Winterurlaub am Bauernhof in Tirol

Blogartikel // 31. Juli 2019
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Winterliche Erholungsoase

Tiroler Bauernhöfe werden zu wahren Erholungsoasen, trotzen allen Krisen und verzeichnen ständig mehr Gäste Eduard hat es sofort erkannt: „Die Bauern ticken anders“, lautet die spontane, keineswegs abwertend gemeinte Erkenntnis des Computerexperten aus Frankfurt. „Es ist ein eigener Rhythmus, eine eigene Welt“, sagt der Familienvater, der sonst weltweit im Einsatz ist, und nun mit Frau und Kindern in einem Jahrhunderte alten Tiroler Bauernhof eine gemütliche Ferienwohnung bewohnt. Unter alten Balken entwickelt sich neue Urlaubs- und Lebensqualität: Urlaub auf dem Bauernhof zählt zu den Gewinnern der Reisebranche und trotzt, vor allem in Tirol, allen Krisen. Gerade im Winter offenbart diese Ferienform sofort ihr Erfolgsgeheimnis: Der Gast erlebt reales Leben statt inszenierter Scheinwirklichkeit, gelebte Gastfreundschaft statt trainierter Routine.

Frau mit Tee am offenen Feuer © Hans Huber

Bauernhof als Feriendomizil

Eduard ist kein Einzelfall. Alljährlich entdecken immer mehr Familien den Bauernhof als ideales Feriendomizil, als Oase auf Zeit. „Wir gaukeln keine heile Welt vor“, sagt Klaus Loukota, Geschäftsführer des Verbandes „Urlaub am Bauernhof in Tirol“, „sondern unsere Betriebe leben ganz einfach ein anderes Leben.“ Moderne Methoden und überliefertes Brauchtum sind dabei keine Gegensätze. Computerfachmann Eduard und der potentielle Hoferbe sprechen in Sachen PC die selbe Sprache. Doch der Tiroler Bauernhof ist weiterhin ein gewachsener Mikrokosmos, der fasziniert und fesselt.

Da sind zum einen die Tiere. Hier leben Mensch und Vieh unter einem Dach oder Tür an Tür. Stadtkinder erleben mit staunenden Augen, woher die Milch zum Frühstück kommt, holen von ihrer Lieblingshenne das ungewohnt frische Ei und entdecken in Stall und Hof täglich etwas Neues. „Oft sind es die Kinder, die den Ausschlag für einen Bauernhof-Urlaub geben“, erzählt Loukota, der am Wochenende Anzug und Krawatte gegen das Stallgewand tauscht und auf dem eigenen Hof im Pitztal ebenfalls Gäste begrüßt.

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Ausgangspunkt für Winteraktivitäten

Und das nicht nur zur Sommerzeit: Die Tiroler Bauern setzen immer stärker auf den Winter. Denn ihre Höfe, oft am Loipenrand und bei bekannten Skigebieten gelegen, sind ideal für einen gelungenen Urlaub im Schnee. Nach dem Pistenspaß oder dem Genuss in der Loipe lockt ein Platz am Kachelofen in der gemütlichen Stube. Kuscheln, Lesen, durch das Fenster den Schneeflocken bei ihrem Tanz zuschauen, der Bäuerin beim Brotbacken helfen oder die hofeigene Sauna besuchen – für viele sind es gerade die Stunden nach Einbruch der Dunkelheit, die sie in einem winterlichen Bauernhof so lieben. Und die Kinder? Sie sind noch längst nicht müde, erforschen mit neuen Freunden den Kuhstall, bauen einen Schneemann oder striegeln die Pferde.

uab_tir_tvb_zillertal-kaltenbach-skifahren © Tirol Werbung  Mallaun Josef

Herzliche Gastgeber

Zu den Erfolgsgeheimnissen dieser immer beliebter werdenden Urlaubsvariante zählen auch die Gastgeber selbst. Gerade im Winter, wenn die Hofarbeit nicht so intensiv ist, begleiten sie ihre Gäste zu Rodelpartien, geben Tipps für winterliche Spaziergänge, spannen mal die Pferde vor den Schlitten, laden in die eigene Almhütte oder weihen Interessierte in die Geheimnisse des Schnapsbrennens ein – inklusive Probestamperl. Auch das Brauchtum spielt bei vielen Landwirten trotz aller modischer Neuheiten eine große Rolle. „Jeder Gast mit offenen Augen wird so manches sehen und erleben,“ so Klaus Loukota, „das er so nicht oder nur aus Büchern gekannt hat.“

Schneeschaufeln vor dem Hof 26 © Hans Huber

Erholung im Winter

Winterurlaub bedeutet mittlerweile immer häufiger: Zur Ruhe kommen, abschalten und neuen Abstand zum Alltag gewinnen. Wo gelingt dies besser als in der Wohlfühl-Oase Bauernhof, umgeben von tief verschneiten Wäldern und Bergen, in klirrender Kälte und bei wärmenden Sonnenstrahlen? Da viele Höfe in den letzten Jahren modern ausgestattete Ferienwohnungen eingerichtet haben, genießen viele Gäste zudem die neue Freiheit, leger und ohne vorgegebene Essenszeiten und unbehelligt von schaffensfreudigen Zimmermädchen, Ferien ohne Zwänge zu erleben. Jährliche Wachstumsraten von drei bis fünf Prozent geben den Tiroler Bauern, deren Verband mittlerweile ca. 400 Betriebe zählt und die sich selbst strengen Qualitätskriterien unterwerfen, die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein.

Mutter und Tochter beim Teetrinken im Freien © Hans Huber
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