Mühlviertler Bio-Bauernhof der ersten Stunde

Hofgeschichten, 07.04.2023, Urlaub am Bauernhof Oberösterreich

Seit 1976 wird am Biohof Schafflhof im Mühlviertel biologische Landwirtschaft betrieben. Nachhaltigkeit wird hier ganzheitlich gelebt.

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Familie Kaineder vom Biohof Schafflhof | © Urlaub am Bauernhof Oberösterreich / Harald Puchegger

Ein Bio-Bauernhof der ersten Stunde

Im Jahr 1976 entschieden sich Bäuerin Gusti und Bauer Hans, auf ihrem Bauernhof Schafflhof ab sofort biologische Landwirtschaft zu betreiben. Ein ungewöhnlicher Entschluss für diese Zeit. „Bio steckte damals noch in den Kinderschuhen“, erzählt Gusti. Es war vor allem der schonende Umgang mit der Natur und die Vorteile für die eigene Gesundheit, die die Familie davon überzeugten, auf Pestizide, Fungizide und künstliche Düngemittel zu verzichten. Und es wurde zu einer Erfolgsgeschichte. Heute ist der Biohof Schafflhof einer der wenigen Bauernhöfe, der durch vielfältige Standbeine, Fleiß und eine Portion Idealismus das Höfesterben überlebt hat. Bis heute ist die ganze Familie überzeugt: Bio-Landwirtschaft tut uns allen gut!

„Bio steckte damals, 1976, noch in den Kinderschuhen.“

Gusti und Hans Kaineder

Urlaub machen, wo gesunde Lebensmittel produziert werden

Sanfte Hügellandschaft, ausgedehnte Wälder, blau blühende Felder – idyllischer kann man sich einen Bauernhof kaum vorstellen. Gäste können hier zur Ruhe kommen, Bauernhofluft schnuppern und die am Hof hergestellten Produkte kosten. Der Biohof Schafflhof in Sarleinsbach im Mühlviertel ist ein Ort, an dem man die Bäuerin die Kühe noch beim Namen nennt und er Bauer sich an der Blütenpracht auf seinen Feldern erfreut. Es ist ein Ort, an dem Kinder hautnah erfahren können, wo unsere Lebensmittel herkommen. Und wo der Wert dessen, was täglich auf unseren Tellern landet, hochgehalten wird. „Uns ist es einfach wichtig, gesunde und gute Lebensmittel zu produzieren und auch mit gutem Gewissen verkaufen zu können“, erzählt Christian.

Nachhaltigkeit ist kein Werbeversprechen, sondern eine Lebenseinstellung

Die Mutterkühe und ihre Kälber grasen fast jeden Tag auf der Weide. Im Winter fressen sie Heu von den hofeigenen Wiesen. Auf Silage wird verzichtet. Artgerechte Tierhaltung ist für Familie Kaineder eine Selbstverständlichkeit. Lange Transportwege und Stress – Fehlanzeige. Die Rinder werden direkt am Hof geschlachtet und weiterverarbeitet. Das hochwertige Bio-Jungrindfleisch ist nicht umsonst von ausgezeichneter Qualität. Überhaupt ist Nachhaltigkeit für Familie Kaineder kein simples Werbeversprechen, sondern eine Lebenseinstellung. Eine Photovoltaik-Anlage zur Stromgewinnung, Solarpaneele zur Warmwassererzeugung, Hackschnitzel aus dem eigenen Wald zum Heizen und eine Pflanzenkläranlage, die das hofeigene Abwasser aufbereitet sind nur einige der Grundpfeiler. Die nachhaltige Philosophie zieht sich durch das gesamte Denken, Handeln und Wirtschaften. Dahinter stehen Bäuerin Renate und Bauer Christian mit Überzeugung. Am Biohof Schafflhof kannst du selbst sehen und erleben, wie gesunde Lebensmittel auf den Feldern heranwachsen und geerntet werden. „Unsere Gäste wollen die Natur sehr nah miterleben und spüren“, sagt Renate.

Erfahre mehr darüber, warum Bio-Landwirtschaft gut für unsere Umwelt und Gesundheit ist.

„Uns ist es einfach wichtig, gesunde und gute Lebensmittel zu produzieren und auch mit gutem Gewissen verkaufen zu können.“

Goldener Schatz aus dem Mühlviertel

Familie Kainberger hütet einen Schatz, dessen Wert von den Einheimischen früher mit Gold gleichgesetzt wurde: Lein. Mit ihren zart blauen Blüten ist der Gemeine Lein hübsch anzusehen. Doch die Pflanze ist mehr als das. Durch ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten sicherte sie früher die Existenz vieler Bauernhöfe im Mühlviertel und verhalf der sonst eher kargen Region zur Blüte. Vom Kleidungsstück bis zum gesundheitsfördernden Öl, vom Dämmstoff bis hin zum hochwertigen Tierfutter – wozu der Lein oder Flachs, wie er auch genannt wird, genutzt werden kann, erfährst du hier. Am Biohof Schafflhof wird Leinöl direkt am Hof schonend gepresst. Das reine Bio-Leinöl kann direkt im Hofladen gekauft werden. Gästen kredenzt Oma Gusti auch schon mal die typischen Mühlviertler Leinölerdäpfel – ein ehemals „Arme-Leute-Essen“, das gesünder nicht sein könnte. 

Ditta, Anuschka oder Laura?

Überhaupt spielen auch Erdäpfel (also Kartoffeln) eine große Rolle im Mühlviertel. Am Biohof Schafflhof werden die unterschiedlichsten Sorten dieser tollen Knolle angebaut. Biologisch, versteht sich. Wer einmal den direkten Vergleich gewagt hat, schmeckt den Unterschied garantiert. Ditta, Agria, Anuschka oder Laura heißen die Bio-Knollen, die unter der Erde heranwachsen. Wer im Herbst zu Gast ist, kann mit anpacken, wenn es ans „Erdäpfel rodern“ geht. 

Neben Roggen und Weizen gedeiht ein weiteres heimisches Superfood auf Familie Kaineders Feldern: Dinkel. Fleckerl, Hörnchen und Spirelli – das Bio-Getreide wird am Hof zu Nudeln, Mehl, Grieß oder Dinkelreis verarbeitet. Zum Frühstück gibt’s das selbst gebackene Bauernbrot aus dem Holzofen. Gebacken wird mit dem eigenen Bio-Getreide, versteht sich. Im Hofladen bietet Familie Kaineder übrigens die reichhaltige Vielfalt an hausgemachten Köstlichkeiten und auf ihrem Biohof angebauten Lebensmitteln zum Verkauf an. Doch es geht noch besser: Wer auf dem Biohof Schafflhof Urlaub macht, kommt in den Genuss eines Bio-Frühstücks. Dieses Angebot wird von BIO AUSTRIA zertifiziert und regelmäßig überprüft. So wird garantiert, dass zu fast 100% biologische Speisen und Getränke serviert werden, vom Kaffee bis hin zur Käseplatte. Regional, nachhaltig und köstlich!

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