Übernachten im Stallet

Hofgeschichten, 25.02.2021, Sabine Ertl

In der Nähe vom Schwalbennest schlafen - den Kuhstall und Heuschober dabei stets im Blick: Idyllische Alleinlage auf einem Hochplateau mit grandiosem Fernblick inspiriert zum Perspektivenwechsel für die persönliche Horizonterweiterung! „Schräge Nächte für bunte Vögel“ am Natur Gut Lassen bedeutet emotionale Medizin inmitten einer Wasser- Wald- Wiesen- und Tierwelt.

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Frau steht am Balkon und genießt die Sonne | © Urlaub am Bauernhof Kärnten/ Achim Mandler

„Schräge Nächte für bunte Vögel": Übernachten im Stallet

Bunter Perspektivenwechsel zur Glücklichkeit

Frei nach dem Motto „Kein Haus am See sondern ein Teich beim Stallet, eine lässig schräge Idee“ haben sich Heike und Günter Zeilinger im Rahmen des Projekts „Schräge Nächte für bunte Vögel“ eine luftige Unterkunft für Gäste, die das Besondere suchen, einfallen lassen. Denn die Sehnsucht der Menschen nach einem ganzheitlichen, stimmigen, authentischen Urlaub ist laut Zeilinger sehr groß. Schlafen im Schwalbennest mit Blick auf Hoftiere und Heuschober lautet am Natur Gut Lassen in Himmelberg daher die Devise. Eingebettet inmitten eines alten Stalles wurde ein Teil für die schräge Unterkunft komplett umgebaut und als „Stallet“ revitalisiert. Ein Sichtfenster lässt die Gäste hautnah am Stallgeschehen dabei sein. „Der Perspektivenwechsel zählt“, erklärt Günter Zeilinger. „Das Lernen von den Tieren, das Lernen von der Natur ist ein wichtiger Punkt.“ Denn laut dem Visionär sind Menschen wie Musikinstrumente: „Unsere Resonanz hängt davon ab, wer oder was uns berührt.“

Die Resonanz der Natur

Im Stallet schwingt die Resonanz der Natur mit. „In einem Abstand von zehn Meter gut abgedichtet zu einer Kuh zu schlafen, soll eine Erfahrung sein, die berührt.“ Zudem wurde ein Perspektivenwechselpfad ins Leben gerufen, um neue Sichtweisen auf die kleinen Dinge des Lebens zu erlangen. Die bewusste Auseinandersetzung mit der Natur, dem Wald soll verinnerlicht werden. Fragen wie „Warum hat der Specht kein Kopfweh?“ oder „Wie funktioniert eigentlich das Leben in einem Ameisenhaufen“ soll auf den Grund gegangen werden. „Die Natur hat schlichtweg andere Buchstaben als wir Menschen“, ist Zeilinger überzeugt. „Wenn wir diese lesen lernen, können wir unser Leben nachhaltig bereichern.“

Urlaub mit buntem Mehrwert

Mit diesem Konzept lässt man dem Gast Raum für eigene Gedanken, Erfahrungen und prägende Erlebnisse. Batterien aufladen, den Horizont erweitern und mit neuem Wissen nach Hause fahren, um Geschichten zu erzählen, die im Gedächtnis bleiben. Für eine Erde, für die wir alle verantwortlich sind und die es uns tagtäglich zur Aufgabe macht, sie für die nächste Generation intakt und gesund zu halten. Für uns selbst und die Nachwelt. Am Natur Gut Lassen arbeitet man daher mit den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft. „Dahingehend ist unsere Ambition so ausgerichtet, dass wir miteinander lernen, von der Natur, mit der Natur und dass wir im Kreislauf der Natur in die Zukunft gehen können.“ Denn selbst die kleinste Symbiose ist nicht dem Zufall geschuldet, sondern einem großen Ganzen. Diese Geschichten sind es, auf die Günter Zeilinger aufmerksam machen will.

 

„Kein Haus am See sondern ein Teich beim Stallet, eine lässig schräge Idee“

Günter Zeilinger, Gastgeber vom Natur Gut Lassen

Frei wie ein bunter Vogel sein

Architektonisch ist dem Stallet der platonische Körper des Oktaeders mit dem Element Luft zugeordnet. Es geht um die frische Almluft und um das Gefühl, sich selbst wieder frei wie ein Vogel im Wind zu fühlen. Für Momente, die der Ewigkeit geschuldet sind. Und welche man hier am Natur Gut Lassen mit Sicherheit findet. Wenn man hinsieht, hinhört und verstehen lernt.

 

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Sabine Ertl
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