Mit Leib und Seel für den Bauernstand

Hofgeschichten, 28.06.2021, Urlaub am Bauernhof Oberösterreich

In der Nationalparkregion Kalkalpen bewirtschaftet Johanna Rebhandl den Ferienhof Kandler. In der Hofgschicht erzählt sie über das Aufwachsen am Bauernhof, wie wichtig ihr das Vermitteln von bäuerlichen Wissen ist und über das Leben am Hof im Einklang mit der Natur. 

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Johanna und Josef vom Ferienhof Kandler in Roßleithen, Nationalparkregion Kalkalpen | © Urlaub am Bauernhof Oberösterreich / Daniel Gollner

Mit Leib und Seel für den Bauernstand

In der Nationalparkregion Kalkalpen am Ferienhof Kandler wird Ursprünglichkeit großgeschrieben. Johanna Rebhandl bewirtschaftet den Hof mit Herz und Seele im Einklang mit der Natur und den Tieren. Das merken besonders ihre Gäste!

Seit klein auf

Schon früh verstarb Johannas Vater. Dann hieß es zusammenhelfen am elterlichen Hof. Ihre drei Geschwister und Johanna unterstützten ihre Mutter tagtäglich bei der Arbeit und so konnten sie auch diese schwere Zeit überwinden. An Arbeit am Hof mangelte es nie, doch zusammen konnte die Familie den Hof erhalten. „Die Arbeit war für mich nie eine Last, ich bin froh so aufgewachsen zu sein. Denn erst, wenn man arbeitet, hat man wieder etwas geschaffen und dann ist man wieder dankbar. Das gehört dazu! Das möchte ich auch meinen Kindern und den Kindern, die zu uns am Hof kommen, vermitteln.“

Im Herzen Landwirtin

Auch wenn der elterliche Betrieb von ihrem Bruder übernommen wurde, riss die eng verwurzelte Verbindung zur Landwirtschaft für Johanna nie ab. Sie absolvierte facheinschlägige Ausbildungen rund um die Landwirtschaft und führt nun mit ihrem Mann den Ferienhof Kandler in Roßleithen in der Nationalparkregion Kalkalpen in Oberösterreich. Am Hof leben außerdem ihre fünf Kinder und Oma Gerti. Der vielfältige Milchviehbetrieb umfasst insgesamt 110 Rinder, davon 55 Milchkühe und ungefähr 60 Kälber. Die weiblichen Tiere kommen in den Sommermonaten auf Almen. Die Liebe zu Tieren zeigt sich auch an der Vielfalt am Hof. Den zusätzlich gibt es noch ein paar Schweine, ein Hängebauchschwein, eine Zwergziege, ein paar Hühner, Laufenten, Katzen und Hasen. Die Tiere kennt Johanna alle beim Namen. „Man verbringt jeden Tag Zeit mit seinen Tieren und kennt sie!“

"Wir können jeden Tag schaffen!"

Johanna Rebhandl

Regionalität ist ein Anliegen für Johanna. Eigene Produkte zu erzeugen und den Wert von etwas Selbstgemachten zu vermitteln, ist natürlich eine Aufgabe. Aber dieser Herausforderung stellt sich Johanna gerne. Ihren Gästen zeigt sie, woher ihre Produkte, wie Milch, Most, selbstgeräucherter Speck, Joghurt, Eier kommen bzw. wie sie gemacht werden. Vom Mostmachen sind die Rebhandls besonders begeistert. Verarbeitet wird dabei das eigene Obst vom Hof und beim Zusammenklauben hilft die ganze Familie mit. Auch hier liegt die Freude an der Arbeit im Vordergrund. „Den das schmeckt man auch im Produkt!

Priorität Tierwohl

Nina, die älteste Kuh am Hof, hat bereits 12 Kälber geboren und über 130.000 Liter Milch gegeben. Dies zeigt, dass es den Tieren an nichts fehlt und auf das kann Johanna stolz sein! Die Tiere können den ganzen Tag tun, was sie möchten, schlafen, fressen oder draußen liegen. „Mitarbeit der Kinder am Hof finde ich absolut wichtig. Den ein schöneres Aufwachsen wie am Hof gibt es für die Kinder gar nicht!"

Mehr als Gäste

Das Leben am Hof zieht auch Urlaubsgäste immer wieder in den Bann! „Wir haben viele Gäste, die immer wieder zu uns kommen“. Am Hof ist man nicht nur einfach Gast, sondern man kann auch aktiv mitleben und gestalten. Der Stall kann jederzeit besucht werden, man darf beim Melken zuschauen und mithelfen. Einmal in der Woche gibt es gemeinsame Grillabende. Besonders beliebt ist das gemütliche Zusammensitzen und Verkosten von selbstgemachtem Most oder Milch, der eigenen Kühe. Mit nach Hause nimmt man sich Eindrücke in das bäuerliche Geschehen und Erinnerungen an schöne Urlaubstage in der Region Nationalpark Kalkalpen.

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