Die hofeigene Schafkäserei am Biohof Abraham

Hofgeschichten, 06.09.2021, Urlaub am Bauernhof Oberösterreich

Ob Würze, Reifezeit oder richtige Zutaten – wenn es um Schafskäse geht, kann der Familie Freudenthaler keiner so schnell etwas vormachen. Auf ihrem Biohof Abraham in Hirschbach im Mühlviertel veredeln sie frische Schafmilch zu regionalen Köstlichkeiten.

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Lämmer grasen auf der Weide auf einer Steinmauer | © Urlaub am Bauernhof Oberösterreich / Daniel Gollner

Die Schafkäse-Profis

Am Biohof Abraham in Hirschbach im Mühlviertel veredelt die Familie Freudenthaler frische Schafmilch zu regionalen Köstlichkeiten. Bei der Bäuerin Manuela handelt es sich, um einen richtigen Schafskäse-Profi und leidenschaftlicher Landwirtin! Aber das war nicht immer so.

Seit klein auf

In jungen Jahren hätte Manuela Freudenthaler laut losgelacht, wenn wer gefragt hätte, ob sie in der Landwirtschaft arbeiten möchte. Sie schloss lieber die Lehre als Köchin und Kellnerin ab. Im Zuge der Ausbildung lernte sie ihren jetztigen Ehemann Ernst kennen und lieben. Als Hoferbe, des elterlichen Betriebs in Hirschbach im Mühlviertel, war schnell klar, dass das junge Paar sich gemeinsam am Hof verwirklichen wird. „Es war die richtige Entscheidung“, so Manuela heute. 2002 war der Biohof Abraham ein klassischer Milchviehbetrieb. Das sollte sich jedoch ändern. Bis zum Nachwuchs gingen Manuela und Ernst noch ihren Jobs nach. Und ab dann stellten sie sich die Frage, wie weitergemacht werden soll. Eine Modernisierung des vorhandenen Kuhstalls schien nicht rentabel. Eine Neuausrichtung sollte es schlussendlich werden.

Konsumieren, was in der Region gedeiht

Ziegen oder Schafmilch stand zur Diskussion. Jedoch konnte Manuela Ziegenmilch so gar nicht schmecken. So entschied man sich für Merinoschafe. Ziel war es deren Fleisch zu verkaufen. Der neue Betriebszweig entwickelte sich aber nur schleppend, deshalb wurden 80 ostfriesische Milchschafe eingestellt. „Pro Woche kamen ca. 1000 Liter Milch zusammen, die wir an zwei Abnehmer verkauft haben.“ Wie auch überall bestimmt hier Nachfrage das Angebot. Auf den Tipp eines Käsemeisters aus Melk eine eigene Käserei zu errichten, begannen die Freudenthalers mit der Produktion von Schafkäse am Hof. Aus der Anfangszeit stammt auch der allererste Blauschimmelkäse vom Schaf. „Unsere Produkte kamen gut an“, blickt Manuela zurück. Mittlerweile gibt es am Hof eine eigene Käserei mit zwei Reiferäumen, einen Hofladen und Platz für Käseverkostungen. Auch die Sorten werden stetig vielfältiger. Ob mit Chili, Pfeffer, Bockshornklee oder naturbelassen – wer Schafskäse liebt, wird hier fündig. 30 bis 50 Kilo Käse werden pro Woche produziert, der Schwerpunkt liegt hauptsächlich auf Schnittsorten.

Konsumieren, was in der Region gedeiht

Den Bezug zur Gastwirtschaft hat Sie aber nicht zur Gänze aufgegeben. Den neben der Käserei vermietet sie seit 15 Jahren Ferienwohnungen am Hof. Ihre Gäste genießen die Ruhe am Hof, aber auch das Kennenlernen der Schafkäseproduktion. Die Ruhe am Hof genießen besonders die Eltern. Kinder können mit in den Stall gehen, die Tiere kennenlernen und füttern. „Manchmal helfen uns die Kinder sogar schon um 6 Uhr in der Früh beim Melken.“, so Manuela. „Besonders begeistert sind sie beim Melken, wenn Milch aus der Zitze kommt.“

Manuelas Ziel ist es Aufklärung zu betreiben und ehrliche Lebensmittel zu produzieren und das merkt man! Urlaub am Bauernhof beim Biohof Abraham in Hirschbach im Mühlviertel, ein Erlebnis für alle Sinne und zu jeder Jahreszeit!

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