel zu schauen, zu hören, zu riechen und zu staunen. Egal, ob sportlich ambitioniert Höhenmeter bezwungen werden oder ob man lieber entspannt weit ins Land hineinstiefelt – es ist herrlich, den eigenen Körper zu spüren. Nach der Wanderung schmeckt dann die herzhafte, wohlverdiente Jause gleich noch einmal so gut.
 
Wandervielfalt
In Österreich gibt es unzählige Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade. Berggipfel können erklommen und Seen umwandert werden und dann sind da noch die vielen Almen und Wälder, die es zu queren und zu durchstreifen gibt. Jedes Bundesland bietet Wandermöglichkeiten auf ganz unterschiedlichem Niveau. So hat Tirol neben den hohen Bergen auch leichte Touren zu bieten (zB im Inntal) und das Burgenland ist mehr als der flache, romantisch von Wein umwachsene Landstrich um den Neusiedlersee. Tatsächlich wartet im östlichsten und flachsten Bundesland auch die eine oder andere anspruchsvolle Route. Aber selbst im Hochgebirge kann man durchaus gemütlich flanieren.
 
Naturbelassene Erde
Wanderbegeisterte aus aller Welt schätzen Österreichs hohe Zahl an National- und Biosphärenparks. Dies sind international anerkannte, ausgedehnte Naturräume, welche streng geschützt sind. So bleibt hier die Natur weitgehend intakt. Die Flora kann sich ungestört entfalten, auch Wildtiere sind hier anzutreffen!
 
Urlaub am Bauernhof: Ab in die Natur!
Die Urlaub am Bauernhof-Betriebe in den Nationalparkregionen bieten die besten Ausgangspunkte für Ausflüge aller Art. Und das Tolle an so einem Urlaub: Am Bauernhof wird die Naturverbundenheit nicht mit den Wanderschuhen abgestreift. Von morgens bis abends eins mit der Natur: Das fängt mit dem gesunden Frühstück an und endet abends auf dem Bankerl vorm Haus, wo man das Erlebte nachwirken lässt. Dazu eine frisch von der Bäuerin gemachte Kräuterlimonade und vielleicht ein schnurrendes Kätzchen auf dem Schoß … Was will man mehr?
Blick vom Schwimmteich zur Galgenhütte in Kärnten © Markus Lackinger
Wasser: Blaues Gold
Auf den ersten Blick ist es eine großartige Ausgangslage: Über zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt! Allerdings – und somit relativiert sich die Euphorie wieder ein wenig – handelt es sich bei nur 2,5 Prozent davon um Süßwasser. Die stets wachsende Weltbevölkerung und die nachlässigen Konsumgewohnheiten der Menschen, die Umweltverschmutzung und der Klimawandel sorgen dafür, dass Wasser das kostbarste und schützenswerteste Element ist, das wir haben. Als eines der wasserreichsten Länder der Welt ist Österreich privilegiert. Zu unserer Landschaftsvielfalt gehören nicht nur Berge und Wälder, sondern auch Seen, Flüsse und naturbelassene Auen. Fast alle unsere Seen haben Trinkwasserqualität – und wer nicht aus der Quelle trinken mag, dreht einfach die Wasserleitung auf und füllt sich ein Glas mit klarer, sauberer und nährender Köstlichkeit.
 
Selbstverständlicher Luxus
Wasser ist ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Wir Menschen trinken es, wir baden darin und im Sommer werfen wir uns einfach wild hinein. Zur Erholung und fürs Abenteuer – Österreichs Gewässer sind so vielfältig wie die Möglichkeiten, sich darin zu vergnügen: So mancher Taucher träumt davon, einen Schatz aus der Tiefe des Traun- oder Attersees zu bergen. Am Neusiedler See, am Bodensee oder auf einem der warmen Kärntner ziehen derweil die Wasserschifahrer ihre Bahnen und die Kitesurfer üben hier ihre waghalsigen Sprünge. Die Flüsse sind Eldorados für Ruderer und Kajakfahrer, oder wenn es wilder zugehen soll, für Raftingbegeisterte. In vielen der fließenden Gewässer, zB der Ybbs, wird übrigens auch getaucht. Und im Winter ziehen die Eisschnelläufer ihre Spuren über den Kärntner Weissensee …
 
Das Wasser genießen
Richtig beschaulich ist eine Schifffahrt über einen der großen Seen oder die Donau. Zum Glück mangelt es nicht an Angeboten der Schifffahrtsgesellschaften. Man lässt sich von einem Ufer ans andere bringen und genießt dabei die Traumkulisse der sich im Wasser spiegelnden Berge.
Zwischen all dem Getümmel finden immer auch die „normalen“ Badeurlauber ihren Platz und ihre ruhigen Oasen. An den Ufern der Seen lässt es sich wunderbar planschen, und wer Lust hat, kann auch weit hinausschwimmen. Last not least ist es ein ganz besonderes Vergnügen, an einem Ufer zu flanieren, einen See zu umwandern oder die unberührte Natur einer Aulandschaft zu entdecken. Oder einfach nur am Ufer zu sitzen und dem Plätschern lauschen.
 
Anglerfreuden
In Österreich leben 74 verschiedene Fischarten. Kein Wunder, dass es in den Restaurants hierzulande so viele Fischspezialitäten gibt! Entsprechend beliebt sind dann auch das Fischen und das Angeln. Gefischt wird praktisch überall, im Waldviertel und im Montafon, in der Salzach, der Mürz oder in den wildromantischen Bach- wie Flussläufen Oberösterreichs. In Kärnten und im Burgenland.
Besonders Entspannte beziehen ihr Quartier für den Anglerurlaub auf einem Urlaubsbauernhof. Einmal vom See in den Stall und zurück. Da ist das Naturerlebnis komplett.
 
Übrigens …
Kaum vorstellbar: Alle Wasserreserven Österreichs ergäben eine 1,5 m hohe Wassersäule über das gesamte Land!
Es gibt in Österreich 2.194 fließende Gewässer und mehr als 25.000 stehende Gewässer, von denen 62 als große Seen gelten. Die größten Seen sind der Bodensee in Vorarlberg und der Neusiedler See im Burgenland. Der längste Fluss ist die Donau. Insgesamt erstreckt sich das österreichische Fließgewässernetz über rund 100.000 Kilometer – ganz schön viel für ein kleines Land, nicht wahr?
Plätschernder Bach im Wald © Daniel Gollner
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